"The Biggest Loser": Super-Saki halbiert sich zum Sieg

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Der "Biggest Loser 2018" heißt Saki! Innerhalb eines knappen halben Jahres machte er sich selbst - beinahe aufs Gramm genau - zur halben Portion und nahm unglaubliche 94 Kilo ab! Seine Abnehmleistung war die Siegprämie von 50.000 Euro wert! © teleschau - der mediendienst GmbH

So sahen die vier Finalisten vor einem halben Jahr aus. Benny (26, Startgewicht: 165 Kilo), Saki (39, 189,6 Kilo), Christos (24, 179,4 Kilo) und Shirin (34, 94,6 Kilo) zogen mit zwölf weiteren Kilo-Kolossen ins andalusische "Camp der Qualen" ein und kämpften eisern um schwindende Kilos - und ein neues Leben. Es hat sich gelohnt. Shirin: "Mich bei BL zu bewerben, war die beste Entscheidung meines Lebens!"
"Ihr seht unfassbar gut aus!" Spielleiterin Christine Theiss (38, im Foto 2. von rechts) war begeistert von der Leistung ihrer vier Finalisten. Zu Recht, denn da standen vier "neue Menschen". Das brachte Moderator Matthias Killing (38) schön auf den Punkt: "Und wer, bitte, sind Sie?" Benny, Shirin, Christos und Saki waren kaum wiederzuerkennen! Insgesamt verloren sie bei BL unglaubliche 267 Kilo!
Zunächst ging es darum, den Besten derjenigen zu küren, die es nicht ins Finale geschafft hatten. Vanessa (26) war im Halbfinale ausgeschieden. Die Hobby-Sängerin (Startgewicht 116,6 Kilo) sang live "Beautiful" von Christina Aguilera - mit 40 Kilo weniger auf den Hüften und dafür enormem Selbstbewusstsein. Ihre Trainerin Mareike: "Du warst so toll. Ich bin so stolz auf dich!" Reichte es für den Sieg bei den "Nicht-Finalisten"?
Vanessa führte mit einem prozentualen Gewichtsverlust von 34,1 Prozent lange, dann kam Christian (32). Der hatte sich als bester von zehn Online-Kandidaten ins Halbfinale gefightet und zu Hause 40 Kilo abtrainiert. Nach dem Halbfinal-Aus machte er weiter und verlor insgesamt 52,3 Kilo, umgerechnet 38,34 Prozent seines Startgewichts! Dafür wurde er mit 1.000 Euro und einem Hotelgutschein belohnt. "Ja! Jaaaa!", jubelte der Hesse.
"Ohne die besten Trainer der Welt wären die Leistungen unserer Kandidaten nicht möglich gewesen!" Christine sprach für die (einstigen) Schwergewichte. "Ich hab das auch für dich gemacht, Bro", dankte Finalist Christos unter Tränen seinem Coach Ramin Abtin (45). Shirin über ihre Trainerin Mareike Spaleck (31): "Ich bin ihr unendlich dankbar. Sie ist wie ein Engel!" Benny: "Die bringen eine krasse Leistung. Ist schon mehr, als nur lauter Dicken zuzuschreien, was sie machen sollen."
"Wie hast du es nur so weit kommen lassen können?" Finalistin Shirin weiß bis heute keine rechte Antwort, wie es zu 94,6 Kilo Startgewicht kommen konnte. Dabei ist die 1,55 Meter große Zahnärztin aus Jena sportlich und leidenschaftliche Zumba-Trainerin. "Ich hab wohl den Moment verpasst. Und den Antrieb nicht gehabt. 'Biggest Loser' gab ihn mir - das war meine letzte Chance."
Shirin nutzte ihre Chance - und wie! Zum Beweis tanzte sie eine feurige Samba - im grünen Paillettenkleid, grün wie die Farbe ihres Teams im Camp! Trainerin Mareike weinte sofort: "Unfassbar! Sie ist so schön!" Auch Christine war baff: "Ein sensationeller Auftritt!"
Die "neu geborene Dancing Queen Shirin" (O-Ton Moderator Matthias Killing) hat in knapp sechs Monaten bei und dank "Biggest Loser" 36,3 Kilo oder 38,37 Prozent ihres Startgewichts verloren - über ein Drittel. "Es ist grade alles so perfekt, manchmal denke ich, es sei ein Traum!" Ist es nicht: Sie wurde Finalvierte und kassierte 2.000 Euro Prämie!
"Meinst du nicht, deine Eltern hätten lieber zwei schlanke Kinder als einen Dicken?" Das war die übelste Beleidigung, die Christos (24, Startgewicht 179,4 Kilo) wegen seines Übergewichts erfuhr. Deshalb war eines seiner großen Ziele bei BL: "Ich will meine Eltern glücklich machen, nicht traurig!" Dafür gab er alles, gefördert und gefordert von Coach Ramin. Der rief ihn gleich in Woche eins zum Mit-Favoriten aus. Zu Recht?
