"Ninja Warrior Germany": Alexander Wurm und Arleen Schüßler siegen in dramatischem Finale

Arleen Schüßler (27) und Alexander Wurm (23) sind das Königspaar der Superathleten. Sie siegten in einem hoch spannenden Finale der athletischen Extraklasse von "Ninja Warrior Germany". Nur: Wurde auch der legendäre Mount Midoriyama bezwungen?

Michael Siegmund war mit 38 der älteste Finalist. Aber der Parcours war zu schwer für "Tarzan" - oder wie Moderator Jan Köppen mit Blick auf sein Outfit meinte: "Das bekannteste Fensterleder Deutschlands." Er scheiterte - und zwar als erster Athlet im Finale - im Radwechsel (Foto).
Wahre Ninja-Krieger kämpfen bis aufs Blut! Herwig Natmessnig (37) gab alles und finishte blutüberströmt, nachdem er mit dem Kopf mit einer Kamin-Klappe (30 Kilo!) kollidiert war. Frisch getackert trat er zur zweiten Runde an. Dort kam er, angefeuert von der Freundin, bis zum Flugweg. Dort kam das Aus.
Stefanie Noppinger (26), die "Drama-Queen aus dem Halbfinale" (Moderator Frank Buschmann), ging als erste von zwei Powerladys ins Rennen. Angefeuert von Drew Drechsel, der im September "American Ninja Warrior" wurde und eine Million Dollar kassierte, kämpfte sie sich bis zu den Schwingflügeln vor. Dort ging sie beim Sprung an den zweiten Flügel baden.
Der Moment der Entscheidung um den Titel "Last Woman Standing"! Arleen Schüßler (27), Kosename "Das Biest", flog an den zweiten Schwingflügel - und ins Glück. Denn damit war sie besser als Stefanie Noppinger, die (unten rechts) sofort sportlich klatschte. Nur: Arleen hatte Steffis Lauf nicht verfolgt und wusste noch gar nichts von ihrem Glück ...
"Diese Frau ist der absolute Wahnsinn!" brüllte Buschmann. Erst am Radwechsel kam für Arleen das Aus, aber das machte nichts. Ihr Freund Benedikt und Laura Wontorra ("Das war der Wettkampf der Supersupersuper-Powerfrauen!") verkündeten: Sie ist die erste "Last Woman Standing" der "Ninja Warrior Germany"-Geschichte und um 25.000 Euro reicher.
Mit den Pop(o)-Stars Buschmann und Köppen auf den Hinterbacken seiner Glückshose ging Christian Kristges (32) in den Final-Parcours. Er hatte sich akribisch vorbereitet auf die "Ninja Warrior Germany"-Saison und acht Kilo abtrainiert.
Den ersten Parcours mit neun Hindernissen mussten die Athleten in fünf Minuten absolvieren - Christian Kirstges benötigte nur knapp vier! "Bärenstarker Typ", lobte Buschmann. In der zweiten Runde scheiterte der Zwei-Meter-Hüne dann am vierten Flugweg-Element, wie viele andere auch. Buschmann: "Der Flugweg killt uns die Top-Athleten!"
"Kämpf! Kämpf!" Buschmann rastete aus, als "Kletteräffchen" (Köppen) Tobias Eberle in Runde eins finishte. Den 18-Jährigen hatte keiner auf der Rechnung gehabt. In Runde zwei war an der doppelten Himmelsleiter (Foto) Schluss. Er wurde nass und bei der Mama ("Ich hatte mir vorgenommen, nicht zu heulen!") die Augen doch noch feucht.
Raus mit Applaus ging es für den Mit-Favoriten Max Spenger. Als Sechstbester hatte er in Runde eins gefinisht, im zweiten Durchlauf unterlief ausgerechnet dem Routinier und Dauergast im Finale ein Flüchtigkeitsfehler. Aus an der Himmelsleiter. Er verabschiedete sich mit einem Rückwärtssalto aus dem Stand.
