Susan Sarandon: Ein Leben zwischen Hollywood, Liebschaften und Aktivismus

Susan Sarandon gehört seit Jahrzehnten zu Hollywoods A-Liga. Dabei ist sie ganz zufällig durch ihre erste große Liebe zur Schauspielerei gekommen. Anlässlich ihres 73. Geburtstages zeigen wir, was sie daraus gemacht hat. © spot on news

Susan Sarandon gehört mittlerweile zweifellos zu den ganz Großen in Hollywood. Dabei hatte sie eigentlich nicht viel übrig für die Schauspielerei. Ihre Karriere hat sie deshalb vor allem einem zu verdanken: Chris Sarandon. Bei einer Theateraufführung 1964 lernt sie den Schauspieler kennen und lieben. Er ist es, der sie vor die Kamera zieht und ihr bei der Hochzeit 1967 seinen Namen gibt, unter dem sie bis heute berühmt ist.
1970 sprechen sie gemeinsam für den Film "Joe – Rache für Amerika" vor. Während Chris abgelehnt wird, ergattert Susan die Hauptrolle. Der Beginn einer ganz großen Karriere, die die Ehe leider nicht überlebt. 1979 lässt sich das Paar scheiden. Mittlerweile ist Chris Sarandon mit Schauspielerin Joanna Gleason verheiratet.
Ihren ersten großen Kino-Erfolg landet Susan schließlich 1975 mit dem Film "Die Rocky Horror Picture Show". In der Kinofassung des Musicals übernimmt sie die Rolle der "Janet Weiss".
Mit ihrer Rolle als Bedienung im Film "Atlantic City, USA" wird Susan Sarandon erstmals für einen begehrten Oscar als Beste Hauptdarstellerin nominiert, kann sich am Ende allerdings nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen.
Ihren endgültigen Durchbruch schafft sie 1987 in "Die Hexen von Eastwick" an der Seite von Jack Nicholson, Cher (li.) und Michelle Pfeiffer. In der Romanverfilmung von John Updike mimt sie die Musiklehrerin Jane Spofford, die dem diabolischen Daryl Van Horne (Nicholson) verfällt.
1985 wird Susan Sarandon zum ersten Mal Mutter: Tochter Eva Amurri, die selbst Schauspielerin ist und schon mehrmals mit ihrer berühmten Mutter vor der Kamera stand, stammt aus der Beziehung mit dem italienischen Filmregisseur Franco Amurri.
Beim Dreh zu "Annies Männer" 1988 lernt Susan Sarandon schließlich Schauspieler Tim Robbins kennen. Sie verlieben sich und bekommen zwei Kinder: Sohn Jack (1989) und Sohn Miles (1992) (re.). Vor den Traualtar tritt das Hollywood-Paar jedoch nie, 2009 trennen sich die beiden.
Ihre Rolle in "Thelma und Louise" an der Seite von Geena Davis 1991 ist bis heute eine ihrer bekanntesten. Die Darstellung einer kriminell gewordenen Kellnerin bescherte ihr ihre zweite Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin.
Den begehrten Goldjungen sollte sie jedoch erst 1996 gewinnen: An der Seite von Sean Penn überzeugt Susan Sarandon in "Dead Man Walking - Sein letzter Gang" (1995) und wird endlich als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Im Jahr 2002 wird ihr schauspielerisches Können endlich auch mit einem Stern auf dem berühmten Hollywood Walk of Fame gewürdigt.
Susan Sarandon ist aber nicht nur vor der Kamera aktiv, sie engagiert sich auch seit Jahren politisch und gesellschaftlich. Im Jahr 2000 wird sie sogar einmal bei einer Demo gegen das harte Vorgehen der amerikanischen Polizei verhaftet. Mit Jung-Schauspielerin Holly Eisenberg rührt sie 2001 die Werbetrommel für eine Charity-Aktion, die Gelder für individuelle Kinder-Projekte sammelt.
2007 demonstriert sie zusammen mit dem damaligen Lebenspartner Tim Robbins und Schauspiel-Kollegin Jane Fonda gegen den Irak-Krieg und die Politik des damaligen US-Präsidenten George W. Bush. Zudem engagiert sich Susan Sarandon seit Jahren für die Legalisierung von Cannabis. Bei der Präsidentschaftswahl der Vereinigten Staaten von Amerika 2016 unterstützte sie tatkräftig Jill Stein, die Kandidatin der Green Party.