Es gibt nun wirklich nur zwei Dinge, die sich die Promis des Big-Brother-Hauses merken müssen: unten und oben. Doch nach einem Schweiß-Angriff und einer Spezi-Dusche herrscht schon am zweiten Tag ein heilloses Durcheinander im Container.

Wir haben Tag zwei mal ein wenig geordnet.

Die Spaßvögel:

Dass man beim Blick ins aktuelle Fernsehprogramm eine Menge Humor mitbringen muss, sollte jeder Fernsehzuschauer inzwischen gemerkt haben. Doch auch in der Branche selbst muss man sich den Spaß selber machen, da wird einem nichts geschenkt. Das denkt sich zumindest Stephen Dürr im Untergeschoss und legt des Nachts Streichholzbilder auf den Rauchertisch. Punkt. Keine Pointe.

Noch doller treibt es sein Pendant im Luxusbereich, Ben Tewaag. Nun muss man kein Hasardeur sein, um zu vermuten, dass Sat.1 Ben Tewaag als eine Art Raumerfrischer, Duftnote Bad Boy ins Haus eingeladen hat. Der gute Mann muss ja, glaubt man der Boulevard-Presse, irgendwo zwischen Don Corleone und Kirmesboxer rangieren. Umso enttäuschter dürfte der Sender sein, dass Tewaag seinen Job als "Böser Bube" eher lax angeht.

Um seine Kollegen im Obergeschoss mal so richtig aufzumischen, hat sich Tewaag nämlich überlegt, die Unterbuxen seiner Mitbewohner im Bettkasten zu verstecken. Knaller. Doch sein Plan fliegt schon im Anfangsstadium auf und zu allem Überfluss hat er auch noch seine Spezi auf die Wäschesäcke verschüttet - ein desaströses Bewerbungsvideo für eine Verbrecherkarriere. Mama Glas wird es beruhigt zur Kenntnis genommen haben.

Der Streit:

Im Keller dagegen gibt es Streit um die olfaktorische Grenzwerte in geschlossenen Abwassersystemen oder auch Mief-Beef, wenn man es etwas neudeutscher möchte. Angeführt von Ringer Frank macht nämlich eine kleine Gruppe Sport in den Promi Big Brother-Katakomben. So viel Leibesertüchtigung erzeugt aber Schweiß, was nicht bei allen gut ankommt. Es kommt zur Eskalation, deftige Worte fallen.

Stephen Dürr betrübt so viel Streit: "Diese ganzen Wörter, die die hier losgelassen hat. Das habe ich hier nicht erwartet." Und so sitzt der Stephen traurig im Keller und hält zu Gitarrenmusik die Füße in die Kanalisation.

Die Szene des Abends:

Dass Ben Tewaag nicht so richtig als Bad Boy taugt, hat er schon in den ersten beiden Tagen bewiesen: Klarer Blick, ganze Sätze und er sagt bitte und danke. Als er Isa Jank jedoch gestehen muss, dass er ihre Schlüpfer mit Spezi bekleckert hat, schickt die ihn gleich zum Waschen - nicht ohne den Hinweis, besser generell keine klebrigen Flüssigkeiten im Schlafbereich mit sich zu führen.

Da steht der Ben Tewaag also wie ein kleiner Junge und rubbelt die Spezi aus Isa Janks Wäschebeutel. Mitleiderregender kann ein Gangster-Image nicht zerplatzen und man muss fast Angst haben, dass Tewaag vor lauter Scham nicht auch noch spontanes Nasenbluten bekommt. Morgen lernt er dann noch von Frau Jank, was Zimmerlautstärke ist und dass man beim Kirschenessen kein Wasser trinkt.

Das First:

Was für Angela Merkel ein Neuland ist oder für Captain Kirk unbekannte Welten, das ist für Isa Jank "ein First". Und während unten gestritten wird, macht Jank oben ein First nach dem anderen aus. Dass sie zum ersten Mal mit ihr unbekannten Personen in einem Raum schlafen muss, versetzt die 64-Jährige in Erstaunen, denn „wenn man schon länger auf diesem Planeten ist, erlebt man nicht mehr so viele Firsts“. Mario Basler sorgt indes beim Zuschauer für ein ordentliches First und zeigt, zu welch amtlichen Schnarchen ein Mann mittleren Alters noch fähig ist.

Der Tausch:

Kurz vor Schluss sorgt dann das Spiel des Abends noch unnötig für Verwirrung. Ben Tewaag und Frank Stäbler müssen um die Wette gefrorene Klamotten anziehen. Nach Franks Sieg ist dann unter den Protagonisten nicht ganz klar, wer wohin gehört. Am Ende landen Herr Tewaag sowie die Damen Lugner und Ochsenknecht im Keller, während Frau Dollar Frank Stäbler und Jessica Paszka nach oben begleitet. Und so ist wieder alles beim Alten. Alles unten und oben.