Mehr als nur "Mr. Bean": Rowan Atkinson wird 65

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Der Schauspieler und Komiker Rowan Atkinson feiert am 6. Januar seinen 65. Geburtstag. Der Brite wurde vor allem durch seine Paraderolle als Mr. Bean bekannt - doch ausgerechnet den mag der Schauspieler so gar nicht leiden. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Eigentlich wollte Rowan Atkinson (l.), der als jüngster von vier Söhnen im englischen Consett geboren wurde, zuerst gar nicht in die Unterhaltungsbranche. Er war studierter Elektroingenieur und startete seine Fernsehkarriere anschließend mit 24 Jahren in der BBC-Comedy-Show "Not the Nine O’Clock News".
Atkinson (l.) kletterte die Karriereleiter schnell hinauf: Drei Jahre nach seinem Comedy-Einstieg erhielt er die Hauptrolle in der Serie "Blackadder", die in England Erfolge feierte. In der Sitcom wird die britische Geschichte satirisch beleuchtet.
Im Jahr 1983 gelang ihm ein weiterer Sprung. Atkinson spielte in "James Bond 007 – Sag niemals nie" neben Sean Connery als James Bond (r.) einen Angestellten der britischen Botschaft Nassau, Nigel Small-Fawcett. Der Film lief 1984 auf den deutschen Kinoleinwänden.
1990 heiratete der Schauspieler die Maskenbildnerin Sunetra Sastry (r.), mit der er zwei Kinder hat: Sohn Benjamin (*1993) und Tochter Lily (*1995, l.). Die Ehe hielt jedoch nicht für immer.
Nach einigen Kurzfilmen probierte er sich auch im Synchronsprechen aus: Atkinson lieh dem Vogel Zazu in Disneys Zeichentrickfilm "Der König der Löwen" (1994) seine Stimme. Und in der Komödie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" (1994) spielte er den tollpatschigen Pfarrer Gerald.
Seine Rolle als Mr. Bean machte ihn in den 90er Jahren schließlich weltberühmt. In der Comedyserie mimte er einen kindlichen Erwachsenen und wurde wegen seiner extremen Mimik und Gestik als "Rubber Face" (dt.: "Gummigesicht") bezeichnet.1997 kam auch ein Film zur Serie auf die Leinwände: "Bean – Der ultimative Katastrophenfilm".
Komisch ging die Karriere weiter: Mit "Johnny English – Der Spion, der es versiebte" (2003) schlüpfte der Brite in die nächste Paraderolle. Mittlerweile gibt es drei Filme über den lustigen Agenten. Der letzte Streifen "Johnny English – Man lebt nur dreimal" erschien 2018.
2003 sah man ihn in der Liebeskomödie "Tatsächlich...Liebe". 2005 mimte er den weltfremden Priester Walter Goodfellow in "Mord im Pfarrhaus" (Bild), der vom Leben seiner Familie kaum etwas mitbekommt und vor allem an das Wohl seiner Gemeinde denkt.
Auch Mr. Bean bekam einen weiteren Film. Zehn Jahre nach dem ersten kam "Mr. Bean macht Ferien" (2007) heraus. Danach stellte Atkinson klar, nicht erneut in seine Paraderolle schlüpfen zu wollen. 2013 erhielt er übrigens von Queen Elizabeth II. den Titel "Commander of the Order of the British Empire" verliehen.
2015 ließ sich Atkinson (l.) von seiner Frau scheiden. Im Jahr zuvor hatte sich das Paar getrennt und der Brite war mit Schauspielerin Louise Ford (Mitte) zusammengekommen, neben der er in London auch auf der Bühne stand. Mit ihr bekam er 2017 mit 62 Jahren die gemeinsame Tochter Isla.
In England stand Atkinson zuletzt noch als Kommissar Maigret in der gleichnamigen Serie vor der Kamera und spielte 2018 in Olly Murs' (l.) Musikvideo zu "Moves" einen Barkeeper.
In einem Interview mit "TV Movie Online" sagte der Brite im Jahr 2018, dass er weder Mr. Bean noch Johnny English besonders gut leiden könne. "Johnny English und Mr. Bean haben gemeinsam, dass sie für sich selbst jeweils die Nummer Eins sind", erklärte er. Ob er in den Rollen noch einmal zu sehen sein wird? Jetzt feiert der Schauspieler erst einmal seinen 65. Geburtstag.