Ob "Das Sommerhaus der Stars" wirklich im Sommer im Fernsehen zu sehen wird, war wegen der Corona-Pandemie lange unsicher. Nun hat RTL-Chef Jörg Graf bestätigt, dass die Show im Sommer kommen wird – und den Drehort verraten.

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Die Coronavirus-Pandemie hat vielen Dreharbeiten für TV-Shows einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch bei RTL liegt einiges auf Eis. Man müsse nun viel für Formate organisieren, "die wir sonst eigentlich im Ausland produzieren", sagt RTL-Chef Jörg Graf im Interview mit "DWDL.de".

Dazu gehören das "Sommerhaus der Stars" und auch "Die Bachelorette". Beim "Sommerhaus" gebe es bereits konkrete Vorbereitungen. Die neue Location in Deutschland sei die Stadt Bocholt in Nordrhein-Westfalen.

Jörg Graf: "Bocholt kann genauso viel Spaß machen wie Portugal"

"Bin gespannt, wie es funktionieren wird, aber glaube, dass es beim 'Sommerhaus der Stars' nicht auf die exotische Kulisse ankommt, weil das Format extrem Cast-driven ist", sagt Graf.

"Wenn da Persönlichkeiten aufeinanderprallen, dann bin ich mir sicher: Bocholt kann genauso viel Spaß machen wie Portugal."

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Zukunft für "Die Bachelorette", "Ninja Warrior Germany" und "Das Supertalent"

Auch für andere Formate gibt es gute Nachrichten: "Die Bachelorette" soll laut Graf in Griechenland produziert werden. "Im Augenblick glauben wir, dass wir das hinbekommen", erklärt er. "Allerdings wird die 'Bachelorette' dieses Mal dann nicht im Sommer, sondern erst später bei RTL zu sehen sein."

"Ninja Warrior Germany" werde seit vergangener Woche außerdem in Köln statt Karlsruhe produziert. "Auch das Supertalent kann produziert werden", verspricht der RTL-Chef.

Gibt es Corona-bedingt Programmänderungen?

Corona-bedingt komme es im zweiten Halbjahr 2020 zu Programmänderungen – allerdings nicht "in der Information und Unterhaltung", wie Graf betont. "Wir arbeiten daran, alles umsetzen zu können, was wir uns vorgenommen haben."

"Wer am 31. Dezember zurückblickt, wird feststellen, dass die Vielfalt im Programm so gegeben war wie sonst auch", verspricht der RTL-Chef. Eine große Ausnahme gebe es jedoch: die Fiction. "Die Drehverschiebungen beziehungsweise -stopps haben uns hier ordentlich Probleme bereitet. Das ist bei RTL ja im Wesentlichen der Donnerstag. Da können wir den Zuschauerinnen und Zuschauern 2020 nicht so viel Neues bieten wie wir es geplant hatten", erklärt Graf.

Mehr Wiederholungen im zweiten Halbjahr

Normalerweise würde RTL den Abend umprogrammieren. "Wir hätten auch keinen Mangel an Ideen, aber aufwendige Neustarts machen einfach keinen Sinn, solange die Werbekunden sich Corona-bedingt so zurückhalten", sagt der Senderchef. "Sobald der Markt anzieht, sind wir am Start. Bis dahin wird man ein Meer an Wiederholungen im zweiten Halbjahr sehen."

"Es gibt wirtschaftliche Auswirkungen der Coronakrise und wir wollen an den Informationsprogrammen und großen Unterhaltungsformaten festhalten", erklärt er weiter. "Deshalb nehmen wir an anderer Stelle bewusst Einsparungen vor und steuern gegen die Krise, auch wenn das Marktanteile kostet." (tae)  © 1&1 Mail & Media/spot on news