Was wurde aus den Stars der Öl-Seifenoper "Dallas"?

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Die Kultserie "Dallas" lockte zwischen 1978 bis 1991 regelmäßig Millionen von Zuschauern vor den Bildschirm. Die Ölmogul-Familie Ewing auf der Southfork Ranch in Texas mit all ihren Dramen und Intrigen ist heute noch eine der bekanntesten der TV-Geschichte. Was aber ist aus den Darstellern geworden?

Für Patrick Duffy war "Dallas" der Durchbruch. Für die Fortsetzung der Serie 2012 übernahm er erneut die Rolle von Bobby Ewing. Seine Popularität in Deutschland setzt sich bis heute fort: Kurz vor Ostern ist er - in Ehren ergraut - in der ZDF-Show "Willkommen bei Carmen Nebel" zu sehen.
Bobby Ewing war der kleine Bruder von J.R. - und als der freundlichere der beiden auch dessen Antithese. Er stritt sich aber auch oft mit seiner Frau Pamela. Zudem war er natürlich am Familienunternehmen Ewing Oil beteiligt.
"Dallas" drehte sich hauptsächlich um ihn: J.R., ältester Sohn von Miss Ellie und Jock Ewing. Der als skrupellos geltende J.R. schreckte vor beinahe nichts zurück, um seine Ziele zu erreichen. Er geriet häufig mit seinem Bruder Bobby aneinander und intrigierte gegen seinen Erzfeind Cliff Barnes.
Larry Hagman wurde als J.R. zur TV-Legende. Im Gegensatz zum niederträchtigen J.R. war Hagman sozial und politisch engagiert. Als er 2011 an Kehlkopfkrebs erkrankte, hieß es anfangs, die Krankheit sei gut behandelbar. Im Jahr darauf starb Hagman jedoch – in Dallas, Texas.
Die ehemalige Schönheitskönigin Sue Ellen war der Blickfang an J.R.s Seite. In ihrer Ehe mit ihm hatte sie es nicht immer leicht. Außerdem kämpfte sie mit ihrer Alkoholsucht, wurde immer wieder rückfällig.
Sue Ellen wurde von Linda Gray gespielt. Nach einigen Film- und Serienrollen wandte sie sich dem Broadway und der Theaterbühne zu. Ihr bislang letzter Auftritt im TV war die "Dallas"-Fortsetzung 2012 bis 2014.
Pamela Barnes war die Ehefrau von Bobby Ewing, mit dem sie häufig aneinandergeriet - folgerichtig ließen sich die beiden am Ende scheiden. Ikonisch sind noch heute ihre Looks.
Victoria Principal spielte die Rolle neun Jahre lang. Nach ihrem Ausstieg 1987 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma und machte sich einen Namen als erfolgreiche Geschäftsfrau, vor allem im Beauty-Bereich. Außerdem ist sie als Bestsellerautorin bekannt.
Miss Ellie war das Oberhaupt des Ewing-Clans. Trotz des süßen Namens konnte sie auch ganz schön bissig sein und harte Entscheidungen treffen - zum Wohle der Familie natürlich.
Barbara Bel Geddes' Leben beeinflusste auch ihre Rolle: Ihre Brustkrebs-OP musste auch Miss Ellie mitmachen. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands wurde Bel Geddes 1984/85 kurzzeitig von Donna Reed ersetzt. Nach der Serie war Bel Geddes nicht mehr im Fernsehen zu sehen, sie schrieb stattdessen Kinderbücher und entwarf Postkarten. 2005 starb sie 82-jährig an Lungenkrebs.
John Ross Ewing Sr. alias "Jock" war der zweite Ehemann von Miss Ellie. Als einer der Gründer der Firma Ewing Oil kaufte er später die Anteile seiner Partner auf und machte die Familie reich.
Bis zuletzt verkörperte Jim Davis die Rolle des Jock. Obwohl bei ihm eine Krebserkrankung des Knochenmarks festgestellt worden war, drehte er weiter. Seine Rolle lebte länger als er: Nach Davis' Tod im Jahr 1981 weilte Jock noch 13 Folgen lang in Südamerika.
Lucy, die Enkelin von Jock und Ellie, arbeitete als Fotomodell und hatte kein einfaches Dasein in dem großen Clan.
Lucy-Darstellerin Charlene Tilton bekam nach "Dallas" nur noch kleinere Rollen. Für die Fortsetzung von "Dallas" kehrte aber auch sie zurück.
Er war der härteste Gegner von J.R.: Cliff Barnes. Dabei konnte er genauso hart und skrupellos sein wie sein Kontrahent. Sein Ziel: Der Besitz der Ewing-Firma.
Ken Kercheval stieg mit seiner Rolle im Verlauf der Serie vom Neben- zum Hauptdarsteller auf und war auch in der Fortsetzung dabei. Dem Dauerraucher wurden aufgrund von Lungenkrebs Teile seiner Lunge entfernt, heute gilt er als genesen. Das Rauchen hat er nicht aufgegeben.