Der kommende Sonntagabend muss ohne Til Schweiger stattfinden. Die ARD hat wegen des Terrors in Paris den Hamburger "Tatort" verschoben. Das ärgert Til Schweiger: "Dann können wir ja bald nur noch ein Testbild senden."

Die ARD hat die Ausstrahlung der "Tatort"-Doppelfolge mit Til Schweiger auf 2016 verschoben. "Es passt einfach nicht in diese Wochen, eine Krimireihe zu zeigen, in der es auch um einen terroristischen Angriff geht", erklärt NDR-Programmchef Frank Beckmann. Eigentlich sollten die zwei Folgen an den nächsten beiden Sonntagen ausgestrahlt werden.

Til Schweiger kritisiert nun das Vorgehen der ARD: "Ich persönlich bin völlig entsetzt darüber, was in Paris passiert ist. Es ist so furchtbar. Aber wir sollten uns nicht von Terroristen diktieren lassen, was wir im Fernsehen zeigen sollten". sagte er der "Bild" und fügte hinzu: "Dann können wir ja bald nur noch ein Testbild senden."

"Tatort": Til Schweiger fordert Terror-Sondersendung

Der Schauspieler hält die Absetzung für falsch: "Ich habe versucht, die Verschiebung zu verhindern, habe diskutiert, habe gehofft, dass wenigstens die Premiere stattfinden kann." Als Begründung gab er an, dass ja auch die Nationalmannschaft "dafür gefeiert" werde, ihr Testspiel gegen die Niederlande am Dienstagabend nicht abzusagen.

Statt den beiden "Tatorten" mit Schweiger zeigt die ARD nun zwei andere Fälle mit den Ermittlern Maria Furtwängler sowie Axel Milberg. Schweiger sagt dazu: "Wenn man stattdessen am Sonntag eine Sondersendung zu den Terroranschlägen zeigen würde, wäre das für mich verständlicher." (am)