Voll nervig: Die meist gehassten Serienfiguren aller Zeiten

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Wer Serien liebt, hat meist auch ein Problem: Es gibt nicht nur strahlende Helden, sondern auch schlimme Schurken, fiese Intriganten, besserwisserische Nervensägen und anstrengende Heulsusen. Figuren, bei denen man glatt zum Hater werden kann. © teleschau - der mediendienst GmbH

... und taucht regelmäßig in der Sitcom "The Big Bang Theory" auf. Auch auf Sheldons Liste seiner Erzfeinde hat es Wil Wheaton geschafft, wenngleich aus anderen Gründen. Den "Big Bing Theory"-Nerds schüttet er allerdings gerne sein Herz darüber aus, wie gemein damals die "Star Trek"-Fans zu ihm waren.
Wenn wir schon auf Captain Picards (Patrick Stewart) "Enterprise" sind: Mit den Borg hatten die Macher dem Skipper ein durchtriebenes Feindkollektiv entgegengestellt - einen biokybernetischen Organismus aus Milliarden von assimilierten Lebewesen. Die total vernetzte Gesellschaft, die keinen Individualismus kennt, erinnert irgendwie an Social Bots und Filterblasen.
Arrogant, feige, sadistisch: Der von Jack Gleeson gespielte königliche Rotzlöffel Joffrey Baratheon hat sich in "Game Of Thrones" nicht wirklich viele Freunde gemacht. Sein brutaler Tod war dann auch für die meisten Fans eher Erlösung als Schock, zumal ja noch eine Menge weiterer Hassfiguren durch Westeros wandeln - wie etwa ...
.. Ramsay Bolton (Iwan Rheon)! Ein Sadist, Mörder und Vergewaltiger. Umso größer die Genugtuung, als endlich, endlich auch er bekam, was er verdiente. Nachdem das Scheusal die große Schlacht verloren hatte, war es Sansa (Sophie Turner), seine viel gequälte Angetraute, die über ihn richten durfte. Sie überließ ihn seinen geliebten, sehr, sehr hungrigen Hunden.
Und noch ein Widerling aus "Game Of Thrones": Viserys Targaryen (Harry Lloyd, re.). Er zwang seine Schwester, mit fremden Männern zu schlafen und trachtete ausschließlich nach Macht, Soldaten und Gold, um den Eisernen Thron an sich zu reißen. Gold bekam Viserys auch, im Überfluss sozusagen ...
Da kämpft man um das blanke Überleben in einer von Zombies überrannten Welt und dann sorgt die Frau für Beziehungsstress und hat der Sohn nichts als Dummheiten im Kopf: Die Seifenoper von Lori (Sarah Wayne Callies) und der Teenager-Nonsens von Carl Grimes (Chandler Riggs) haben nicht nur Sheriff Rick Grimes in "The Walking Dead" an den Rand des Wahnsinns getrieben.
Niemand mochte Skyler White (Anna Gunn), dabei war es ihr Mann Walter, der in "Breaking Bad" bei seinem Aufstieg zum Drogenkönig jegliche Moral verlor. Anstatt zu ihrem Mann zu stehen, meckerte sie nur - und sorgte dafür, dass sich Abertausende auf unzähligen Facebook-Seiten im Hass gegen sie vereinten. Anna Gunns Erklärung für die starke Reaktion der Zuschauer: "Skyler ist keine typische Hausfrau", analysierte sie in der "New York Times", "und damit ein idealer Test für unsere Einstellung zu Geschlechterrollen."
Ein klassischer Bösewicht ist Chuck McGill (Michael McKean) nicht. Dafür ist er viel zu gesetzestreu. Aber mit seiner steifen, hinterhältigen und missgünstigen Art, sorgt er in "Better Call Saul" dafür, dass aus seinem tollpatschigen Anwaltsbruder Jimmy der durchtriebene Saul Goodman wird, der es in "Breaking Bad" mit moralischen Imperativen nicht so genau nimmt.
Ein Uhrmacher, der nicht richtig tickt. Sylar (Zachary Quinto) hatte in "Heroes" nur ein Ziel: Er wollte möglichst vielen seiner übernatürlich begabten Mitmenschen den Schädel spalten, um ihre Kräfte aufzusaugen. Weil er es dabei auch auf eine hübsche Cheerleaderin abgesehen hatte, versagte ihm das Publikum jegliche Sympathie.
