Am Sonntag zeigt die ARD Til Schweigers "Tatort: Tschiller - Off Duty". Der ursprünglich für die große Leinwand produzierte Action-Streifen konnte nur wenige Zuschauer in die Kinos locken. Ob es im TV besser läuft? Falls der Film auch dort floppt, weiß Schweiger schon jetzt, woran das liegt.

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Eigentlich ist seine Karriere wirklich bewundernswert. Von seinen Anfängen in der "Lindenstraße" schaffte es Til Schweiger als Schauspieler, aber auch als Produzent und Regisseur bis nach Hollywood. Gerade verfilmt er dort seinen Kinoerfolg "Honig im Kopf" für den amerikanischen Markt.

Trotzdem scheint er mit Fans und Zuschauern, Kollegen und Sendeanstalten ständig auf Kriegsfuß zu stehen. Legendär sind seine Tiraden auf Facebook, in denen er verbal um sich schlägt.

Seit 2013 ist Schweiger als "Tatort"-Kommissar unterwegs, doch sein Engagement bei der altehrwürdigen Krimi-Reihe unterscheidet sich deutlich von dem seiner Kollegen. Die Abenteuer seines Kommissars Nick Tschiller werden mit sehr hohem Budget produziert.

Dementsprechend aufwendig und Action-geladen kommen die Krimis daher. Umso ärgerlicher dürfte es sein, dass zum Beispiel der Münsteraner "Tatort" mit Kommissar Thiel (Axel Prahl) und Gerichtsmediziner Boerne (Jan Josef Liefers), der auf Humor statt Action setzt, ungleich erfolgreicher ist.

Dabei fing es gut an für Schweiger: Mit rund 12,7 Millionen Zuschauern war Tschiller an Elbe und Alster gestartet - damals ein neuer Rekord. Den vierten Film schalteten im Januar 2016 jedoch nur noch rund 7,7 Millionen Zuschauer ein.

Ist der Sendeplatz schlecht gewählt?

Am Sonntag läuft nun Til Schweigers "Tatort: Tschiller - Off Duty" erstmals im Fernsehen (Das Erste, 20.15 Uhr) - ein Termin, der dem Filmstar überhaupt nicht gefällt.

In der Sommerferienzeit gelten TV-Premieren wegen der insgesamt niedrigeren Einschaltquoten als schwierig. "Bitter" nannte Schweiger in einem Interview die Entscheidung für den Sendeplatz.

"Tschiller - Off Duty" kam 2016 auf die Leinwand und interessierte rund 280.000 Kinobesucher. "Ich weiß, wie das jetzt ausgeht: Der Film wird vielleicht drei oder vier Millionen Zuschauer machen, und dann schreiben alle: Der Tatort ist im Kino gefloppt, jetzt floppt er auch im Fernsehen", sagte Schweiger in dem Interview der "Bild am Sonntag".

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber verwies darauf, dass der 130-minütige Streifen nur an einem Sonntagabend ohne "Anne Will" gezeigt werden könne. "Im Übrigen ist der Sonntag nach dem WM-Viertelfinale kein ganz schlechter Platz."

Schweigers Tochter ist wieder dabei

Fortlaufend erzählten die Schweiger-"Tatorte" von Tschillers Kampf gegen den kurdischen Astan-Clan. Firat Astan (Erdal Yildiz) ist auch in der Kino-Ausgabe mit von der Partie.

Diesmal geht es für Tschiller in die Türkei und nach Russland, der Kommissar ist in "Off Duty" außer Dienst. Mit dabei ist wieder Schweiger-Tochter Luna als Tschiller-Sprössling Leonora ("Lenny").

Bis zum Showdown in Moskau wird geprügelt, geschossen und getötet. Tschillers Kollege und Kumpel Yalcin Gümer (Fahri Yardim) ist wieder für den Humor zuständig.

Frauen spielen bis auf eine Liebesnacht mit Berrak Tüzünataç am Bosporus und eine russische Prostituierte (Alyona Konstantinova) keine große Rolle, Nick hat ja Yalcin und braucht keine Tschiller-Girls. (dh/dpa)

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Til Schweiger: Seine Karriere von der Lindenstraße bis nach Hollywood

Ob hinter oder vor der Kamera, ob "Lindenstraße" oder Hollywood, ob in Interviews oder auf Facebook: Wo Til Schweiger ist, ist es nie langweilig.