Liebes-Sensation bei "The Voice of Germany": Mark Forster fällt Yvonne Catterfeld um den Hals

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Geht da doch was zwischen den Coaches, die sich lange so spinnefeind waren? Es passte zu einer total verrückten "Sing Off"-Show aus der "The Voice of Germany"-Reihe, dass diesmal sogar Mark Forster und Yvonne Catterfeld auf Wolke Sieben schwebten. Die prickelnde Aufregung lag sicher auch an den teilnehmenden Superstars Rita Ora und Jason Derulo. Und an einem 17-Jährigen, der die Halle zum Toben brachte. © teleschau - der mediendienst GmbH

Es war der Auftritt von Amin Afify aus dem Team Mark, der die Knutscherei ausgelöst hatte: Er hatte sich als seinen Vortragssong "Irgendwas" von Yvonne Catterfeld ausgesucht und im Privat-Coaching zusammen mit dem britischen Megastar Rita Ora einstudiert. Hinter Catterfelds Rücken hatte Mark Forster da seine Hass-Liebe-Kollegin noch fies angeschwärzt. "Sie ist böse", versuchte er Rita Orla gegen Yvonne Catterfeld aufzuhetzen. Dann die emotionale Versöhnung auf offener Bühne. Nur Amin hatte nichts davon: Er bekam von Mark Forster kein Ticket für das Halbfinale und musste heimreisen.
Die erste von zwei "Sing Off"-Phasen war von Unbarmherzigkeit geprägt. Und die bekam besonders der linkische, aber genial singende Schweizer Robin Portmann zu spüren. Mark Forster ließ ihn bis kurz vor Schluss der Sendung auf dem begehrten "Hot Seat" sitzen. Doch dann flog er in letzter Minute noch raus. Was bleibt, ist wieder mal ein Spruch von Mark Forster. "Das einzige Problem ist, dass du wirklich keinen Geschmack für Hemden hast", versuchte er Robins Gesamtauftritt zu "loben".
Auch Georgia Loui traf das Schicksal mega-hart. Sie hatte sich nicht nur ins Herz von US-Superstar Jason Derulo gesungen, der sie diesmal coachte. "Georgia hat eine explosive Stimme", jubelte der Charts-Überflieger. Die schüchterne junge Frau hielt sich lange auf dem von Samu zugewiesenen Hot Seat. Doch dann flog auch sie überraschend raus.
Die wirklich sehr undankbare Rolle, Musikstudentin Georgia letztlich doch noch aus dem Rennen zu werfen, kam der süßen Zuckersängerin Lara Samira Will (ganz rechts) zu. Sie begeisterte das Publikum - und ihren Mentor Mark Forster - mit einer zarten "Somewhere Over The Rainbow"-Darbietung. "Du hast so ein großes Herz, und das scheint so durch die Musik", flötete Yvonne Catterfeld. "Du verzauberst uns hier."
Sehr lange, aber eben doch nicht bis zur Weiterreise ins Halbfinale hatte es auch Merlin Williford, der US-stämmige Opernsänger aus Berlin ausgehalten. Als "mein Teddybär" bezeichnete ihn sein Coach Samu Haber. "Du bist der coolste Typ der Welt." Später hatte all das offenbar doch keine Bedeutung mehr: Merlin musste für Michael Kutscha den Hot Seat räumen. Doch der hielt sich dort dann auch nicht ewig.
Michael Kutscha hatte den Song "Walking By Myself" so kraftvoll in die Halle gedrückt, dass sich alle klar waren: Ein Hammer-Auftritt. Und Mark Forster haute mal wieder einen schiefen Vergleich raus. "Das war unser Elvis aus Wuppertal." Merlin musste aufstehen, Michael kam auf den Hot Seat - und wurde später von Dreadlock-Lady Natia rausgekegelt.
Die gebürtige Georgierin Natia, die als Au-pair-Mädchen nach Deutschland kam, bezirzte Publikum und Coache mit einer Power-Version des Nina-Simone-Klassikers "Feeling Good". Michi Beck sieht das Mädchen mit den aufgetürmten Rasta-Locken schon ganz weit vorn. "Ich glaube, wir sehen dich im Finale."
