Hass bei "Biggest Loser": Kandidaten zwischen "Pest und Cholera"!

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Die Waage-Ergebnisse neigen sich bei "The Biggest Loser" nach unten, auf dem Weg Richtung Finale werden die Luft und auch die Nerven dünner. Während sich Team Gelb als Einheit beweist und auch den überraschenden Ausfall eines Mitglieds kompensiert, zerfleischt sich Team Lila gegenseitig ... © teleschau - der mediendienst GmbH

Neue Verhältnisse in der sechsten Campwoche von "The Biggest Loser": Team Lila geht - zwangsweise - zelten. Team Gelb verfällt dem Luxus. "Ein Bett! Stühle! Ein Badezimmer! Scheiße, ist das göttlich", jubelt Lukas. Aber für alle galt: Bei der Challenge stand das Wasser bis zum Hals (Bild: Giuseppe und Alexandra). Und: Einer musste ausscheiden.
"Fluch der Karibik"-Flair bei der neuen Challenge. Die beiden Fünfer-Teams (Björn wechselte von Lila zu Gelb) mussten innerhalb von 30 Minuten je zehn Flaggen aus dem Wasser tauchen und dann - acht Meter hoch - in der Takelage eines Piratenschiffs befestigen.
Die Stimmung im Camp ist angespannt, das merken auch die "Kapitäne": Moderatorin Dr. Christine Theiss und die Team-Trainer Mareike Spaleck (Team Gelb) und Ramin Abtin (Lila). Letzterer vermutet früh: "Es wird gewaltig knallen!" Ramin sollte Hellseher werden ...
Team Gelb zeigt sich als eingeschworener Haufen. Die Zuordnung - wer taucht, wer klettert? - klappt binnen Sekunden. "Wir treten Lila in den Arsch und fertig", spricht Lukas und macht sich mit Anastasia und Kevin bereit zum Tauchgang.
Das Tauchen ist für Anastasia eine Überwindung. "Sie hat Angst vor Wasser", erklärt Papa Kevin, "und ich bin schuld. Ich habe sie früher immer aus Spaß unter Wasser gedrückt. Böser Papa." Aber Anastasia überwindet ihre Ängste und steuert ihren Teil an geborgenen Flaggen bei.
Blöd nur, dass auch die Taucher von Team Lila kaum was taugen. Zoi schließt jeden Versuch kategorisch aus ("Ich kann das nicht!"), Rosa lässt sich zwar zu Wasser, bleibt aber am Boot (Ramin: "Die ist wohl als psychologische Unterstützung drin."), und Giuseppe ist auch nicht der fixeste Flipper. Bleibt Alexandra - die gibt ihr Bestes.
David stellt sich seiner Höhenangst. Für das Team. Und er steigt auch fleißig in den Seilen auf und nieder. Nur: langsam. Die gelbe Konkurrenz zieht vorbei. Als David wegen "Wackelpudding in den zittrigen Beinen" pausieren muss, ist das purpurne Schicksal besiegelt. Giuseppe: "David war schon langsam." Mitgefühl? Wird überschätzt!
Team Gelb funktioniert wie eine bestens geschmierte Maschine. Kamil klettert ("Wasser ist nicht mein Ding!"), Lukas ist entspannt: "Bisschen schwimmen, bisschen klettern. Gewinnen wir!" Tun sie, geführt von Ex-Marinetaucher Kevin, auch. Und bei Lila-Coach Ramin geht das "Launenbarometer" in den Keller.
Nach zehneinhalb Minuten, weit vor der Zeit, hisst Kamil - trotz aufgerissener Hände - die letzte gelbe Flagge. Zwei Kilo Gewichtsbonus fürs Wiegen sind gewonnen, Lila geschlagen. Mal wieder. Coach Ramin bringt es frustriert auf den Punkt: "SSDD - same shit, different day!"
