Zum Staffelauftakt: Das sind die bisherigen Gewinner von "The Voice of Germany"

Am 8. Oktober startet die Jubiläumsstaffel von "The Voice of Germany". Als Juroren mit dabei sind dieses Jahr gleich sechs Stars: Mark Forster, Rea Garvey, Samu Haber, Yvonne Catterfeld, Stefanie Kloß und Nico Santos. Welche Talente auf sie warten, wird sich zeigen. Diese Musiker gewannen in den vergangenen neun Jahren. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Als allererste Gewinnerin der deutschen Ausgabe von "The Voice" ging Ivy Quainoo 2011 in die Casting-Showgeschichte ein. Sie ging ins Team BossHoss und wurde als einzige Teilnehmerin in jeder Sendung durch die Zuschauer weitergewählt. Mit knapp 33,65 Prozent setzte sie sich im Finale gegen ihre Konkurrenten Max Giesinger, Michael Schulte und Kim Sanders durch.
Nach ihrem Sieg ging es für die gebürtige Berlinerin erfolgreich weiter, unter anderem gewann sie den Echo. Seit 2014 ist es ruhiger um Quainoo geworden. Nach dem Besuch einer Schauspielschule in New York im Jahr 2015 nahm sie 2018 am Vorentscheid des ESC, "Unser Lied für Lissabon", teil.
Im Jahr 2012 schaffte es ein waschechter Brite, die Casting-Show zu gewinnen. Nick Howard entschied sich in den Blind Auditions für Rea Garvey als Coach, seine Debütsingle "Unbreakable" schaffte es nach den Finale bis auf Platz fünf der deutschen Charts.
Der Singer-Songwriter veröffentlichte nach seinem Sieg die drei Alben "Stay Who You Are", "Living in Stereo" und "All or Nothing" und ging unter anderem mit Sunrise Avenue und den Counting Crows auf Tour. Der ganz große Erfolg stellte sich allerdings nicht ein.
Blues-, Soul- und Rocksänger Andreas Kümmert stammt aus Gemünden am Main in Unterfranken. In den Blind Auditions 2013 sang er "Rocket Man" von Elton John und wurde schnell zum Favoriten der Sendung - und landete im Team von Max Herre. Nach seinem Sieg bei TVOG schaffte es seine Single "Simple Man" bis auf Platz eins der iTunes-Charts und Platz drei der deutschen Single-Charts.
Wie Ivy Quainoo nahm auch Kümmert an einem Vorentscheid zum ESC teil - im Jahr 2015. Nachdem die Zuschauer ihn nach Österreich schicken wollten, trat der Musiker jedoch zurück. Später erklärte er, Angstattacken seien der Grund gewesen. Kümmert veröffentlicht weiterhin regelmäßig Musik und performt seine Songs im kleineren Rahmen live.
Charley Ann Schmutzler hat eine berühmte Mama: Schauspielerin Claudia Schmutzler, bekannt aus der Serie "Für alle Fälle Stefanie". In der vierten Staffel von "The Voice of Germany" wurde sie 2014 Teil des Teams von Michi Beck und Smudo und konnte die Show am Ende gewinnen - mit dem Song "Blue Heart".
Charley Ann, hier mit Mutter Claudia 2015 in der Sendung "Markus Lanz", veröffentlichte nach ihrem Sieg das Album "To Your Bones", widmete sich dann aber der Schauspielerei. Wegen Dreharbeiten wurde auch ihre für September 2015 geplante Tournee abgesagt. Als Leinwandmimin war sie bislang unter anderem in "Fucking Berlin" zu sehen.
Jamie-Lee Kriewitz fiel von Anfang an aus dem Rahmen - dank ihres Kleidungsstils, der an Manga und Anime erinnert. Die in Niedersachsen geborene Sängerin war erst 17, als sie 2015 ins Team von Michi Beck und Smudo kam. Am Ende holte sie mit ihrem Song "Ghost" 38 Prozent der Zuschauerstimmen.
Für Jamie-Lee ging es auch nach TVOG zunächst vielversprechend weiter. Sie veröffentlichte die Single "Berlin" und das gleichnamige Album. 2016 vertrat sie Deutschland beim Eurovision Song Contest in Stockholm, landete mit nur elf Punkten allerdings auf dem letzten Platz. Heute ist sie hauptsächlich im Kinderfernsehen aktiv, im Sommer 2018 war sie zum Beispiel Teil der Toggo Tour.
Die sechste Staffel der Casting-Show gewann Tay Schmedtmann aus Brockhagen im Kreis Gütersloh. Der gelernte Bürokaufmann sang sich 2016 zuerst ins Team von Andreas Bourani und dann in die Herzen der Zuschauer. Im großen Finale gewann er mit seinem Song "Lauf Baby lauf" gegen Robin Resch aus Team Samu.
Nach "The Voice of Germany" schaffte es Schmedtmann mit seiner Single bis auf Platz 23 der deutschen Charts. Dann wurde es jedoch still um den Musiker. Erst 2019 brachte er wieder ein neues Lied auf den Markt, dessen Titel fast schon symbolisch für den Status seiner Karriere zu stehen schien: "Stillstand".
Die gebürtige Georgierin Natia Todua beeindruckte 2017 bei ihrer Blind Audition alle vier Coaches, entschied sich aber für Samu Habers Team. Die Musikerin, die zuvor bereits in ihrer Heimat und in der Ukraine an "The X Factor" teilnahm (ohne Erfolg), wollte nach ihrem Sieg bei TVOG ein Studium an der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim aufnehmen.
2018 ging auch sie als Kandidatin für den deutschen ESC-Beitrag ins Rennen und sang bei "Unser Lied für Lissabon" ihren Titel "My Own Way". Auf der großen europäischen Bühne stand sie am Ende nicht. Ein Jahr später wurde Todua Teil der Jury von "Georgian Idol", der georgischen Version von "Deutschland sucht den Superstar".
2018 flimmerte "The Voice" bereits zum achten Mal über die TV-Bildschirme. Als Gewinner ging am Ende der aus dem Erzgebirge stammende Samuel Rösch hervor. Der studierte Religionslehrer entschied sich nach der Blind Audition für Michael Patrick Kelly als Coach.
Nach seinem Sieg veröffentlichte Rösch 2019 die Single "Wir", in diesem Jahr folgten zwei weitere: "Zwei Welten" und "Mit Dir". Der große Erfolg stellte sich bislang jedoch nicht ein.
Claudia Emmanuela Santoso ist die letzte Gewinnerin von "The Voice of Germany". In den Blind Auditions wollten gleich vier Coaches die damals 18-Jährige in ihrem Team haben: Mark Forster, Alice Merton, Sido und Rea Garvey. Am Ende entschied sich Santoso für Alice Merton - und gewann mit ihr die neunte Staffel.
Wie alle Gewinner der Sendung ging auch Santoso nach dem Finale mit ihren Mitstreitern auf Tournee (Bild). Mit ihrer Single "Goodbye" konnte sie in den iTunes-Charts in ihrem Heimatland Indonesien punkten. Außerdem platzierte sich der Song in den Charts mehrerer europäischer Länder.