Christos schlenderte als cooler Checker-Gigolo auf die Bühne und ließ sich von zwei Tänzerinnen die Klamotten vom Leib reißen. Eine Anspielung darauf, dass er als "Frauenschwarm" (Christine) körbeweise Fanpost erhielt. Das Studio erbebte unter "Christos, Christos"-Sprechchören, und Ramin jubelte beim Anblick seines wohl liebsten Schützlings: "Ja, Mann!" Im Publikum: Christos' Eltern, in Tränen aufgelöst - vor Glück!
"Wahnsinn, ey!" rief Ramin, als sich Christos ein letztes Mal seinem alten (Hologramm-)Ich stellte. Das Ergebnis: Christos hat bei "Biggest Loser" 70,8 Kilo abgenommen, das entspricht 39,46 Prozent seines Startgewichtes. "Hammer, ich bin megastolz auf dich!", meinte Ramin bei der Umarmung mit feuchten Augen. Wie er es schaffte? Christos: "Das, was ich im Herz habe, wofür ich kämpfe, das war nicht aufzuhalten!" Lohn: Platz drei und 3.000 Euro!
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so einen wie mich attraktiv findet." Benny (26) startete mit 165 Kilo und mit vielen Selbstzweifeln. Dafür aber mit eisernem Willen. Der leidenschaftliche Männerballetttänzer gab im Bootcamp alles: "Ich zeig allen, dass ein schüchterner Balletttänzer - aber so was von! - nach oben aufs Treppchen tänzeln kann!"
Bennys Traum war es immer, im Männerballett mal die Spitze der Hebefigur zu sein - im Finale wurde er wahr! Beim Dance mit seinen Jungs zu Helene Fischers "Herzbeben" brachte der "Paradiesvogel" (O-Ton Christine) alle Herzen zum Beben - als strahlender Mittelpunkt und beweglich wie eine Flummi-Gazelle. Und wie eine verliebte dazu. Auch Bennys zweiter Traum wurde wahr: Er hat sein Liebesglück gefunden!
Früher machte Benny "der Blick in den Spiegel traurig". Jetzt konnte er das Ergebnis, das beim Wiegen auftauchte, nicht fassen: Er hat 65,8 Kilo abgenommen und ist zum "UHu" (Unter Hundert) geworden! Seine Erkenntnis: "'Biggest Loser' hat mein Leben komplett gedreht, das war das Beste, was mir in meinem Leben passierte." Benny verlor 39,88 Prozent seines Startgewichts und verdrängte seinen Kumpel Christos auf Rang drei. 5.000 Euro für Benny, den Vize-"Biggest Loser"!
"Ich war nicht immer so dick", offenbarte Saki im Bootcamp. Ein beinahe tödlicher Autounfall und eine Fehlgeburt seiner Frau Evi (37) warfen ihn aus der Bahn. Vor allem gewichtsmäßig: Er zog mit 189,6 Kilo als Zweitschwerster ins Camp ein. "Ich konnte mir am Ende nicht mehr selbst die Schuhe binden!" Aber er hatte von Beginn an ein Ziel, das höchste: "Ich werde 'Biggest Loser'. Ich lasse mich nicht bremsen!"
Sakis Traum: "Ich will mal wieder in einen schnittigen Sportwagen passen!" Zum Finale fuhr er im Flitzer vor! Dann tanzte er auf die Bühne - und sprang zur Begrüßung in den Spagat. Nicht nur seine Freunde - alle im "SuperSaki"-Superhelden-T-Shirt - rasteten aus, auch Christine war begeistert: "Sensationell! Du siehst unfassbar gut aus!" Es gab eine herzliche Umarmung. "Danke für alles!" hauchte Saki gerührt.
Das hältst du im Kopf nicht aus! Das dachte jeder, als Sakis Wiegeergebnis aufleuchtete - auch er selbst! Er hat bei BL 94,5 Kilo abgenommen - das ist das Gewicht, mit dem Shirin ins Camp einzog. Bis auf 300 Gramm hat er sich exakt "halbiert". Der Nürnberger flog nach dem Wiegen sofort in die Arme seines Coaches Ramin: "Du bist der Beste, Ramin!" - "Nein," antwortete Ramin gerührt, "DU bist der Beste!" Mareike feierte Saki mit dessen Kampfschrei, dem dreifachen "Aou! Aou! Aou!"
Als Sakis Sieg feststand, hielt es Ramin nicht mehr auf dem Hintern - denn dadurch machte der Coach seinen Dreifach-Triumph perfekt: Seine drei Schützlinge aus Team Rot belegten die ersten drei Plätze, Mareikes "grüner Shirin" blieb "nur" Rang vier. Aber: "Die beste Bestätigung für uns Trainer ist, dass die Kandidaten erkennen, was sie sich früher angetan haben und den Kampf annehmen. Sie so zu sehen - da geht einem das Herz auf!"
Mit einem leicht übergewichtigen männlichen Menschen weniger auf den Rippen und einem Koffer mit 50.000 Euro trat Saki, der "Biggest Loser 2018", die Heimreise an. "Es hat sich alles gelohnt. Und es hat sich alles geändert", so der stolze Sieger. Seit dem Halbfinale hatte er nochmals 30 Kilo abgenommen. Sein Gewichtsverlust von 49,84 Prozent ist beeindruckend. Nur dreimal in der Geschichte von "Biggest Loser" in Deutschland waren Sieger besser als er.
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