Die Romanze zwischen Evelyn Burdecki und Willi Herren setzt sich auch am elften Tag fort. Für Hitzewallungen sorgt bei dem Ballermann-Sänger aber etwas anderes. Gleich zwei Luxusladys müssen gehen.

24 Stunden mussten wir zittern - das Warten war beinahe unerträglich. Hatte Eloy de Jong am Sonntag nun tatsächlich beim Melonenzermatschen gegen Kickbox-Weltmeister Michael Smolik verloren? Oder doch nicht? War der Nominierungsaufschub gerechtfertigt oder völlig unnötig?

Zum Glück sorgten die Promi-Big-Brother-Macher schnell für Gewissheit: In der Superzeitlupe war zu sehen, dass de Jong das Nachsehen gegen den Boxer hatte.

Womit eines der größten Rätsel der jüngeren Trash-TV-Geschichte gelöst wäre.

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Somit erfuhren Eloy und Claudia Obert gleich zu Beginn der Sendung, dass sie von ihren Mitbewohnern nominiert worden waren. Wenig später musste die Luxuslady dann ihre Koffer packen.

Da Big Brother aber nicht chronologisch erzählt wird, konnte Obert ihren Mitbewohnern und Zuschauern noch eine ganze Folge lang auf die Nerven gehen.

Obert hat es auf Herren abgesehen

Vor allem Willi Herren wurde wiederholt zu Oberts Opfer. "Willi, du bist ein Lutscher", warf die 55-Jährige dem Ballermann-Sänger vor, weil dieser sich vor dem Melonenzermatschen gedrückt und Eloy vorgeschickt hatte.

Diese Blondine sorgt für Aufsehen im "Promi Big Brother"- Container.

Wenig später machte Obert den früheren Lindenstraßen-Star für ihre fast zweiwöchige Enthaltsamkeit verantwortlich. "Bei mir ist es schon so lang her, dass ich gar nicht mehr weiß, wo man ihn reinsteckt", schimpfte Obert: "Du trittst das Recht der Frauen mit Füßen. Du würdigst mich keines Blickes und nimmst dir dieses Junghuhn."

Mit Junghuhn war natürlich Evelyn Burdecki alias "The Brain" ("Vom Bücherlesen findet man viele Schlauheiten") gemeint, deren Romanze mit Herren sich auch am elften Tag im Container fortsetzte.

Herren scheint das Ganze nicht ganz geheuer, bei Eloy erkundigte er sich, ob die Zuneigung echt oder gespielt sei.

Echtfreundin vs. Containerfreundin

"Sie ist ein Sonnenschein, damit zieht sie mich in ihren Bann", erzählte Willi Herren: "Aber immerhin habe ich draußen ja auch noch meine Echtfreundin. Und ich will nicht, dass die das in den falschen Hals bekommt."

Dafür könnte es schon zu spät sein. Ein mögliches Aufeinandertreffen von Echtfreundin und Containerfreundin hätte glatt das Potenzial für ein eigenes Trash-TV-Format.

Bei Herren wurde es dann auch richtig heiß im Schritt - was aber nicht an Evelyn lag. Der 42-Jährige hatte in der Küche Peperoni geschnippelt und vor dem anschließenden Toilettengang die Hände nicht gewaschen, worauf der kleine Willi Feuer fing.

Breitbeinig und jammernd taumelte Herren durch das Haus, bevor der Schmerz endlich nachließ.

Promi-Challenge sorgt für Streit

So weit, so belanglos. Doch Tag elf hatte auch ein echtes Highlight zu bieten: Die Bewohner mussten sich in einem Spiel auf eine Reihenfolge einigen, wer vor ihnen denn nun der bekannteste Promi sei - was angesichts der relativen Unbekanntheit der diesjährigen Teilnehmer eine gewisse Ironie birgt.

Eloy de Jong, der als Ex-Mitglied der Boyband Caught in the Act immerhin einen soliden, wenn auch verblassten Ruhm vorweisen kann, brachte es auf den Punkt: "Als ich hier reingegangen bin, kannte ich keinen."

Aber natürlich hält jeder der C-Promis sich für einen echten Superstar.

Sarah Kern beanspruchte für sich, die prominenteste Bewohnerin zu sein und wertete damit alle anderen ab. "Claudia Obert kennt man nicht. Punkt!", stellte die Fashionikone vom Shoppingkanal klar.

So viel (oder wenig) kassieren die "Stars" für ihren Container-Einzug.

Luxuslady Obert sah das natürlich anders: "Ich hatte so große Seiten in der 'Bild'-Zeitung. Eine Doku aus Saint-Tropez vor 15 Jahren lief bei N-TV rauf und runter."

Für die anderen Kandidaten hatte Obert nicht viel übrig: "Dieser Caught in die Jeck, wann war das? Vor 20 Jahren? Und diese Nackt-Performerin? Pfffft."

Auch Jens Hilbert ist natürlich ein echter Star. "Ich bin der meist abgedruckte Mann gewesen, im Jahr 20...", sagte der Enthaarungs-Millionär. Wann genau das war, wusste er offenbar selbst nicht mehr.

Sogar Mister Germany meldete Ansprüche an. "Ich bin schon bekannter als so ein Bachelor-Mädel", sagte Dominik Bruntner. Dementsprechend aufgeregt wurde diskutiert, bis die Reihenfolge endlich festgelegt war.

Auch Sarah Kern muss gehen

Geradezu friedlich verlief dagegen der Auszug von Sarah Kern. Die Designerin erhielt nicht genug Stimmen und musste gehen - aber nicht ohne vorher noch eine typische Sarah-Kern-Geschichte zu erzählen.

Im Gespräch mit Jens Hilbert schwärmte sie über die Qualitäten ihres Liebhabers, der doch tatsächlich das "Vater unser" über den Intimbereich tätowiert hat: "Das ist das Frechste, was ich je gesehen habe. Aber nach dem ersten Mal habe ich gesagt: Du kannst es dir erlauben, Baby!"

Herrlich. Sympathieträgerinnen waren weder Claudia Obert noch Sarah Kern. Ihre abenteuerlichen Geschichten werden im Big-Brother-Endspurt aber auf jeden Fall fehlen.