Kennen Sie sich mit Redewendungen aus? Nein? Macht nichts. Es ist schließlich noch kein Meister weit vom Stamm gefallen. Die Bewohner im "Promi Big Brother"-Haus waren an Tag zehn bei Sprichwörtern auch nicht besonders fit. Und dann war da noch die Sache mit Evelyn Burdeckis Brötchen.

Ja, der Gebrauch von Sprichwörtern ist oft Glückssache. Manche meistern das bravourös, andere hingegen offenbaren enorme Schwierigkeiten. Aber eins nach dem anderen.

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Zunächst einmal geht Claudia Obert Tag zehn etwas dezenter an. Offenbar hatte sie am Vorabend ein oder zwei Likörchen zu viel, jedenfalls sieht man sie etwas lichtempfindlich durch die WG tapsen.

Trotzdem liefert sie wieder zuverlässig Sex-Schoten aus ihrem offenbar reichen Liebesleben, was Willi Herren zu rheinischen Weisheiten verleitet: "Die ist halt drüber, die läuft nicht rund."

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Damit ist der Floskel-Reigen eröffnet und Evelyn Burdecki probiert sich auch gleich einmal darin aus: "Es ist, wie wenn man neugeboren ist", freut sich Evelyn in der trockenen Badewanne, dass sie zum ersten Mal im Luxus-Bereich ist.

Das freut einen natürlich für die Evelyn, allen Neugeborenen wünscht man aber im Umkehrschluss sehnlichst, dass sie sich bei ihrer Geburt nicht fühlen, als seien sie gerade im "Big Brother"-Container. So was trägst du sonst dein Leben lang mit dir rum.

Jens Hilbert vs. Steffen von der Beeck vs. Sarah Knappik

Auf der anderen Seite des Tresens herrscht dagegen dicke Luft. Jens Hilbert tritt dort nämlich nichts Böses ahnend in den Außenbereich, wo Steffen von der Beeck irgendetwas mit dem Feuerholz vorhatte und sich dabei durch den Jens gestört fühlte. Worum genau es geht, ist egal, jedenfalls geraten sich die beiden deshalb in die Haare.

Im Verlaufe des Disputs kommt der Hilbert dem von der Beeck aber auf die Schliche, dass der Grund seiner schlechten Laune nicht er, sondern Sarah Knappik ist. Weil die ihn nervt, geht der Steffen von der Beeck ein bisschen auf der Felge, wie er selbst feststellt: "Ich halte sie für einen unehrlichen Menschen."

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Jens Hilbert sieht sich dadurch aber als Prellbock missbraucht: "Du überträgst dein Verhalten auf mich. Du bist mich angegangen", erklärt Hilbert und ergänzt: "Wenn ich nicht ruhig geblieben wäre, hätte es entgleisen können."

"Ja, aber der Auslöser bin nicht ich", will sich Steffen von der Beeck entschuldigend erklären, aber die beiden kommen einfach nicht mehr zueinander: "Sorry, jetzt wird's mir zu viel", will von der Beeck das Redewendungen-Duell beenden, aber es ist an Jens Hilbert hier einen würdigeren Schlusspunkt zu setzen: "Dann nimm doch jetzt bitte deinen Hut und geh!"

Chapeau, die Herren – so geht Redewendung.

Evelyn Burdecki versteckt Brötchen in der Sauna

Die Evelyn Burdecki dagegen steht diesbezüglich noch ganz am Anfang. Und weil aller Anfang schwer ist, kreiert die Evelyn lieber ihre eigenen Wortschöpfungen. Vor allem Backwaren haben es ihr dabei angetan. Und das lief so:

Die Claudia Obert machte wieder einmal Milo Moirés Kunstaktionen zum Thema, vor allem die Vagina-Farb-Eier-Performance. Das kriegt die Obert offenbar nicht verwunden und steckt Evelyn mit ihrer Skepsis an.

Im Sprechzimmer versucht die Blondine Moirés Peformance verbal zu rekonstruieren, hat aber offenbar Hemmungen, das Wort Vagina auszusprechen.

"Dann hat die Claudia erzählt, dass die Milo … wie soll ich das jetzt sagen? Unten? Also dass sie unten aus … wie soll ich das benennen? Brötchen? Also dass sie unten aus ihrem Brötchen halt Sachen rausholt. Eier oder so."

Das beeindruckt Evelyn offenbar: "Also sein Brötchen in der Öffentlichkeit zu zeigen, ist schon 'ne Riesenkunst. Wer traut sich das schon? Natürlich gehe ich in die Sauna, aber da verstecke ich auch mein Brötchen“, erklärt die Evelyn, wie sie es so mit ihrem Brötchen hält.

Was man mit Brötchen in der Sauna macht oder nicht, ist beim abendlichen Pläuschen mit Willi Herren und Steffen von der Beeck dann nicht mehr so wichtig, denn da geht es um Tee. "Wie der Willi sagt: 'In den Tee trinken'", offenbart Burdecki unter Gelächter ihr Redewendungen-Wissen und meint eigentlich "einen im Tee haben".

Im Sprechzimmer erklärt sie den Grund ihrer Wissenslücken: "Ich hab' halt nicht studiert. Ich weiß nicht, ob das was damit zu tun hat, dass man halt diese ganzen Weisheiten nicht weiß."

Genau. So was wissen eigentlich nur Absolventen der Willi-Herren-Universität Köln, Fachbereich Sprichwörter. Was Evelyn bislang unter "Kanal voll haben" verstanden hat, das ersparen wir uns trotzdem an dieser Stelle.

"Messfehler im Duell" - Niemand muss gehen

Um die sprichwörtliche Wurst geht es dann im anschließenden Duell: Ein Mann aus dem "Alles"-Bereich muss gegen einen Kickboxweltmeister um die Wette Melonen zerkloppen.

Die Wahl fällt auf Eloy de Jong und wie der Melonen-Teufel so will, verliert der Eloy ganz knapp und muss in den "Nichts"-Bereich wechseln. Dafür hatte der Kickboxtyp ausreichend Gelegenheit auf seinen baldigen Kampf bei Sat.1 hinzuweisen.

Den Redewendungsreigen beendet an Tag zehn dann Moderator Jochen Schropp. Die Bewohner mussten diesmal Kandidaten aus dem eigenen Bereich nominieren und hatten eigentlich Claudia Obert und Eloy de Jong zur Abwahl durch die Zuschauer bestimmt. Aber irgendetwas ist beim Zeitmessen beim Melonen-Zerhauen wohl schiefgegangen, jedenfalls erzählt Schropp irgendetwas von einem "Messfehler im Duell".

Die Promis dürfte es freuen, denn deshalb muss diesmal niemand das Haus verlassen. Da sind sie also noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Also rein sprichwörtlich.