"The Voice" 2016: Samu Haber heult, Smudo schmeißt sein Höschen

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Beim Halbfinale von "The Voice" wurden die Karten neu gemischt. Die Jury hatte nichts mehr zu melden, denn die Zuschauer durften über die vier Finalteilnehmer entscheiden. © teleschau - der mediendienst GmbH

Andreas Bourani, Smudo, Michi Beck, Yvonne Catterfeld und Samu Haber heizten dem Publikum beim Halbfinale in Berlin live ein. Smudo und Michi von den Fantastischen Vier witzelten, der Abend würde "ein Arbeitsurlaub, weil die Zuschauer sich für uns entscheiden". Doch die coole Fassade bröckelte bald. Wer wen zu Tränen hinriss, für wen Smudo "sein Höschen hinschmiss" und wer für welches Team ins Finale einzog, zeigt die Bildergalerie ...
Den Anfang machte Michael Caliman aus dem Team von Andreas Bourani. "Michael ist jemand, den man nicht vergisst, wenn man ihn sieht", fand Bourani. "Verführerisch und stark" wollte der singende Friseur auf der Bühne wirken. Optisch erinnerte er an Prince, akustisch gab er einen James-Bond-Titelsong-Klassiker zum Besten: "License To Kill".
Lucie Fischer versuchte sich an Mias Ohrwurm "Hungriges Herz". Eines der wenigen flotteren Stücke an einem von Balladen dominierten Konzertabend.
Tay Schmedtmann schmetterte das von Sarah Connor bekanntgemachte "Wie schön du bist" so schön, dass er dafür mit Standing Ovations belohnt wurde. Samu vermutete: "Ich glaube, wir hören nächste Woche mehr von dir."
Andreas Bourani versuchte sich an einem salomonischen Urteil: "Ihr habt alle drei so ein großes Herz. Wenn ihr so bleibt wie ihr seid, dann ist die Reise für euch als Künstler noch lange nicht vorbei ... Ich wünsche mir Kollegen wie euch."
Die Zuschauer entschieden sich eindeutig für Tay. Der ging gerührt in die Knie, wurde aber von Coach Andreas Bourani mit in den Siegestaumel gerissen.
Nun war Samu Habers Team dran. Er hatte im Gegensatz zu den anderen eine reine Boygroup ins Halbfinale geschickt. Zuerst an den Start ging Stas Schurins mit der Ballade "Rise Up". Samu meinte, dies sei genau sein Song. Stas hatte durch den Krieg in der Ukraine alles verloren, bevor er wieder Fuß fasste.
Flo Unger war wenig überzeugend mit seiner Interpretation von "Hand in Hand". Handwerklich zwar solide, aber doch deutlich entfernt vom Niveau der größeren Stimmen des Abends.
Robin Resch wagte etwas Einzigartiges: Er begleitete sich selbst lediglich auf der Gitarre und sang die Ballade "Chasing Cars". Das Ergebnis war der intimste Moment des Abends und rührte Samu zu Tränen. Kein anderer Coach war im Halbfinale derart nah am Wasser gebaut wie der Finne. Smudo drückte seine Gefühle ebenfalls weiblich aus: "Ich habe schon mein Höschen hingeschmissen!"
Nicht nur Samu Haber wurde von dem leisen Auftritt seines Zöglings berührt. Das Publikum entschied sich ebenfalls für Robin.
Als nächstes Team waren die drei Kandidaten von Yvonne Catterfeld am Start. Friedemann Petter sang "Bye Bye", hoffte aber, dass die Zuschauer das nicht zu wörtlich nehmen würden. Wie manch anderer Interpret erntete er für seinen Auftritt stehende Ovationen.
Vera Tavares versuchte sich als "Dirty Diana". In High Heels mimte sie eine weibliche Version ihres Vorbilds Michael Jackson. Das klang zwar kraftvoll, aber leider auch wenig gefühlvoll.
"Ich krieg einen Herzkasper, wenn ich ihn da auf der Bühne sehe", fürchtete die Mama von Boris Alexander Stein. Dennoch war sie im Publikum, als dieser "Still" von Jupiter Jones sang und damit Yvonne Catterfeld zu einem Tränchen rührte.
"Dieser scheinbare Widerspruch hat mich von Anfang an fasziniert", sinnierte Michi Beck nach der Performance von Boris (Mitte): "das harte Äußere, das weiche Innere."
Der Mann mit den vielen Tattoos eroberte auch die Gunst der Zuschauer - Boris Alexander Stein steht für Yvonne Catterfeld im Finale.
Als letztes Team stiegen die drei Kandidaten von Michi Beck und Smudo in den Ring. Den Anfang machte Robert Ildefonso mit dem schwungvollsten Stück des Abends: Bei seiner Interpretation von "Beggin" kamen die Tanzeinlagen nicht zu kurz.
Yasmin Sidibe machte aus dem Gotye-Ohrwurm "Somebody That I Used To Know" etwas ganz Eigenes. Gewagt, denn aufgrund der Bekanntheit des Originals musste sie sich daran messen lassen. Ob die Zuschauer diese Eigenständigkeit honorieren würden?
Der Schweizer Geheimfavorit Marc Amacher ließ den Abend mit einem Kracher ausklingen. Er heizte er dem Berliner Publikum mit einer Blues-Rock-Variante des AC/DC-Klassikers "TNT" ein.
Die "Zugabe"-Rufe wurden nicht erhört. Smudo schwärmte: "Marc ist unsere Stimmungskanone, unberechenbar und explosiv" - wie TNT. Das sahen die Zuschauer genauso und wählten ihn ins Finale.
Fest steht nur: Die große Entscheidung am 18. Dezember in SAT.1 wird neben der Wahl der "Voice Of Germany" auch Auftritte von Weltstars wie John Legend, Emeli Sandé, One Republic und Alicia Keys bieten.
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