"Tatort" - das erwartet die Fans in der neuen Saison

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Nach einer kurzen Sommerpause geht es an diesem Sonntag beim beliebtesten TV-Format der Deutschen mit neuem Stoff weiter - mit einem sehr ungewöhnlichen Film aus der Schweiz. Außerdem warten auf "Tatort"-Fans Neuanfänge, Abschiede und außergewöhnliche Fälle. Ein Überblick. (mit Material der dpa)

Eröffnet wird die Saison mit einem One-Shot-"Tatort" aus Luzern: "Die Musik stirbt zuletzt" wurde ohne Schnitt und in Echtzeit gedreht. Der Film läuft am 5. August und ist der viertletzte "Tatort" mit Stefan Gubser und Delia Mayer alias Reto Flückiger und Liz Ritschard. 2019 ist dann nach acht Jahren und 17 Filmen Schluss mit dem aktuellen Team. Neuer "Tatort" wird Zürich.
Wie im Schweizer "Tatort" Anfang August geht es auch am 26. August im neuen MDR-Krimi mit Nora Tschirner und Christian Ulmen um Giftmord. Der Krimi trägt den schönen Titel "Die robuste Roswita" - das Foto zeigt die Kommissare beim Treffen mit ebenjener (Milena Dreißig, mi.) in einer Kloßmanufaktur.
Nach dem Ausstieg von Sibel Kekilli bekommt der schleswig-holsteinische NDR-Ermittler Axel Milberg alias Borowski nach der Sommerpause die Schauspielerin Almila Bagriacik als operative Fallanalytikerin Mila Sahin an seine Seite. Der erste Fall mit ihr heißt "Borowski und das Haus der Geister" und wird am 2. September gezeigt.
Im kommenden Berliner Fall mit dem passenden Titel "Tiere der Großstadt" (16. September) gibt es eine Premiere in Sachen Mörder. Nachdem 1987 zum Beispiel schon ein Elefant im Hamburger "Tatort" jemanden umbrachte, gerät jetzt wieder etwas Anderes als ein Mensch unter Verdacht, nämlich ein Roboter. V.l.n.r.: Mark Waschke (Robert Karow), Stefanie Stappenbeck (Charlie), Roland Suso Richter (Regie) und Meret Becker (Nina Rubin).
Das Dortmunder "Tatort“-Team ermittelt wieder zu viert. Nach dem Ausstieg von Stefan Konarske ist Rick Okon der Neue im Ruhrgebiet-Team des WDR. Seinen Einstand als Jan Pawlak hatte der Schauspieler im Februar in einer Gastrolle als verdeckter LKA-Ermittler. "Zorn" läuft Ende 2018. V.l.n.r.: Martina Böhnisch (Anna Schudt), Peter Faber (Jörg Hartmann), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon).
Neuer Einsatzort und neue Partnerin für Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler). In Göttingen, wohin die Kommissarin strafversetzt wurde, ist nun Florence Kasumba als Anaïs Schmitz an der Seite der Ermittlerin, die nur noch einmal im Jahr mit einem neuen Film zu sehen sein wird. Der erste gemeinsame Fall heißt "Born to die". Und die wohl wichtigste Nachricht: Lindholm bekommt auch einen neuen Lover spendiert.
Das Frankfurter Duo Janneke und Brix (Margarita Broich und Wolfram Koch) vom Hessischen Rundfunk ermittelt bald in einem Fall im nordhessischen Kassel. Der Stiefsohn eines Fernseh-Talkers wurde getötet und zerstückelt. Ausgestrahlt werden soll der Kassel-Krimi aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2019.
Und nochmal Hessen: Vorher - wahrscheinlich Ende 2018 - kommt der nächste "Tatort" mit Ulrich Tukur (l.). In "Murot und das Murmeltier" (Anspielung auf die 25 Jahre alte US-Komödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" mit Bill Murray) durchlebt Ermittler Murot einen Tag sieben Mal.
Die Mordkommission Franken - also das Team um Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) - bekommt es in ihrem fünften Fall 2019 mit einer Mordserie zu tun: In Bayreuth wird jede Stunde ein Mensch erschossen - ein Wettlauf gegen die Zeit. Drehen ließ der BR auch im berühmten Wagner-Festspielhaus.
Beim dritten Schwarzwald-"Tatort" des SWR ist Hans-Jochen Wagner alias Kommissar Friedemann Berg wegen Krankheit nicht dabei. Er soll aber zurückkehren. An der Seite von Eva Löbau als Franziska Tobler ist stattdessen vorübergehend Carlo Ljubek als ihr Freiburger Kollege Luka Weber im Einsatz. Im neuen Krimi geht es um den Mord an einer 17-Jährigen und ihrem Tennislehrer.
Auch Stuttgart-Fans bekommen dieses Jahr nur einen Fall - er kommt im Herbst. Der SWR-Film "Der Mann, der lügt" erzählt seine Geschichte aus Verdächtigen-Sicht. Der Zuschauer erfährt die Ermittlungsergebnisse nur scheibchenweise. In der Rolle des Verdächtigen von Richy Müller und Felix Klare als Kommissare Lannert und Bootz ist Manuel Rubey zu sehen.
Auch wenn es quotentechnisch zuletzt nicht gut lief für Til Schweigers NDR-Krimis, wird weitergemacht. Allerdings nicht mehr mit dem bisherigen Regisseur (Christian Alvart) und Autor (Christoph Darnstädt), sondern mit den Machern vom Rostocker "Polizeiruf 110".
Nach dem Ausstieg von Alwara Höfels (l.) beim sächsischen MDR-Krimi spielt bald - zu sehen ab 2019 - an der Seite von Karin Hanczewski und Martin Brambach die Schauspielerin Cornelia Gröschel mit. Im Gegensatz zu Höfels ist sie sogar gebürtige Dresdnerin. Weiter dabei: Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski).
Wie bereits bekannt, beenden der SR und Devid Striesow alias Stellbrink ihre Zusammenarbeit. Noch eine Folge - der dann siebte Fall - kommt im Januar 2019. Ein neues Team ist in Arbeit.
Die Schauspieler Sabine Postel und Oliver Mommsen hören bekanntlich 2019 auf - nach dann 34 gemeinsamen Auftritten. Nur noch zwei Fälle mit Kommissarin Inga Lürsen und Kollege Nils Stedefreund kommen. Radio Bremen will ein neues "Tatort"-Team präsentieren.