Der erste "Tatort" mit Til Schweiger, "Willkommen in Hamburg", polarisiert. Die Reaktionen reichen von "sensationell" bis "grottenschlecht". Auch über Schweiger in der Hauptrolle wird heftig diskutiert - sein Filmpartner Fahri Yardim hingegen erntet durchweg Zustimmung.

"Willkommen in Hamburg" war kein typischer "Tatort": Viel Action, Geballer, ein Kommissar, der eine Mischung aus James Bond und Bruce Willis zu sein scheint und eine futuristische Story. "Hollywood an der Alster" kommt trotz guter Quoten nicht bei allen Zuschauern gut an.

Im Internet häufen sich Beschwerden, die Handlung sei zu unrealistisch, Schweiger nuschele zu sehr und es sei zu viel Blut geflossen. Auf der "Tatort"-Facebook-Seite halten sich die Meinungen die Waage:

  • Mathis van Dorf: "Einfach toll und unterhaltsam. Und alle miesen Kreaturen weggepustet !! Schade, klappt leider nur im Film"
  • Peter Langer Lüdke: "Der beste seit M. Krug."
  • Gunter Bialasik: "Endlich mal was "Neues"!!!!!Unterhaltung-Action-Amüsant-Spannend!!!!Dufte.....weiter so!!!!"
  • Tom Bass: "Keinohrhasen trifft US-Action-Serie und macht dabei nichts richtig"
  • Marion Drees: "Übertriebene Action, an den Haaren herbeigezogene Handlung und durchweg nuschelnde Schauspieler.....dat war wohl nix..."
  • Bettina Block: "Schade um den Tatort - bis jetzt fand ich immer dass man sich am Sonntagabend auf einen schönen Fernsehabend freuen konnte - aber beim nächsten Schweiger-Tatort schalte ich definitiv auf ein anderes Programm."

Nur über Fahri Yardim als Yalcin Gümer liest man ausschließlich positive Kommentare:

  • Christina H-b: "Til Schweiger...Daumen runter, sein Kollege hat mir aber sehr gut gefallen..."
  • Irene Hinderkinck: "Farih Yardim hat mir gut gefallen, der soll bleiben!"
  • Gerard Pothoven: "Fahri Yardim gut, Til Schweiger unglaubwürdig"

Auf Twitter gehen die Meinungen ebenfalls auseinander:

Sarah Kuttner hat am Schweiger-Tatort nichts auszusetzen:

@KuttnerSarah: "Ok, folks. Ihr dürft Euch jetzt bitte nicht wieder so schlimm aufregen, aber: ich find den Tatort ganz gut."

Oliver Pocher macht Anspielungen auf das Product Placement im Film:

@oliverpocher: "Der nächste Tatort sollte der Einfachheit halber direkt im Apple Store spielen!"

User @daniele_rizzo bringt die Meinung vieler Zuschauer auf den Punkt:

"Wer nuschelt so spät durch Nacht und Wind, es ist der Schweiger mit seinem Kind."

Auf "Bild".de verteilen die User Schulnoten von eins bis sechs für den "Tatort" an sich und Til Schweiger als Kommissar, beide Bewertungen liegen durchschnittlich bei der Note zwei.

Einig sind sich viele, dass "Willkommen in Hamburg" parallelen zu "Stirb Langsam" aufweist, weshalb auch die Bezeichnung "Bruce Willis für Arme" in Bezug auf Til Schweiger recht oft zu lesen ist.

Noch drei weitere Folgen sind mit Til Schweiger geplant, der Filmstar möchte einen "Tatort" pro Jahr drehen - zu wenig, um sich als "Tatort"-Kommissar wirklich zu etablieren?