(cze/mom) - Es war ein dramatischer Abschied für den Hamburger "Tatort"-Ermittler Cenk Batu. Doch ausgerechnet bei der letzten Szene, in der er blutüberströmt mit dem Tod ringt, gab es eine peinliche Panne.

Mehmet Kurtulus alias Batu liegt am Ende der Folge "Die Ballade von Cenk und Valerie" schwer verletzt auf einer Krankenhaustrage, als plötzlich aus dem Off eine Stimme zu hören ist. Die gehört offensichtlich ARD-Moderator Jörg Schönenborn, der sich auf die Sondersendung zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein vorbereitet.

"Machste eins zwei-eins-dreißig" und irgendwas mit "den kleinen Haaren" ist da zu vernehmen - eine kleine Panne zwar nur, aber dennoch peinlich genug und zudem sehr unpassend. Da hätte Cenk Batu einen würdigeren Abschied verdient.

Allerdings war auch die Story des letzten Batu-Falles ein wenig zu viel des Guten. Musste es denn wirklich gleich der Bundeskanzler sein, den der verdeckte Ermittler umbringen soll? Musste die von Corinna Harfouch (grandios) dargestellte Mörderin denn wirklich eine seit zwei Jahrzehnten verschollene, autistische, todkranke Top-Auftragskillerin sein, die noch dazu ihren Sohn 20 Jahre lang in der Wildnis aufgezogen hat? Und wer bitte hat sich diesen Haufen offensichtlich zugekokster Investmentbanker ausgedacht, die ein Attentat auf den Bundeskanzler in Auftrag geben und auch noch vor der Polizei damit prahlen?

Auch einen solchen Abschied hat Cenk Batu nicht verdient. Immerhin gibt es für seine Fans einen kleinen Hoffnungsschimmer: In der letzten Szene liegt er zwar, wie eingangs erwähnt, schwer verletzt im Krankenhaus - ob er aber wirklich stirbt, bleibt offen.