Immer noch ein "Riesen-Sänger": Emotionale Rückkehr bei "Das Supertalent"

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Er hatte Dieter Bohlen schon einmal von seinem Talent überzeugt: Das allerdings war vor fast 14 Jahren. Nun trat Mike Leon Grosch nach Jahren in der Versenkung wieder im Fernsehen auf.

Erkennen Sie diesen mittlerweile etwas ergrauten Herrn? Vor beinahe 14 Jahren, 2006, war Mike Leon Grosch Finalist bei "Deutschland sucht den Superstar". Damals wie nun bei "Das Supertalent" der Ober-Juror: Dieter Bohlen. Aber Grosch wollte jemand anderem beweisen, dass er ein guter Sänger sei.
Groschs Auftritt für Tochter Ruby wurde herzzerreißend. Er sang "Ich fühl wie du" von Peter Maffay. Sarah Lombardi, selbst Mutter, fühlte am Jurypult mit. "Ich hatte überall Gänsehaut", sagte sie später bei der Bewertung. Bohlen indes attestierte Grosch, er sei ein "Riesen-Sänger". Und er wird wieder zu hören sein. Grosch kam weiter.
Da konntest' zunächst Angst kriegen, echt wahr! Die HipHop-Truppe "Couture Crew" aus Basel tanzte den "Tanz des Todes". "Ihr hattet wirklich Drive und Power. So stelle ich mir den Tod vor", urteilte Dieter Bohlen. Die gesamte Jury beförderte die Crew eine Runde weiter.
Auch irgendwie um ein Ableben ging es bei "Lycia". Es hieß, sie sei 92 Jahre alt. Tatsächlich aber steckte hinter der Maske Anna Senger aus Tel Aviv in Israel. Und die 32-jährige Piano-Künstlerin spielte sich die Seele aus dem Leib.
Aus der Verwunderung nicht mehr heraus kam Sarah Lombardi. "Über Kopf Klavier zu spielen, und das auf zwei verschiedenen Flügeln", da staunte sie. Bruce Darnell interessierte anderes: "Are you doing this hauptberuflich?", fragte er. Ja, die Israelin wurde mit vier Jahren ans Piano gesetzt.
Ihn "schmachtete" gerade Sarah Lombardi besonders an. Sven Böker aus Bad Oeynhausen zeigte aber auch sehr erstaunlich, wie er sich verrenken kann. "Ich fand's einfach wahnsinnig, wie du deinen Körper unter Kontrolle hast", lobte Lombardi den Handstandakrobaten. Und keine Sorge, Sarah: In der kommenden Runde gibt es ein Wiedersehen.
Pantomime Rocco Menzel faszinierte derweil mit seiner Darstellung einer Begegnung mit einer Qualle. Dieter Bohlen mag die Nesseltiere gar nicht. Sie haben ihn wohl gequält auf seiner Lieblingsinsel. Der Juror: "Diese Feuerquallen auf Mallorca nerven, die da ewig sind. Und das tut sauweh, wenn dich eine erwischt". Menzel aber ließ er weiter.
"Bitte nicht nachmachen", warnte RTL. Die Zuschauer sind auch kein "Biba Elektrik". Der Serbe Slavisa Pajkic behauptete, ihm schade lebensgefährlicher Strom nicht. Und er bewies es. Er entzündete ein Wattestäbchen in Darnells Hand. Bohlen hatte indes Sorge um den Kollegen "Ich dachte, du wirst noch ein bisschen dunkler", so sein politisch inkorrektes Statement.
Es gehört zum "Supertalent" nun mal dazu, dass nicht alle glänzen. Bei "Biba Elektrik" ging der Jury kein Licht auf. Und auch Michael und Pascale Freeman überzeugten nicht. Ihre Hundedressur mit Königspudel und einem Jack-Russell-Terrier empfand Bohlen zu "old-fashioned". Sein Urteil lautete: "Das sieht so ein bisschen nach altem Zirkus aus."
Und sie hat es wieder in die Show geschafft: die gefürchtete "Bauchrolle". Diesmal schälte Stefan Chone aus Braunschweig sich zunächst aus dem Kofferraum eines Trabbis. Bei seinem Körpervolumen an sich eine erstaunliche Leistung! Als er begann, das Auto angeblich sexy zu waschen und dabei seinen Bauch zu kreisen, war der gute Eindruck wieder dahin.
Sarah Lombardi ist in dieser "Supertalent"-Staffel ja frisch in der Jury. Und sie kannte die "Bauchrolle" wohl noch nicht. Gefährlich nah ließ sie Chone an sich ran. Dieser hatte eine ungewöhnliche Bitte. "Meine Hand ist so schaumig", sagte er. Und Lombardi ließ seine Flossen tatsächlich trocknen - am Saum ihres doch knappen Kleides.
Die "Bauchrolle" bekam noch einen weiblichen Gegenpart: Carmen Mon Oxide aus England machte sich nicht nur sehr nackig. Sie präsentierte auch ein Spielzeug. "Ist das ein Maiskolben oder ein Vibrator?", fragte Bruce Darnell. Letzteres war richtig. Doch der Juror hatte das Stück da schon in seiner Hand. Er wollte es schnell wieder loswerden.
Nach einer Abfolge von Peinlichkeit musste es kommen: das "Superkind". Der achtjährige Mirko Casella aus Italien tanzte mit einigen doch unbeholfenen Bewegungen. Die Jury übersah ihm das gnädig. Bruce Darnell lobte: "Wir hatten noch nie jemanden gehabt, der kann tanzen mit acht Jahren Contemporary."
Der kleine Mirko erweckte wohl die mütterlichen Gefühle Sarah Lombardis. Weil sie nach eigener Aussage kein Italienisch könne, musste sie unbedingt ein Zeichen setzen. "Und dieses verstehst dann auch du", sagte sie. Sie stürmte zum Goldenen Buzzer. Mirko durfte ins Finale und Lombardi von Herzen knuddeln und umarmen.
Und hier noch ein Tipp für mögliche Kandidaten kommender "Supertalent"-Staffeln: Probiert es erst gar nicht mit Jonglieren, wie Alan Sulc aus Prag es getan hatte. Zumindest so lange, wie Bohlen der Ober-Juror ist. Seine Kritik: "Ich habe da eine doppelte Blockade: Es ist immer dasselbe. Der eine kann's schneller, der andere macht's langsamer."
Bei ihm stockte allen der Atem: Kenny Thomas zeigte irrsinnig gefährliche Aktionen auf seinem Motorrad. "Der ist nur zwei Zentimeter neben dem Körper seiner besten Freundin gelandet", staunte Sarah Lombardi. "Man hat gesehen, die arme Person auf dem Boden hatte richtig Angst", bestätigte so auch Dieter Bohlen.
Die Motorrad-Stunts des Franzosen Thomas inklusive Salti auf engstem Raum waren der Action-Höhepunkt der Folge. Weitere "Talente" sind bereits kommenden Samstag, 9. November, 20.15 Uhr, wieder bei RTL zu sehen.