Dem Eis-am-Stiel-Star Zachi Noy passiert im Badezimmer ein Malheur. Während Claudia Obert und Sarah Kern über Silikonbrüste lästern, steht Sarah Knappik an Tag fünf bei "Promi Big Brother" mal wieder im Mittelpunkt.

Christian Stüwe
Eine Kritik
von Christian Stüwe, Freier Autor

Seit das Trash-TV erfunden wurde, mussten die Zuschauer schon einiges ertragen. Paarungswillige Bauern wurden vorgeführt, Promis kauten im Dschungel auf Känguru-Hoden herum und cholerische Hausfrauen tauschten die Familien.

Am Dienstagabend wurde bei "Promi Big Brother" allerdings ein neuer Tiefpunkt des Fremdschämens erreicht.

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Zachi Noy hatte sich in die Hosen gemacht. Und weder er, noch die TV-Macher gingen mit dem Fauxpas sonderlich diskret um. "Alles war voll mit Pipi", erzählte der frühere Softporno-Star und wirkte fast noch ein bisschen stolz dabei.

Bei PBB haben sich alle Bewohner gegen Sarah Knappik verschworen.

Mit dem Föhn habe er seine Kleidung getrocknet. Auf die Idee, etwas Frisches anzuziehen, war er offenbar nicht gekommen. Die Kameras deckten wenig später schonungslos auf, was passiert war.

Nach dem Aufstehen wollte der 64-Jährige die Toilette aufsuchen. Doch die war von Mr. Germany Dominik Bruntner besetzt. Ein Teil des kleinen Geschäfts landete in der Hose, ein anderer auf dem Boden.

Dann pinkelte Zachi Noy kurzerhand in der Dusche zu Ende.

Sarah Knappik glaubt Zachi Noy nicht

Um den Urin auf dem Boden aufzuwischen, nutzte Noy ein Handtuch - und zwar ausgerechnet das von Sarah Knappik. Diese stellte den Big-Brother-Alterspräsident schon bald ziemlich aufgebracht zur Rede.

"Das ist asozial. Das ist ekelhaft. Das ist eine Grenze, die meine überschreitet", schimpfte Knappik etwas umständlich. Noy, der am Montag noch heftig mit Knappik geflirtet hatte, beteuerte mit Hundeblick seine Unschuld.

Doch Knappik glaubte dem Eis-am-Stiel-Star nicht. "Mit dem bin ich durch", ärgerte sich die Trash-TV-Veteranin.

Die Sendungsmacher meinten es jedoch gut mit Noy und halfen ihm, schnell seine Würde zurückzugewinnen.

Wegen einer Challenge musste der Schauspieler für den Rest der Sendung in ein Meerjungfrauen-Kostüm schlüpfen, sein bester Kumpel Willi Herren wurde zur Prinzessin.

Tag fünf bei "Promi Big Brother" 2017: Willi Herren und Zachi Noy als Prinzessinnen

Willi Herren und Zachi Noy müssen sich als Prinzessinnen ausgeben, damit sie wieder Münzen für den "Big Spender" ergattern können. © ProSiebenSat.1

Claudia Obert mag Sarah Kerns "Gummititten" nicht

Als Prinzessin mit blonder Perücke musste der Ballermann-Sänger dann auch in der Live-Challenge gegen Claudia Obert antreten - und verlor in einem Zockerspiel gegen die Luxus-Lady, die deshalb im "Alles" bleiben darf.

Schon zuvor hatte Obert erneut mit zielsicheren Lästereien verblüfft. "Ich steh einfach nicht auf Gummititten", sagte die 55-Jährige und meinte die Oberweite von Sarah Kern.

Kern wiederum hatte wenig schmeichelhafte Worte für die Brüste von Maria Hering übrig. "Mir ist das ein bisschen zu viel", urteilte die Designerin: "Damit wäre ich ein anderer Typ Frau, dann würde ich ein bisschen billiger wahrgenommen werden."

Eloy de Jong mit Gefühlsausbruch

Trotz dieser schlüpfrigen Wortgefechte stand an Tag fünf einmal mehr Sarah Knappik im Mittelpunkt. Streitereien und Gefühlsausbrüche brachten ihr erneut jede Menge Aufmerksamkeit ein. Sehr zum Ärger der anderen Mitbewohner.

Selbst den bislang ziemlich unauffälligen "Caught in the Act"-Sänger Eloy de Jong brachte das auf die Palme. "Du genießt die Opferrolle", ärgerte sich der Star der 90er - was bei Knappik die nächste schwere Krise auslöste.

"Der Eloy ist mein Held, ich habe richtig viel von ihm gehalten. Jetzt halte ich gar nichts mehr von ihm", jammerte die 30-Jährige: "Ich habe das Gefühl, dass ich meinen Partner, meine Familie, meine Existenz verloren habe. Wenn ich hier rauskomme, springe ich von einer Brücke runter. Ich möchte das Projekt verlassen."

In dieser seelischen Notlage eilte Gute-Laune-Onkel Herren zur Hilfe. Der Ex-Lindenstraßen-Star versuchte das Model zu trösten. Allerdings ist selbst Herren nicht ganz von Knappiks Aufrichtigkeit überzeugt.

"Ich habe ihr in die Augen gesehen. In manchen Momenten sah man die echte Sarah. In anderen dachte ich: Die rattert doch was runter", erklärte Herren.

Erinnerungen an das Dschungelcamp 2011

Und Knappik? "Seit ich hier bin, habe ich einen Kurzschluss", weinte das Model. "Ich will nicht in den Mittelpunkt, ich will hier einfach nur raus." Aber am Ende der Sendung war von einem Auszug natürlich keine Rede mehr.

Aufmerksamen Trash-TV-Guckern dürfte die Vorgehensweise bekannt vorkommen. Mit ganz ähnlichen Methoden trieb Knappik im Dschungelcamp 2011 ihre Mitbewohner in den Wahnsinn - und zementierte damit ihren C-Promi-Status.

Aktuell beweist das Model, dass diese Masche auch im Jahr 2017 noch prächtig funktioniert.