Es wurde wirklich hart geschachert um die drei Hot Seats. Und natürlich waren die beiden Coaches Samu und Mark Forster, die sich in der ersten "Sing Off"-Runde entscheiden mussten, nicht zu beneiden. Je zehn Talente traten an. Also mussten je sieben nach Hause geschickt werden. Ziemlich schnell ging das bei Selina Edbauer, die für ihre Gesangskarriere sogar extra ihren Job aufgegeben hatte.
Besonders drastisch lief das "Sing Off"-Aussieben für die Französin Marie-Claude Rubin ab, die zuvor so oft glänzte. Sie hatte sogar extra ihre Mama in die Vorsing-Show einfliegen lassen. Und dann kam sie mit ihrem Song "Angel From Montgomery" nicht mal in die Nähe eines Hot Seats. Mark Forster setzte sie kurz, aber schmerzhaft vor die Tür.
Ähnlich trocken servierte Mark Forster seinen Schützling Dajana Günther, die Bürofachangestellte aus Berlin, ab. Dabei hatte sich die junge Frau so Mühe gegen, sich schon allein äußerlich zu verändern. "Das Ziel war, dich in die Jetztzeit zu bringen", blickte Mark Forster kurz auf die gemeinsame Reise zurück. Doch dann räumte er keinen Hot Seat für Dajana.
Es waren eben doch Talente wie die gerade mal 17-jährige Janina Beyerlein, die vieles überstrahlten in der gnadenlos grausamen Auswahl-Show. Sie überzeugte Publikum und "ihren" Samu mit einer Variante des Pink-Songs "What About Us" - und darf jetzt ins Halbfinale.
Unterm Strich überraschte sich Samu Haber zum Schluss selbst: Er zieht mit Janina, Lara Samira und Natia ins Halbfinale. Im vergangenen Jahr hatte es der Finne mit drei Jungs versucht - und war gescheitert. "Ich muss diese Staffel gewinnen", bläute er sich immer wieder selbst ein. Und erntete damit Spott: "Ob du jetzt dreimal verlierst oder viermal, ist auch egal", ätzte Kollege Mark Forster.
Samus Kollege Mark Forster zieht mit einer gemischten Truppe eine Runde weiter: Er entschied sich letztlich für den Österreicher Michael Russ, den jungen Goliath Benedikt Köstler und Feiliz Arslan als sein Halbfinalisten-Team. Letztere überzeugte Mark mit einer coolen Darbietung des Xavier-Naidoo-Songs "20.000 Meilen". "Ich glaube, der Hot Seat wurde für dich gebaut."
Zwischenzeitlich hatte Mark Forster allerdings auch an Katy Winter aus der Schweiz einen Narren gefressen. Sie hatte ebenfalls eine Dreistigkeit gewagt: Sie präsentierte einen Song von Rita Ora, den sie mit dem britischen Promi-Coach einstudierte. Damit landete sie zunächst auf dem Hot Seat und wurde von dort durch ihren Landsmann Robin Portmann vertrieben.
Allerdings hielt sich auch Robin eben nur ganz knapp bis vor Schluss. Dann nämlich war als letzter Sänger des langen Abends der 17-jährige Benedikt Köstler an der Reihe. Und er riss alle Zuhörer von den Stühlen und das Publikum zu Hause vom Sofa. "House Of The Rising Sun" war sein Ticket zum Erfolg. "Das erste Mal ist ein Talent größer als Lena Gercke", witzelte Benjamins Mentor Mark Forster.
Als Benedikt seinen Song beendet hatte, tobte der Saal. Die Zuschauer sprangen für Standing Ovations auf und skandierten "Zugabe". Tatsächlich kam es dann zur Sensation: Der 17-jährige Überflieger wurde zum ersten "The Voice"-Star, der seinen Song in den "Sing Offs" gleich zweimal präsentieren durfte. Und Samu stürmte auf die Bühne, um ein Selfie mit Benedikt zu schießen. Das will was heißen. Auf welche Talente die Teams Catterfeld und Fanta 4 bauen, zeigt sich am kommenden Donnerstag.
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