So sehen Sieger aus! Kevin, Anastasia, Björn und Kamil sind zu Recht zufrieden. Der Gegner hat Kevin nicht beeindruckt: "Wenn das so läuft, dass immer nur David sich reinhängt, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Lila gewinnt vielleicht beim Cremetörtchen-Wettessen, sonst nicht!"
Eben hatte Björn, verletzt zur Untätigkeit verdammt, noch angefeuert. Wenig später ist er am Boden. Nach der Konsultation von Camp-Doc da Silva trottet er traurig ins Trainingscenter: "Der Rücken macht nicht mit." Er steigt aus! Team Gelb ist geschockt. Kamil: "Schade, Björn ist echt ein Tier!". Team Gelb wieder nur zu viert.
In Team Lila knallt es. Dauernd! Giuseppe und seine Schwester Rosa boykottieren Frühsport, Training und weitestgehend auch die Wochenaufgabe. Fühlen sich unverstanden. Rosa, um Respekt für den maladen Bruder jammernd: "Du musst erst tot umliegen, dann bist du krank!"
Der gefährlichste Vulkan Siziliens ist nicht der Ätna. Es ist Giuseppe. Der geht schon hoch wie ein Zäpfchen, als er - frisch im Zeltlager angekommen - Sand und Ameisen auf dem Schlafsack entdeckt ("Unverschämt!"). Er nörgelt, grenzt sich aus, verhöhnt seine Teammitglieder: "Anfangs lächelte ich über euch - jetzt lache ich über euch!"
Ramin Abtin, Ex-Profiweltmeister im Kickboxen, ist seit 2013 bei "Biggest Loser" dabei. Einer wie Giuseppe bringt aber auch den Coach an seine Grenzen. Ramin: "Ihr schmeißt euch keine Steine, sondern Felsbrocken in den Weg!"
Mit Giuseppe suhlt sich auch Schwester Rosa in einem Matschmix aus Antipathie gegen die Teammitglieder, Heimweh und Furcht vor der Waage. "Ich glaub, ich geh da zum letzten Mal hin", unkt sie. Okay, sie spielt lieber Karten mit Bruderherz, als zu trainieren, kocht (und isst) lecker statt zu üben. Wen wundert es also? Na klar, Rosa!
Auf der Waage liegt die Wahrheit. Mit minus 1,2 Kilogramm (bei noch 121,8 Gewicht) fährt Rosa das schlechteste Ergebnis ein, befürchtet anfangs sogar, zugenommen zu haben. Sie weint in Ramins Armen: "Es tut mir leid!" Der Coach bleibt hart: "Wenn sie doch bloß die Energie, die sie für Beschimpfen, Beleidigen und Ignorieren aufbrachte, in den Sport investiert hätte ...!"
"Zwei Kilo sind zwei Kilo!" Giuseppe ist zufrieden mit dem Gewichtsverlust. Dass es sein schlechtestes Ergebnis ist, sieht er nicht (ein). Andere schon. Zoi: "Er hat nicht trainiert, hat gegessen wie ein König." Alex: "Ich bin erleichtert, dass er die Quittung bekommt."
Die hochmotivierte Hessin Alexandra hat unter der "Woche der blankliegenden Nerven" (und unter Rosas und Giuseppes Launen) gelitten. Dennoch (oder trotzdem) hat sie sich reingehängt. Mit Erfolg. Mit Minus 2,4 Kilo erzielt sie das beste Ergebnis in Team Lila.
Erleichtert fällt Alexandra ihrem Coach Ramin in die Arme. Sie hat geackert und geschuftet, hat getaucht, (Sand-)Berge versetzen helfen. Verdienter Lohn: Sie ist sicher auch in der nächsten Woche Campinsassin. Nur: Reicht's für die Teamwertung?
David will es fassen, kann es aber nicht. "Ich hab mir den Arsch aufgerissen!" Stimmt. Er opferte sich fürs Team auf. Kletterte wider die Höhenangst. Schleppte und hüpfte für Gewichtsboni, versuchte sich (vergeblich) als Teamschlichter. Und das Ende vom Lied. Nur zwei Minuskilo! Und Enttäuschung pur.
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