Bereits zum siebten Mal gehen Christian Ulmen alias Lessing und Nora Tschirner alias Kira Dorn in Weimar auf Verbrecherjagd. Im neuesten "Tatort: Die robuste Roswita" lösen sie mal wieder einen skurrilen Kriminal-Fall, diesmal den Mord an einem Kloß-Fabrikanten. Und wie immer tauchen nach dem Abspann einige Fragen auf.

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Woher kennt man eigentlich Mogli alias Roswita?

Sie ist die eigentliche Hauptdarstellerin der neuesten Weimar-"Tatorte", was sich nicht nur am Filmtitel "Die robuste Roswita" ableiten lässt. Mit einer unglaublichen Präsenz verkörpert die 43-jährige Milena Dreißig die unter Gedächtnisverlust leidende Roswita Hassenzahl, alias Mogli.

Doch woher kennt man nochmal dieses Gesicht?! Richtig: Dreißig spielte Schirmchen in insgesamt 26 "Stromberg"-Folgen und in "Stromberg – Der Film". Als Jennifer Schirrmann geht sie dort eine Liaison mit Bernd Stromberg (gespielt von Christoph Maria Herbst) ein.

Wurden die Fabrik-Szenen tatsächlich in einem Kloß-Betrieb gedreht?

Ja, tatsächlich! Die besagten Szenen wurden bei Heichelheimer gedreht, der Thüringer Kloßmanufaktur im gleichnamigen Ort Heichelheim bei Weimar. Dabei musste sich sogar das gesamte Filmteam in Schutzkleidung werfen, damit die Hygienebestimmungen eingehalten werden konnten.

Die thüringische Gemeinde ist seit vielen Jahrzehnten für seine Kartoffeln und Klöße bekannt. Dort gibt es neben dem alljährlichen Kartoffelfest auch eine Kartoffelkönigin und tatsächlich auch ein Kloßmuseum.

Gibt es den Soßkloß wirklich?

Im Film erfindet Roswita den Soßkloß, einen Kloß, in den die dazu passende Soße gleich eingearbeitet ist. Ein Schnitt durch den Kloß und schon verbreitet sich die dunkle Soße auf dem ganzen Teller.

Klingt eigentlich ganz lecker und sinnvoll, in der Realität gibt es diese Variante aber bislang noch nicht. Das bestätigt auch der Heichelheimer-Chef Fritjof Hahn in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. Die Idee sei aber gar nicht so neu: "Das ist technisch möglich. Wir prüfen die Vermarktungsmöglichkeiten bereits seit Jahren für den Einzelhandel."

Was sagt der Regisseur zu "Die robuste Roswita"?

Der "Tatort"-Fachmann Richard Huber übernimmt bereits zum zweiten Mal die Regie in Weimar. Für den Grimme-Preisträger ist es damit schon fast familiär: "Wir hatten in ähnlicher Konstellation schon 2015 den 'Irren Iwan' gedreht, dadurch war die Freude aufeinander groß und vor allem ehrlich. Und das Hotelzimmer war auch dasselbe."

Der sehr spezielle Ton in Weimar in Kombination mit Ulmen und Tschirner gäbe bereits so viel vor, dass "man beim Drehen in Spielfreude baden" könne: "Und es bleibt immer genügend Platz für Skurriles."

Der Köln-Krimi "Tatort: Bombengeschäft" handelt von Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie viele davon schlummern heute noch im Boden? Die Antwort auf diese und weitere Fragen gibt es hier.

Wie geht es mit dem Weimar-"Tatort" weiter?

Natürlich war das nicht das Ende von Lessing und Dorn! Der nächste Krimi aus Weimar ist sogar schon im Kasten. "Der verdammte Lothar" wurde im Juni in Weimar und Umgebung gedreht.

Die beiden Kommissare ermitteln dann in ihrem achten Fall quasi im wilden Westen. Zuvor wurde nämlich ein toter Indianer aus der Ilm gefischt, ihm gehörte die Westernstadt El Doroda. Einen Ausstrahlungstermin gibt es bislang allerdings noch nicht.

(dr)  © spot on news