Das Supertalent 2018: Mann isst Kaktus

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Dieter Bohlen, Sylvie Meis und Bruce Darnell suchen mal wieder ein Supertalent. Ob das diesmal der junge Mann wird, der auf der Bühne einen Kaktus verspeiste? © teleschau - der mediendienst GmbH

Zwischen Herzkasper und Herzenswärme: Die zwölfte Staffel des RTL-"Supertalents" ist mit einem bunten Mix aus Künstlern, Talenten und Reinfällen gestartet. Wer glaubt, die wiedervereinigte Jury (Bohlen, Darnell und Meis) würde all das mittlerweile gelassen an sich vorbeiziehen lassen, irrt: Auch diesmal wurde auf den Jurorensesseln gelacht, gejapst und geweint. Wer trieb Bruce die Tränen in die Augen? Wer entfachte Sylvies Mutterherz? Und wer Dieter Bohlens Beschützerinstinkt? Die Galerie verrät es.
Da war sie also wieder, umringt von ihren Lieben: Sylvie Meis zwischen Bruce Darnell und Dieter Bohlen. Doch Zeit spielt offenbar keine Rolle in diesem Kosmos - Dieter Bohlen begrüßte die 40-jährige Moderatorin und Mutter zum Auftakt der zwölften Staffel mit den Worten: "Kleines Mädchen, wie geht's dir?"
Ist da was kaputt? Hannes Herrmann rückte mit einem Fahrrad ohne Sattel an. Aber keine Sorge, das gehört so: Herrmann ist Trial-Biker, überwindet also Hindernisse per Fahrrad. Oder fährt damit über Balkonbrüstungen. Nach einer Reihe spektakulärer Stunts drückte der Student mithilfe seines Vorderreifens selbst auf den grünen Buzzer - und katapultierte sich in die nächste Runde.
Schwarzer Gurt und weiße Zähne: Kemal Karaman wollte Sylvie mit einer roten Rose und die Jury mit seinen Tae-Kwon-Do-Künsten beeindrucken. Beides gelang nicht so wirklich. Immerhin: "Als Kämpfer ist man es gewohnt, mit Niederlagen umzugehen." Als Frauenheld offenbar auch. Der Arme!
Die zwölfjährige Xenia und die 14-jährige Anna bekamen schon vor ihrem Auftritt Besuch von Sylvie, mit der ein bisschen die Hormone durchgingen: "Mein Mutterherz geht so wwwummm auf!" Aber auch das Publikum - wahrscheinlich ohne Muttergefühle - konnten die beiden mit ihrem ebenso wagemutigen wie präzisen Akrobatik-Act beeindrucken.
Der Russe Artem stammt aus einer Magierfamilie. Dementsprechend routiniert und charmant war sein Auftritt. Für ihn und sein vorwitziges Taschentuch ging es direkt in die nächste Runde.
Gisela Demmelmeyer rückte mit Divenrobe und Größenwahn zum Casting an. Zum Glück entdeckte Dieter Bohlen plötzlich sein Herz und coachte die sympathische, aber leider eben völlig talentfreie Dame durch ihren Auftritt. Freunde der Fremdscham durften sich freuen: Alleine schon für ihr Durchhaltevermögen bekam die 74-Jährige zweimal "Ja" - und durfte somit in die nächste Runde.
Auch Altersgenossin Isra Indra wollte mit 74 nochmal auf die große Bühne. Die Artistin im Ruhestand warf ihre Messer auf die eigene Enkelin unheimlich schnell, unheimlich präzise und unheimlich ... unheimlich. Obwohl die Jury sich ordentlich gruselte, gab es dreimal "Ja" und damit den Einzug in die nächste Runde.
Die "Dry Dudes" wiesen eine gewisse Ähnlichkeit mit Ed Sheeran auf: Freundlicher Gitarrenpop inklusive rothaarigem Sänger. Das Erfolgsrezept ging auch auf der "Supertalent"-Bühne bestens auf, die beiden dürfen auch in der nächsten Runde wieder antreten.
"Strongman" Tulga jonglierte erst mit einem Telefonmast, bevor er die beiden Juroren Bruce Darnell und Dieter Bohlen kurzerhand mitnahm und die zwei eine Runde Kettenkarussell fahren ließ. "Ich habe so einen Spaß gehabt", sagte Darnell. Wahrscheinlich hofft er auf eine Wiederholung in der zweiten Runde.
Als Moderator Daniel Hartwich Kandidatin Emiria nach ihrem Alter fragte, erfuhr er zunächst ihren Namen, dann ihren Wohnort und bekam schließlich eine Nackenmassage verpasst. Die Südafrikanerin trat beim Supertalent mit ihren Massagekünsten an, wofür sich Dieter Bohlen bereitwillig als Opfer hergab ...
... und dann auch angemessen überrascht tat, als sich Emirias Massage-Talente auf eher unorthodoxe Weise Bahn brachen.
Eine echte Überraschung war der gelernte Bäcker Andreas Maintz: Die rheinische Frohnatur entpuppte sich als mitreißender Breakdancer. Das brachte ihm einen goldenen Buzzer vom mal wieder in Tränen aufgelösten Bruce ein.
Eine echte Eisprinzessin? Der Auftritt von Olga Podluzhnaia aus Sibirien dürfte Disney-Fans in helles Entzücken versetzt haben. Doch von sibirischer Kälte war nichts zu spüren bei ihrem ungewöhnlichen Auftritt.
Mit dem sibirischen Nationalinstrument, ihrer Maultrommel, und fetten Beats begeisterte die 32-Jährige die Jury. "Endlich mal was Neues", waren sich alle drei einig - und schickten die Elektro-Schamanin in die nächste Runde.
Wieso, weshalb, warum? Das fragte sich so manch einer, der diesen Auftritt mitansehen musste. Jeffabel war eigens aus Australien angereist, um vor der Jury unter deutlichen Schmerzen einen Kaktus zu essen. Au Backe - und ab in die nächste Runde.