"Neeeein! Das kann nicht sein!" - Favoritensterben bei "Ninja Warrior Germany"

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54 Top-Athleten waren zum Beginn des Halbfinales von "Ninja Warrior Germany" noch im Rennen. Aber fürs Finale gab es nur 27 Plätze. Da waren Dramen vorprogrammiert. Und es gab sie reichlich.

"Und der grinst noch in die Kamera!" Moderator Frank Buschmann war kurz vorm Herzinfarkt, als Joel Mattli im "Kamin" "Faxen" machte. Die Hälfte der 54 Halbfinalisten von "Ninja Warrior Germany" (RTL) war zum Ausscheiden verdammt. Und es erwischte einige Top-Favoriten! Wer schied aus, wer kam durch - die Galerie verrät's.
"Wir werden keinen erleben, der wie 'ne Scheibe Toastbrot durch den Parcours geht." Frank Buschmann (rechts) und Jan Köppen hatten hohe Erwartungen - zurecht. Die 54 Athleten - darunter sechs Frauen - boten an den neun Hindernissen tollen Athletiksport. Oder wie Buschi und Köppen zu brüllen pflegen: "bockstarke Leistungen".
Ex-Profi-Turner Philipp Boy (31) ist längst Ninja-Warrior-süchtig! Er war mit "Massel " (Buschmann) ins Finale gerückt. Am Pendel nach dem Tunnelsprung stand für ihn die Welt kopf. Beim Versuch, die rettende Wand zu erklimmen, zog es Philipp sogar die Schuhe aus. Nützte nichts - Kopfsprung ins Wasser. Aber einer mit Happy End - es reichte fürs Finale!
Im letzten Jahr fehlten Alex Wurm (23) lächerliche drei Sekunden zum "Ninja Warrior Germany"-Titel. Warum er auch diesmal zum "allerengsten Favoritenkreis" (Buschmann) zählt, bewies er eindrucksvoll. Die Stangentreppe bezwang er mit eigener Taktik: "Guck, er hoppelt!", rief Jan Köppen. Mit Erfolg: Alex hoppelte locker ins Finale.
"Ich würd ja gern 'nen coolen Spruch rauslassen, aber ich bin nicht cool!" Moritz Hans (23) lässt lieber Taten für sich sprechen. 2017 war er "Last Man Standing", 2016 und 2018 im Finale. An der Stangentreppe gab es für den von Omas Spätzle Gestählten eine Überraschung: Er ging baden! Aber ohne Folgen: viertes Finale in Serie geschafft!
Echte Brüder teilen alles! Moritz (rechts) und Philipp (25) Hans tun es sogar im Scheitern. Beide schmierten am selben Hindernis - dem vorletzten, der Stangentreppe - ab. Aber beide kamen weit genug, um nach dem Zwangsbad als Finalisten festzustehen.
Insgesamt standen drei Brüderpaare im Halbfinale. Karim El Azzazy, jüngerer Spross einer Turnerfamilie, bot bis zur Stangentreppe eine souveräne Leistung (Köppen: "Ninja-Sport vom Feinsten!"). Erst in der Mitte der "horizontalen Himmelsleiter" kam das Aus. Spät genug: Er turnte als Sechstbester ins Finale.
Stark wie Hulk - so sieht Yasin El Azzazy (29), Karims älterer Bruder, aus. Und so präsentierte er sich auch im Parcours. Auch er finishte zwar nicht, aber nach dem Abgang an der Stangentreppe reichte es, um unter die besten acht Finalisten zu kommen. Wermutstropfen: Das dritte "Turnados"-Mitglied Katharina Blank verpasste das Finale knapp.
Tobias Eberle (18) ist einer von 19 NWG-Neulingen, die sich ins Halbfinale kämpften. Die "unfassbare gute Leistung" (Köppen) brachte Buschmann auf den Punkt: "Energie, Kraft, Wille - gut!" Dabei hatte der Kommentator den "Frischling" in der Vorrunde noch verkannt: "Sieht aus, als würde er meiner Tochter Mathe-Nachhilfe geben." Verrechnet - Tobias steht im Finale!
