Ein besonders bedrückender Fall beschäftigte Leitmayr und Batic am Sonntagabend im Münchner "Tatort". In der 80. Folge der Münchner TV-Ermittler geht es um einen brutalen Doppelmord, Kindesmissbrauch und eine Puppe, die dem Täter Zugang zu seinen Opfern verschafft. Doch wie realistisch ist die Geschichte? Vier Fragen und Antworten zum neuen "Tatort".

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Im "Tatort: Wir kriegen euch alle" müssen die Münchner Ermittler Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) einen Fall von Kindesmissbrauch und einen besonders brutalen Doppelmord aufklären.

Die TV-Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr sind ratlos, erst recht, als sie auf der Überwachungskamera einen Weihnachtsmann sehen, der in der Mordnacht durch den Garten schleicht und offenbar problemlos ins Haus gekommen ist. Wer hat ihm die Tür geöffnet?

Später wird klar: Die kleine Tochter Lena hat den Täter ins Haus gelassen - er hat sie mithilfe einer harmlos aussehenden Kinderpuppe dazu überredet.

Gibt es solche smarten Puppen wirklich?

Ja, es gibt sie - und technisch wäre ein Fall wie im "Tatort" durchaus möglich. Vor gut zwei Jahren sorgte die Puppe "Cayla" für Aufsehen. Per Funk ans Internet angebunden, sollte sie sich mit niedlicher Kleinmädchenstimme unterhalten können. Doch "My Friend Cayla" wurde in Deutschland als potenzielles Spionagegerät verboten.

Außerdem gab es Befürchtungen, Hacker könnten über die Puppe mit Kindern Kontakt aufnehmen. Eine unheimliche Vorstellung, die im "Tatort" aus München Wirklichkeit wird.

Doch nicht nur Smart-Puppen machen den Experten Sorgen. Die Bundesnetzagentur verbietet den Verkauf von Kinderuhren mit Abhörfunktion, die Gespräche mitschneiden und verschicken können. Auch Staubsaugerroboter mit eingebauter Kamera sieht sie kritisch, wenn diese Bilder und Filme über WLAN oder Bluetooth versenden.

Was denkt Darsteller Nemec über das Thema?

"Wenn ich mittlerweile in ein iPad schaue, denke ich, es guckt einer heraus und beobachtet mich. Diese Angst, dass man irgendwie unter Kontrolle gestellt wird, ist groß. Ich möchte keinen Überwachungsstaat haben", sagt der Münchner Schauspieler und Batic-Darsteller Miroslav Nemec dem Bayerischen Rundfunk dazu.

Er habe den Fall daher direkt nachvollziehen können.

Woher kennt man die prominenten Nebendarsteller im Krimi?

Für den 80. Fall des Münchner Ermittler-Duos hat der Sender einen beeindruckenden Cast aufgeboten: Neben den Kommissaren waren unter anderem Thomas Limpinsel (geb. 1965, "Wackersdorf") als Leiter einer Selbsthilfegruppe zu sehen, sowie Martin Feifel (54, " Die Welt der Wunderlichs") als Mitglied dieser Gruppe und Jannik Schümann (25, "Jugend ohne Gott") als Millionärssohn und kaltblütiger Killer. Michael Kranz (35, "Hindafing") hatte als dauerkiffender Nachbar die Lacher auf seiner Seite.

Und wie geht es nach dem 80. Fall weiter?

Der "Tatort: Wir kriegen euch alle" war der 80. Fall der Münchner – und glücklicherweise ist noch lange kein Ende in Sicht.

Im August wurde der "Tatort: Die ewige Welle", so der Arbeitstitel, in München und Umgebung gedreht und spielt in der Münchner Eisbach-Surfer-Szene.

Seit Mitte Oktober wird außerdem an Fall Nummer 82 mit dem Arbeitstitel "Tatort: One Way Ticket" gearbeitet. Die Hauptkommissare Batic und Leitmayr stoßen hier auf ein Schmugglerkartell, das von Nairobi aus operiert und harmlos wirkende Rentnerinnen und Rentner als Kuriere einspannt. (ili)  © spot on news

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"Tatort": Welche Kommissare wo ermitteln

Immer wieder sonntags begeistert der "Tatort" Millionen von TV-Zuschauern. Am 5. August meldet sich die Kult-Krimireihe aus der Sommerpause zurück. Diese 22 starken Ermittler-Teams gehen dann wieder auf Verbrecherjagd.