Buffys plötzlich aufgetauchte kleine Schwester Dawn (Michelle Trachtenberg) empfanden viele Zuschauer als Pest: Dabei hatte es die Teenager-Göre wirklich nicht leicht in "Buffy - Im Bann der Dämonen". Wenn alle die große Schwester bewundern, darf man als 14-Jährige auch mal Komplexe haben. Trotzdem: Dawn jammerte zu viel, schmollte zu viel, klaute zu viel.
Weil es so gut klappte mit dem Nervig-sein, machte Michelle Trachtenberg (Mitte) gleich bei "Gossip Girl" weiter: Ihre Figur Georgina Sparks war zwar nicht in jeder Folge dabei, hinterließ aber nachhaltige Hassgefühle. Neben der rücksichtslosen Soziopathin wirkten all die anderen normalen Soziopathen wie nette Menschen aus der Bibelstunde.
In der fünften Staffel von "Dexter" machte Lumen Pierce (Julia Stiles) dem sympathischen Serienmörder von nebenan das Leben zur Hölle: weil sie es verdammt noch mal drauf anlegte, so zu werden wie er. Sie wollte unbedingt das Killerhandwerk lernen und vermasselte mit ihrer Unbedarftheit im Prinzip jeden Aspekt aus Dexters Leben.
Überhaupt: Mit den Frauen hatte Dexter kein Glück, weder in der Liebe noch im Job. Seine Vorgesetzte Maria LaGuerta (Lauren Vélez) jedenfalls war so ein herrlich manipulatives Miststück, dass man ihr einen Besuch in Dexters Sägeraum wünschte. Der war aber unrealistisch, weil Dexter einem moralischen Code folgte. Zumindest bis ihm seine Chefin zu dicht auf den Fersen war.
Ein Früchtchen, das weiß, was es will: Jungjournalistin Zoe Barnes (Kate Mara) steht in der ersten Staffel von "House of Cards" vor einer großen Karriere in Washington D.C. Sie macht eigentlich nicht viel falsch, außer sich völlig naiv auf Frank Underwood einzulassen - und dabei ihren Körper gegen Informationen aus erster Hand zu verkaufen. Vor allem beim weiblichen Teil des Publikums kam das nicht so gut an.
Überhaupt ist "House of Cards" nicht gerade mit sympathischen Figuren gesegnet: Wie auch, schaut die Serie doch hinter die Kulissen des Politikbetriebs in Washington D.C. Und da muss man geradezu diabolisch manipulativ sein, um zu überleben oder wie Frank und Claire Underwood (Kevin Spacey, Robin Wright) ins Weiße Haus einziehen zu können.
Unter den harten Jungs in "Prison Break" war T-Bag der härteste. Robert Knepper, der Mann mit dem wohl irrsten Blick im Fernsehen, spielte den Rassisten und Pädophilen derart lustvoll und launig, dass die Leute wohl auch im echten Leben schreiend vor ihm weggelaufen sind.
Auch Schauspielerin Jodie Whittaker (hier in "Broadchurch") hat im echten Leben Probleme: Dabei wurden die neuen Folgen von "Dr. Who" noch nicht einmal gedreht. Aber als die BBC im Sommer verkündete, dass erstmals ein weiblicher Time Lord in der Kultserie auftritt, fühlte sich Whittaker genötigt, dem jammernden Publikum in Interviews "die Angst vor meinem Geschlecht zu nehmen".
In "Full House" spielte Andrea Barber (links) D.J.s beste, wenngleich nervige und etwas unterbelichtete Freundin Kimmy Gibbler, die ständig bei den Tanners rumhing - und sich vermutlich selbst fragte: "Warum eigentlich?" Immerhin: Das Comeback der Serie 2015 bei Netflix rettete Kimmy mit ihrer unbeschwerten Art.
Weil sich Charlie Sheen aus der Serie soff und pöbelte, übernahm Ashton Kutcher ab der elften Staffel das Ruder in der Erfolgssitcom "Two And A Half Men". Statt Machosprüchen und Schlabberhemd gab's fortan Jesus-Look und soft skills. Boring.
Ein Mann, eine Mission: Tingeltangel-Bob versucht seit Ewigkeiten, Bart Simpson umzubringen. Und zwar nur, weil der Rotzlöffel verhinderte, das Tingeltangel-Bob seinen Chef Krusty entführt, um selbst groß Karriere zu machen. Ein echter Kotzbrocken.
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