Tränen bei "The Voice": Yvonne Catterfeld erinnert an verstorbenem Kollegen

Wenn die Coaches bei "The Voice of Germany" um die besten Talente buhlen, bleibt kein Auge trocken. Doch bei den zweiten "Blind Auditions" der neuen Staffel flossen die Tränen: Yvonne Catterfeld war mit ihren Gedanken urplötzlich bei einem verstorbenen Kollegen.

Der Hahnenkampf um die besten Gesangstalente wird auch in der neuen "The Voice"-Staffel ohne falsche Zurückhaltung geführt. Da blieb in den zweiten "Blind Auditions" bei SAT.1 kein Auge trocken. Auch nicht bei Yvonne Catterfeld. Sie allerdings war aus traurigem Grund urplötzlich ergriffen.
Um diese stimmgewaltige Sängerin kämpften die Coaches mit aller Macht. Monica Lewis-Schmidt (52) arbeitet seit ihrem 18. Lebensjahr als Profi-Sängerin und stand schon mit Shakira und Wyclef Jean auf der Bühne. Sie schmetterte den Welthit "Respect" der kürzlich verstorbenen Souldiva Aretha Franklin derart umwerfend, dass alle fünf Coaches buzzerten.
"Ich habe die größte musikalische Spanne von allen Coaches hier", prahlte Neu-Coach Michael Patrick Kelly. Dann zählte er auch noch auf, dass er in einem Doppeldeckerbus, in einem Schloss und auf einem Boot gelebt hat. Catterfeld schmunzelte und gab zurück: "Ah. Das wird jetzt die Masche. Mein Haus. Mein Boot. Mein Auto!" Gute Masche. Paddy Kelly erhielt den Zuschlag.
Nach wenigen Takten buzzerten sämtliche Coaches synchron für Guiliano - obwohl er an diesem Abend erst zum zweiten Mal in seinem Leben auf einer Bühne stand. "Ich war gerade richtig gerührt. Eigentlich auch zu Tränen," erklärte Yvonne noch recht gefasst. Doch dann sagte sie: "Und dann hatte ich gerade tatsächlich einen Moment, als Du gesungen hattest, wo ich an Roger Cicero denken musste."
In Gedanken an den 2016 verstorbenen Jazz-Star flossen Tränen über Yvonnes Gesicht. Michi Beck von den Fantastischen Vier nahm die Sängerin tröstend in den Arm. "Irgendetwas hast Du in mir ausgelöst, dass ich an diesen einzigartigen, wunderbaren, großen Sänger gedacht habe," sagte Yvonne zu Guilano, der nun auch ergriffen war. Fast logisch, dass er sich für ihr Team entschied.
Eigentlich sind sie unzertrennlich, doch bei "The Voice" mussten sie nacheinander ran: die Zwillinge Julian und Sascha Coles. Der sechs Minuten ältere Julian begann. Smudo enttäuscht: "Zu doll nachgemacht." Keiner der Coaches drehte sich um.
Dann folgte Bruder Sascha. Das Publikum lachte - der war doch eben schon da! Doch der hier schien talentierter, alle fünf Coaches buzzerten. Die Brüder gaben als heißes Extra "Sex On Fire" von den Kings Of Leon zum Besten - Paddy Kelly hüpfte auf dem Stuhl wie ein Flummi. Sascha entschied sich trotzdem für Yvonne.
"Endlich mal ein bisschen Niveau hier in der Bumsbude", frohlockte Mark Forster. Der Anlass: Opernsängerin Ludmilla. Den Coaches fiel fast die Kinnlade runter, als sie erfuhren, dass Ludmilla bei "The Voice of Germany" zum ersten Mal auf einer Bühne stand. Sie entschied sich für Team Kelly.
Sänger Samuel wollten alle haben, drum gab Paddy wieder rhetorisch Vollgas: "Ich hab' auf Bühnen gestanden, als Mark und Yvonne Blockflöte übten und die Fantas ihre ersten Pickel bekamen!" Smudo fuhr den Konter: "Liegt aber auch nur daran, dass Paddy zehn Jahre bevor er Pickel bekam schon auf der Bühne stand."
"Ihr seid so anstrengend", sagte Mark Forster zu den Fantas. Das Publikum johlte, und Michi Beck gab sich geschlagen: "Wenn wir keine Witze mehr machen sollen - sagt es gleich!" Forster intervenierte, bekam von Michi ein "Halt die Fresse!" an den Kopf geknallt. Im Spaß natürlich.
David (30) war mit seiner ganzen Kommune angerückt. Im Vorgespräch gab er zu verstehen, dass er und seine Mitbewohner sich dort neben Küche und Bad auch gerne das Bett teilten. Ein Studio wollte sich aber keiner der Coaches mit ihm teilen. David nahm die Abfuhr gelassen und verteilte Handküsse ins Publikum.
Kubanisches Feuer hatte das Trio "Misses Meleza" im Gepäck. Coach Mark bekam sogar für lau einen Tanzkurs spendiert. Und die temperamentvollen Kubanerinnen landeten bei Team Forster.
Eine bewegende Geschichte erzählte Berarda aus der Schweiz vor ihrem Auftritt: Sie ist von Geburt an blind und fühlte sich in ihrem Leben oft isoliert. Um sehen zu können, unterzog sie sich 33 Operationen, wegen derer sie viele Schmerzen erlitt.
Was war das für ein starker Auftritt! Alle Coache-Sessel drehten sich um. Bernarda war so ergriffen, dass sie herzzerreißend weinen musste. Ein ganz besonderer Moment für die gläubige Christin. Forster schleimte: "I was a Messdiener." ("Ich war Messdiener".) Paddy konterte: "And now he is a Weihwasserfrosch!" ("Und jetzt ist er ein Weihwasserfrosch!") Punkt für Kelly - und dieses Ausnahmetalent für sein Team.
Weiter geht's bei "The Voice of Germany" mit den dritten "Blind Auditions" am Donnerstag, 25. Oktober, um 20.15 Uhr auf ProSieben.