(jv/dh) - Nichts ist so skurril, dass es keinen Platz im Fernsehen hätte. Dachten sich wohl auch die Programmchefs vom US-Sender TLC und riefen die Sendung "All American Muslim" (zu Deutsch: Typisch Amerikanischer Moslem) ins Leben. Am Mittwoch gab der Sender nun bekannt: Die Serie wird nach nur einer Staffel eingestellt.

Die Show befasste sich mit dem Leben der muslimischen Gemeinschaft Dearborn in den USA nach den Terroranschlägen vom 11.September. Eine ganze Folge lang berichteten die Teilnehmer davon, wie sie sich an den Jahrestagen der Anschläge fühlten, und ob sie an den jährlichen Feierlichkeiten teilnahmen.

Aufmerksamkeit erregte die Sendung vor allem durch den Boykottaufruf einer konservativen christlichen Gruppe, die Werbekunden dazu aufforderte, ihre Buchungen zurückzuziehen. Mit Erfolg. Einige Klienten fanden die Show so kontrovers, dass sie die Spots, die in den Pausen von "All American Muslim" liefen, kündigten - ein herber Rückschlag für TLC.

Ob dies aber Schuld ist am Ende der Sendung, oder ob die schlechten Zuschauerzahlen der Grund sind, hat TLC bisher nicht bekannt gegeben.