Trenchcoat und Schlapphut machten Dietz-Werner Steck in der Rolle des "Tatort"-Komissars Ernst Bienzle berühmt. Der "Schwäbische Columbo" wurde einem Millionenpublikum zwischen 1991 und 2007 in 25 Fällen des Stuttgarter "Tatorts" bekannt.

Am 30. Juli vergangenen Jahres hatte Steck seinen 80. Geburtstag gefeiert, die letzten Jahre bis zu seinem Tod hatte er im Pflegeheim verbracht.

Mit ihrem Mann habe sie viel Glück gehabt und viele schöne Dinge erlebt, sagte Ehefrau Hanna Steck der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" zum Jubiläum 2016. Solche Erinnerungen aus mehr als 40 Jahren Ehe könnten stark machen. "Sie lassen einen besser ertragen, was man heute durchleiden muss." Familie spiele in seinem Leben die Hauptrolle, meinte der Vater und Großvater einmal.

Der "Grantler" Bienzle ermittelte nach dem Prinzip "gucken, verstehen, verhaften", wie der Südwestrundfunk einmal schrieb. Steck, der als bescheiden und bodenständig galt, war immer gerne Bienzle. Er kokettierte fast ein bisschen damit, ein südwestdeutscher Brummbär zu sein. Steck selbst bezeichnete sich aber eher nicht als mürrisch, sondern zuversichtlich.

Fans bedauerten den Abschied des "Tatort"-Kommissars

Seine Serien-Nachfolger "Lannert und Bootz" (Richy Müller/Felix Klare) hätten "keinen Lokalkolorit" mehr, sagte Steck einmal. Viele "Tatort"-Fans hätten den Abschied des Kommissars bedauert, der wegen seiner Art und seines Trenchcoats stets mit dem amerikanischen Kult-Ermittler "Columbo" (Peter Falk) verglichen wurde.

Steck wurde in Waiblingen geboren, seine Schauspielausbildung machte er an der Staatlichen Hochschule in Stuttgart. Von 1962 bis 1996 war Steck Ensemblemitglied beim Staatstheater Stuttgart, 2002 erhielt er die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.© dpa