"Buschi, wir sind so am A....!", stöhnte Jan Köppen - und so fühlte sich Christian Kristges (32) teilweise im Parcours. Der "verrückte Hund" (Buschmann) trägt das Moderatorenduo auf den Hinterbacken seiner Hose! Aber dem Zwei-Meter-Hünen schien das Kleidungsstück Glück zu bringen. Er hangelte sich ins Finale - und seine Eltern rasteten aus!
"Aaaaaheyaaa!" Tarzans Urschrei kann auch im Finale ertönen! Aber es war eine "Zitterpartie" (Buschmann). Schon an der zweiten Schwungscheibe vergriff sich Michael Siegmund, mit 38 der älteste Halbfinalist. Tarzan musste lange bangen, am Ende wurde er 21.-bester Halbfinalist. Reichte.
Simon Brunner (22) stand schon zweimal im Finale. Er gilt als "Filou des Parcours", neigt zu großer Show und latenter Arroganz. Diesmal war er fokussiert: Er war der erste, der das tückische Trampolin nach dem Tunnelsprung bezwang und zum Erstbesteiger des Pendels wurde. Am Ende zog er als Fünftbester ins Finale ein. Ganz ohne Showmätzchen.
"Dieses Jahr werde ich NWG!" Das ist nicht nur so'n Spruch - René Casselly (22) hat's echt drauf. "Ich hab' Gänsehaut", gestand Buschmann, als René den Kamin emporsprang und als erster Athlet im Halbfinale finishte. "Was 'ne Ansage", grunzte auch Köppen anerkennend. Buschmann: "Der hat allen gezeigt, wo der Bartel den Most holt!"
Leichtgewicht auf der Waage - Schwergewicht im Parcours! Der Hubschrauberpilot Benjamin Reichmann (33) flog unter "Fiiinale"-Rufen des Publikums durch die Hindernisse und wurde vierter (und letzter) Finisher. Köppen ("Hub-Hub-Hubschraubereinsatz!") und Buschmann ("Ab ins Finale, du Hüpffloh!") feierten ausgelassen mit.
Sechs Frauen standen im Halbfinale. Arleen Schüßler (27), schon ein NWG-Urgestein, wurden große Chancen auf einen Finalplatz (Köppen: "Die ist saustark!") eingeräumt. Sie kam zwar weiter als ihr Freund Benedikt (Buschmann: "Boah, die ist stärker als ihr Kerl!"), aber am Pendel nach dem Tunnelsprung ging's ins Wasser. Und das Zittern begann!
Mit Stefanie Noppinger, René Casselly und Simon Brunner ist das ganze Team "Magic Monkeys" (amtierender Team-NWG-Titelverteidiger) im Finale vertreten. Weil es auch Arellen Schüßler schaffte, kommt es nächste Woche auch zum "Showdown der Powerfrauen" um den Titel "Last Woman Standing" - und um die Siegerprämie von 25.000 Euro!
Drama, Drama, Drama! Bruce Darnell (auch RTL) hätte auch mit Siegfried Sperlich (29) mitgelitten. Denn der Beste der Vorrunde scheiterte am Hangelfall - viel zu früh. Wie sein jüngerer Bruder Roy schied er aus. Obwohl beide für magische Momente im Parcours sorgten, gab es diesmal kein Happy End für die zauberhaften Siegfried und Roy ...
"Den hatten wir nicht auf der Rechnung", gestand Frank Buschmann und brüllte dann "Geil! Der geht hoch!" Und das tat Joel Mattli (25) dann auch. Er zog mit Bestzeit ins Finale ein. "Chapeau" (Buschmann), aber es kommt nicht von ungefähr. Joel bereitete sich in der australischen "Ninja Academy" vor. Unbeschriebenes Blatt? Das war mal. So sieht ein Favorit aus!