The Voice of Germany: "Battles" zwischen Kandidaten und Zoff zwischen Juroren

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In der ersten "Battle"-Phase der neuen "The Voice of Germany"-Staffel fließen Tränen. Weil sich die ersten Top-Talente gegenseitig rauswerfen. Aber auch, weil der Hickhack der Coaches, der bei Yvonne Catterfeld und Mark Forster zwischen Hass und Hassliebe changiert, ziemlich fies eskaliert. © teleschau - der mediendienst GmbH

Die Zickereien zwischen Yvonne Catterfeld und Mark Forster gehen auch in den "Battles" weiter. "Ich muss überlegen, ob ich dir das Herz oder die Knochen breche", zischt die Erfurterin ihrem Coach-Kollegen zu. Als ob die neue Folge nicht schon genug Gänsehaut-Folter bieten würde.
Auslöser für das Wortgefecht ist eine Song-Schlacht, die allen Beteiligten an die Nieren geht. Mark Forster hetzt die beiden Jungspunde Benedikt (rechts) und Felix aufeinander - mit dem Leonard-Cohen-Song "Hallelujah". Da fließen Tränen. "Felix, du weißt, du hast mein Herz gebrochen", säuselt Yvonne Catterfeld.
Mark Forster lobt Felix indes fürs Herzen brechen. "Deswegen mag ich ihn so", sagt er. "Guter Mann." Forster lässt keine Gelegenheit aus, der Catterfeld eins auszuwischen. Letztlich entscheidet er sich für seinen Schützling Benedikt. Und das hoffentlich nicht nur, weil seine Kollegin Felix favorisiert.
Die fesche GNTM-Gewinnerin Lena Gercke wirkt fast so, als wollte sie Robin Portmann schützend in den Arm nehmen. "Wenn ich genauso etwas anhätte, würden mich hier alle auslachen", spottet Mark Forster. "Bei dir ist es cool." Ach so!
Robin, der schon bei "The Voice of Switzerland" teilgenommen hat, durchlebt ohnehin eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Zunächst entscheidet sich seine Mentorin Yvonne Catterfeld nach dem gemeinsamen Battle-Song "No More Drama" für den 25-jährigen Juan (links), der damit eine Runde weiter kam. "Oh Gott", stöhnt die Catterfeld, die sich lange nicht entscheiden kann.
Robin ist fast auf dem Nachhauseweg - als hochgelobter, aber geschlagener Battle-Kämpfer. Doch dann drücken gleich zwei weitere Teams den "Stealdeal"-Button, mit dem schon Ausgeschiedene noch gerettet werden können. Sowohl die Fantas als auch Mark Forster wollen den 21-Jährigen haben.
"Man kann ihn nicht gehen lassen", urteilt Forster. Im Gegenzug für die Last-Minute-Rettung gibt es noch mehr Häme. "Das war spektakulär", lobt Mark Forster den Auftritt von Robin und Juan. "Das einzige, was gegen euch spricht, ist, dass eure Hosen zu kurz sind."
Der Rettungs-Buzzer ertönt an diesem Abend nur einmal. In den anderen Battle-Runden zwingt der Spielmodus zu Abschieden. Die beiden "Musical-Pflanzen" Luzie und Max, die im Fanta-Team Aufnahme gefunden haben, kommen sich bei ihrem David-Bowie-Duett näher. Am Schluss wirkt es fast so, als ob sie sich nicht trennen wollten.
Während der Proben zu "Life on Mars" waren die Fantas noch alles andere als begeistert von Luzie und Max. "Mir gefällt überhaupt nicht, wie die singen", schimpft Michi Beck. "Es ist ganz schlimm." Auf der großen Show-Bühne springt der Funke über. Doch Max zieht den Kürzeren: In die nächste Runde nehmen die Hip-Hopper Luzie mit.
Auch Coach Samu Haber muss eine bittere Entscheidung treffen. Er hat mit Chiara, Mary-Anne und Selima gleich drei Rockerinnen in den Ring geschickt. Oder, genauer gesagt, seine "Ink Bitches", wie er die Power-Grazien wegen ihrer Tätowierungen nennt.
Auf einem Landsitz im Grünen hat der Sunrise-Avenue-Frontman mit den drei Rock'n'Roll-Talenten den Song "Fighter" von Christina Aguilera einstudiert. "Der beste Battle-Song aller Zeiten", wie Samu herumposaunt.
Die drei Power-Sängerinnen rocken das Studio. Und das gleich zu Beginn der Show. "Samu verschießt sein Pulver ziemlich früh", stichelt Michi Beck von den Fantas. "Dafür ist er berühmt", legt Mark Forster nach und spielt auf Samus Pechsträhne in den früheren Staffeln an. Selima kann's egal sein: Sie siegt und darf sich jetzt für die nächsten Wettkämpfe vorbereiten.
Dass es bei "The Voice" trotz großen Anklangs in der "Blind Audition"-Phase schnell wieder vorbei sein kann, merkt der ursprüngliche Drei-Buzzer-Sieger Jonas (li.) aus Südtirol. Mark Forster hat ihn im Song-Duell mit dem Ed-Sheeran-Titel "Galway Girl", einer extrem schnellen Nummer, gegen seinen Mitstreiter Michael antreten lassen. Doch der macht das Rennen - als das "etwas vielversprechendere Gesamtpaketchen".
Im "Battle der Generationen" gibt es einen klaren Sieger. Und einen Verlierer, den man gerne noch einmal gehört hätte. Der 16-jährige Melvin setzt sich im Duett-Duell gegen den 42-jährigen Kanadier David durch. Einen Gefallen hat Yvonne Catterfeld beiden mit ihrer Lied-Auswahl - John Lennons "Imagine" - nicht getan. "Dieser Song ist ein No-Go", findet Samu Haber.
Eine Entscheidung muss schließlich auch im Starkstrom-Finale fallen. Da wetteifern die Roh-Kehlchen Paddy und Meike miteinander. Beide arbeiteten sich an der rasanten "Smooth Criminal"-Variante von Alien Ant Farm ab.
Paddy, der schon länger in Bands singt bzw. plärrt, tritt mit der Strategie "Voll auf die Zwölf" an. Seine Gegnerin Meike fährt eine ähnliche Tour. Heraus kommt, wie Mark Forster mehr oder weniger glaubwürdig beteuert, "mein Lieblings-Battle auf der Welt - aller Zeiten". Ob man das noch überbieten kann? Am nächsten Donnerstag geht's in die neuen Schlachten...
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