Verfeindete Roboter, die sich in Kraftfahrzeuge verwandeln können, in Wirklichkeit aber jahrtausendealte Aliens aus einer fernen Galaxie sind, treffen auf Dinosaurier, die CIA - und natürlich auf Michael Bay. Hollywoods Chefpyromane läutet im vierten Teil der "Transformers"-Reihe die "Ära des Untergangs" ein. Yeah!

"Transformers - Ära des Untergangs" schnell erzählt

Vier Jahre sind vergangen, seitdem die guten Transformers (Autobots) die bösen Transformers (Decepticons) in einer Schlacht besiegt haben, im Zuge derer Chicago dem Erdboden gleich gemacht wurde. Inzwischen haben die Menschen aber längst wieder vergessen, wer sie damals vor der kompletten Ausrottung bewahrt hat und machen hemmungslos Jagd auf alle Transformers gleichermaßen.

Außerdem ist ein machthungriger Unternehmer dabei, im Auftrag der CIA die DNA der außerirdischen Roboter zu entschlüsseln. Mit dieser neuartigen Technologie soll die Erde zu einem sichereren Ort werden. Mit "Erde" sind eigentlich die USA gemeint. Ach ja, ebenfalls irgendwie böse Transformers, die einst für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich waren, haben auch noch ihre öligen Finger mit im Spiel. Schnell eskaliert die Situation und alle gehen aufeinander los. Dabei fliegt unglaublich viel in die Luft.

Mit dieser knappen Zusammenfassung ist eigentlich schon der Inhalt des gesamten Films zusammengefasst. Satte 165 Minuten wohlgemerkt. Inhaltlicher Tiefgang sollte aber ohnehin nicht der vorrangige Beweggrund für einen Kinobesuch von "Transformers - Ära des Untergangs" sein. Dass die Handlung jedweder Logik entbehrt, dürfte niemanden wundern, der bereits einen der drei Vorgängerfilme gesehen hat. In denen wird unter anderem erklärt, dass die Transformers auch für den Bau der Pyramiden von Gizeh, sowie die Mondlandung verantwortlich sind. Jetzt also die Dinosaurier? Warum nicht!

Wer denkt sich so etwas aus?

Laut Abspann ist eine Person namens Ehren Kruger wie schon bei den Teilen zwei und drei für das Drehbuch verantwortlich. Angesichts der Tatsache, dass "Transformers" auf einer Spielzeugserie basiert, haben wir eine Theorie: Um einen größeren Anteil des Budgets für Explosionen und Spezialeffekte ausgeben zu können, bedient sich Michael Bay eines ebenso simplen wie effizienten Tricks.

Man händige einer Gruppe von Vorschülern diverse Actionfiguren von Robotern, Außerirdischen, Dinosauriern und dergleichen aus. Die aus den Spielszenarien hervorgehenden Konstellationen und Beziehungen ergeben sodann das Grundgerüst des Drehbuchs. Damit es zumindest ein wenig menschelt, dürfen zwischen den Actionsequenzen noch ein paar für das Geschehen im Grunde völlig unerhebliche Schauspieler (z.B. Mark Wahlberg) einprägsame Oneliner beisteuern.

Die klingen dann im Ergebnis so: "'Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?' - 'Mein Gesicht ist der Durchsuchungsbefehl.'" oder so: "'Auf der Erde gibt es einen Spruch: Die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde.' - 'Ich habe auch einen Spruch: Das ist mir egal!'" Dann wird wieder gekämpft, sich ineinander verliebt oder alles auf einmal. Haben wir schon erwähnt, dass währenddessen ständig irgendetwas explodiert? Zum Schluss kommt noch der Name "Ehren Kruger" vorne drauf. Es soll ja nicht gleich jeder wissen, worauf Michael Bays kommerzieller Erfolg beruht.