"Wird er der Hans im Glück?", wortspielte Köppen, als Philipp Hans (25) die zweite Runde anging. Nach souveränem ersten Durchgang setzte am Flugweg allgemeines Stöhnen ein - Philipp schmierte ab. "Wir verlieren den ersten Hans!", rief Köppen - denn Philipps jüngerer Bruder Moritz war ja noch im Rennen ...
"'Ninja Warrior Germany' hat mein Leben verändert", sagt Oliver Edelmann. Er war der erste "Last Man Standing" (2016). Im ersten Parcours war er diesmal Zweitbester. Buschmann atemlos: "Wahnsinn, was der zeigt!". Aber auch für Super-Oli war am Flugweg Schluss. Immerhin: Von allen, die hier scheiterten, kam er am weitesten. Beinahe hätte er es geschafft.
"Ich will immer der Beste sein!" René Casselly, Zirkus-Artist aus Hamburg und zweimaliger Team-"Ninja Warrior Germany"-Sieger steht zu seiner Favoritenrolle. Im Zirkus bändigt er Elefanten - im ersten Parcours war er nicht zu bändigen. Spielerisch leicht wirkte es, wie er durch die Hindernisse schwebte. Als Viertbester wurde er seinen Ansprüchen gerecht.
Aus. Vorbei. Abgstürzt! René Casselly konnte es nicht fassen: Am letzten Flugweg-Element wählte er die falsche Taktik und stürzte ab! "Bitter für mich, Kraft war noch da", schluchzte er fast. Auch Laura Wontorra musste fast weinen. René war so zerknirscht, dass er sogar seine "Ninja Warrior"-Zukunft infrage stellte!
"Der schafft's! Der schafft's!" Buschmann bekam Schnappatmung, als Max Prinz (20) nicht nur den ersten Parcours bewältigte, sondern auch als Erster die zweite Runde überstand. Dann trennten ihn "nur" noch fünf neue Hürden vom Mount Midoriyama. Aber an den Fingerleisten war Schluss.
"Frisch, fromm, fröhlich, frei und beschwingt" (Buschmann) agierte Hubschrauberpilot Benjamin Reichmann (33). Und bockstark! Den ersten Parcours bewältigte er in Bestzeit. Beim zweiten hatte er Probleme, aber erst in Runde drei kam an den Fingerleisten das Aus. Er ging baden - und jubelte trotzdem!
"Was für ein Athlet!", schwärmte Köppen von Moritz Hans (23), dem "Last Man Standing 2017". Er ging so schwerelos durch den Parcours, dass Buschmann "Hühnerpelle" bekam. "Flieg, Moritz, flieg!", kreischte der Kommentator, als der Stuttgarter sowohl Fingerleisten als auch Steckkästen bezwang. Am Stangenflug aber schmierte er kurz vorm Ziel ab. Reichte das dennoch zum Sieg?
"Der geht wieder ganz weit!", war sich Buschmann vor Alexander Wurms Auftritt sicher. Und behielt Recht. Als sei es ein Spaziergang, absolvierte der "Last Man Standing 2018" die beiden ersten Runden. In Runde drei griff er dann an den Holm der Sprungstangen - hier war Moritz Hans gescheitert. Die Entscheidung nahte!
Alex Wurm schaffte einen Sprung mit der Sprungstange. Weil Moritz Hans da schon ins Wasser fiel, wurde Alexander zum Größten! Erstmals in der "Ninja Warrior Germany"-Geschichte gelang einem Athleten die Titelverteidigung. Und wieder gab es 25.000 Euro für Wurm. Moritz Hans (rechts) gratulierte fair. "Ich gönn's ihm, ehrlich. Aber ein Meter! Das ist schon sch....!"
Am Ende jubelten nicht nur die Sieger des Abends, Arleen Schüßler und Alex Wurm, sondern auch die anderen Finalisten, Freunde, Moderatoren und Publikum. Eine hochklassige Staffel ging würdig zu Ende. Nur der Mount Midoriyama blieb nach wie vor unbezwungen. Auf ein Neues im nächsten Jahr!