"Ich wollte nicht heulen": "Supertalent"-Duo rührt zu Tränen

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In der fünften Ausgabe der RTL-Casting-Show "Das Supertalent" bekam Dieter Bohlen von allen Seiten die volle Ladung ab. Zaubertricks mit Würgereiz, eine Gurkenesserin und viele Rollen Klopapier mitten ins Gesicht. Doch es gab auch einen Auftritt, der alle wahrhaft bewegte ...

Eigentlich fing alles völlig harmlos an: Der selbsternannte "Erfinder" Marty Putz aus Kanada zeigte eine recht witzige Comedy-Einlage mit unerwarteten Elementen. Bei seiner Slapstick-Show blieb kein Auge trocken ...
Aus diesem Grund hatte er vorsorglich eine Klorollenmaschine mitgebracht. Die volle Ladung Papier zum Trocknen der Tränen bekam Dieter ab. "Das Scheißhauspapier ist ja schon bisschen hart, wenn man das im Gesicht hat", sammelte er sich. "Er hat indirekt damit gesagt, dass er mein Gesicht scheiße findet."
War das ein glatter Griff ins Klo? Ganz im Gegenteil: Dieter Bohlen bewies Humor. "Ich konnte über jede Sache lachen. I liked it." Das Lachen sollte ihm jedoch schon bald wieder vergehen ...
Beispielsweise beim Freestyle-Tänzchen von Athanasios Tzaras auf den Song "What A Feeling". Der wusste schon, warum er die Jury mit Geschenken bestechen wollte. Doch es half nichts. Dieters Fazit: "Jeder sollte das machen, was er am besten kann. Du solltest am besten nix machen."
Höchst skurril ging es weiter: "Ich esse heute für euch Gurken", kündigte Kathleen Walther an. Gesagt, getan. Hatte sie Talent? Für Sylvie Meis definitiv nicht: "Da sind keine Gefühle rübergekommen."
Es kam aber noch schlimmer: Mary-Noelle Dupuis drehte im selbstkreierten Kostüm auf der Bühne komplett durch. Unverständnis bei der Jury. "Aufm Kopf hat sie einen Vogelkäfig, wo der Vogel reingehört", war alles, was Dieter dazu noch einfiel.
Andre Schimmel hatte es ebenfalls auf Dieter abgesehen. Bei seiner DSDS-Teilnahme hatte er dem Juror versprochen, mit einem Hit zurückzukommen. Ob sein Sommer-Song "Dumm" wohl dieser Hit war? Die Jury war sich absolut einig: niemals! Der coole Beat animierte Sylvie trotzdem zum Mittanzen.
Diese tierische Einlage war ungewöhnlich: "Wir hatten noch nie Katzen. Das find ich ja geil", freute sich Bohlen auf die Katzen-Dressur von Anelya Roslyakova. Allerdings zu früh, denn ihre Show fand einfach kein Ende. "Fertig? Gott sei Dank", war Bruce erleichtert, als er den Katzenjammer überstanden hatte.
Die Überraschung des Abends war Trigger Happy: Der Bankkaufmann präsentierte eine körperbetonte Burlesque-Comedy. "Du bist abgegangen wie eine Rakete. Ich hab's genossen", fand Sylvie Meis Gefallen an seinen männlichen Rundungen.
Ähnlich abgedreht war Kieron Johnsons Nummer: "Ich benutze Wasser, um Gegenstände hochzuwürgen." Aha. Bruce Darnell sollte ihm dabei zur Hand gehen - aber nur sehr widerwillig: "Mir ist so schlecht!" Dafür war Dieter begeistert: "Komm, das is geil!"
Als Kieron jedoch direkt vor Dieters Augen eine Münze aus dem Schlund würgte, kam ein kurzer Moment des Ekels. "Es ist kein Fake. Ich weiß ja nicht, ob das ein Supertalent ist, aber es war interessant", stellte Bohlen zufrieden fest.
Es gab jedoch auch emotionale Momente: Rachel, die Tochter von "Lindenstraße"-Star Rebecca Siemoneit-Barum, zeigte grazile Luft-Akrobatik im goldenen Käfig. "Wow. Wahnsinn!", fand Bruce. Dieter hatte gleich beim Anblick der jungen Artistin ein Ja gebuzzert: "Da kam richtig was rüber."
Ein weiteres Highlight der Casting-Show: Der 16-jährige Pianist Michael spielte seine eigene Komposition am Klavier vor. Sein Talent bekam er in die Wiege gelegt: Er ist der Ur-Ur-Ur-Enkel des berühmten Komponisten Franz Liszt.
Bruce war tief berührt: "Es war magisch. Es war wahnsinnig intensiv und ganz toll." Sylvie stimmte ihm zu: "Für mich war das ein unglaubliches Geschenk, das du uns gerade gegeben hast." Von Dieter gab's ebenfalls ein klares Ja.
Den Tränen-Moment erzeugten Marisa und Piotr. Das ungewöhnliche Tanzpaar zeigte voller Anmut ein Stück über die Liebe. Der Hammer: Sie war früher mal gelähmt, er sitzt für immer im Rollstuhl.
"Ich hatte nicht vor zu heulen, aber das hat mich so bewegt", ließ Bruce seinen Tränen freien Lauf. Die beiden Tänzer kamen natürlich weiter.
Das Artisten-Trio Step Out wollte sich mit dem Schleuderbrett ins Finale katapultieren. Der Plan ging auf, denn die atemberaubende Akrobatiknummer der drei ansehnlichen Herren verfehlte ihre Wirkung nicht.
Für Sylvie Meis stand sehr schnell fest: "Eure Ausstrahlung: So witzig und charmant. Und eine Akrobatik, die ich so noch nie gesehen habe!" Dafür drückte sie sogar den goldenen Buzzer und schenkte ihnen damit den sicheren Einzug in die Final-Show.