Da nützte die ganze Tarnung nichts. Der Geschäftsführer Patrick Weber (44) der arko GmbH flog als "Undercover Boss" in der RTL-Sendung auf. Wenn auch erst am Schluss seiner Mission.

Weber, sonst im Anzug, bekam für die Sendung ein neues Outfit verpasst. Das hieß: Jeans, giftgrüne Turnschuhe, Schnauzer, andere Frisur, Brille, Fettanzug und falsche Zähne. "Das geht gegen die Eitelkeit", sagte er beim Styling.

Weshalb sich der arko-Chef tarnte

Um Einblick bei den arko-Filialen zu bekommen, gab sich der Geschäftsführer als Michael Franke aus, der Arbeit sucht und tarnte sich deshalb als Kandidat der TV-Sendung "Hop oder Job".

Bei dem Traditionsunternehmen arko werden Süßwaren und Kaffee angeboten. Zu ihm gehört mittlerweile auch die Firma Eilles mit ähnlichem Sortiment.

Pralinen brauchen Platz

Praktikant Michael Franke hatte eine ganz schöne Tour zu bewältigen und viel zu lernen. In Mölln sollte er das Schaufenster dekorieren und neue Pralinen in die Vitrine stellen.

Doch der Platz, die Ware auszutauschen, war viel zu eng und es gab keine Ablage. Für ihn als Chef aber war die Erfahrungen hilfreich: "Das werde ich an die Zentrale weitergeben."

Nächster Stop: Eilles in Bayreuth. Dort lief es insgesamt schon besser, aber als Lieferant unterwegs mit einem erfahrenen Mitarbeiter tat sich Praktikant Michael - immer noch nicht aufgeflogen - doch recht schwer, verlor sich in den Gängen.

Wie der "Undercover Boss" enttarnt wurde

In Weimar, der letzten Station und einer der umsatzstärksten Filialen mit Café, kam der "Undercover Boss" ganz ins Straucheln.

Er vergaß, wer was bestellt hatte. Und die Fingerfertigkeit, um Geschenktüten zu packen, fehlte ihm völlig. Leiterin Doreen Zedler nahm ihn ganz schön hart ran - und war um vieles aufmerksamer als Praktikant Michael alias Patrick Weber.

Die 36-Jährige merkte, wer er in Wahrheit ist. "Das lag an den Fragen, die er gestellt hat", erklärte sie. Sie fand es aber gut, jemanden von der Führungsebene vor Ort zu haben. So waren am Ende alle zufrieden. (göc)© top.de