Der "Stadl" bekommt gleich zwei neue Gesichter: Die Schweizer Sängerin Francine Jordi und der deutsche Moderator Alexander Mazza übernehmen die Neuauflage der Show. Wie genau die Modernisierung vonstatten gehen soll, lassen die Sender weiter im Dunkeln.

Es ist raus, wer die Nachfolge von Andy Borg beim "Musikantenstadl" antritt. ORF, ARD und SRF haben sich für ein Moderatorenduo entschieden: Francine Jordi und Alexander Mazza übernehmen als neue "Stadl"-Gesichter - und werden das Publikum erstmals am 12. September in Offenburg begrüßen.

Trotz Herzinfarkt eines Kandidaten hält ZDF an der Ausstrahlung fest.

Die Sendung soll "Auftakt einer rundum erneuerten Musikshow" werden, wie die Sender mitteilten. Für die Schweizer Sängerin Jordi habe man sich entschieden, weil sie "höchste musikalische Kompetenz und Verankerung in der Musikszene" mitbringe. Mazza ist eine größere Überraschung: Der Deutsche moderierte bisher TV-Shows wie "Herzblatt", "Brisant" oder "ML Mona Lisa". Mit der Schlagerwelt hatte er bisher wenig zu tun.

"Großes Volksfest"

"Neue Akzente setzen und das Bewährte bewahren: Das ist unser Ziel bei dieser neuen Sendung", charakterisiert Jordi ihre neue Aufgabe. "Wir werden sicher auch an dem unvergessenen Karl Moik und an Andy Borg gemessen werden. Dies ist eine Verpflichtung und eine große Ehre." Am wichtigsten sei ihr, das Publikum zu unterhalten.

Auch Mazza freut sich auf die Moderation des "Musikantenstadl": "Das wird ein großes Volksfest mit 'ner Menge Überraschungen und guter Stimmung." Volksmusik liege im Trend - in ihrer moderneren Form auch beim jüngeren Publikum. "Es gilt nicht nur, Bekanntes weiter zu pflegen, sondern auch Neues zu entdecken, eine Bühne zu geben und musikalische Grenzen auszuloten."

Beide Moderatoren stehen laut Sender "für jene inhaltliche und personelle Öffnung der Musikshow, die ORF, ARD und SRF gemeinsam beschlossen haben". Wie die Neuerungen genau aussehen, wollen die Partner "zu gegebenem Zeitpunkt" kommunizieren.

Der "Musikantenstadl" ist eine der ältesten Fernsehsendungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er läuft als Eurovisionssendung in allen drei Ländern. Moiks Nachfolger Borg moderierte die Sendung neun Jahre lang. (ank)