"Wer wird Millionär?": Falsche Kandidatin stürmt nach kurioser Verwechslung die Bühne

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Quiekend vor Glück betrat die Kandidatin die Bühne. Dann der Schock-Moment: Sie war die Falsche! Eine Rivalin war Sekundenbruchteile schneller bei der Auswahlrunde. Wie konnte es zu so einem Missverständnis kommen?

Auch er freute sich über seinen großen Auftritt: Herrenausstatter Jonas Schöneberger brüllte vor Freude. Im Gegensatz zu der unglücklichen Dame, die später wieder von der Bühne musste, durfte er aber bleiben. Den ersten Joker brauchte er bei der 1.000-Euro-Frage. Den nächsten bei 4.000.
Gefragt war, wie man "Zucker" trennen darf. "Meine Deutschlehrerin hat gesagt, dass man das c und das k trennen darf", erinnerte sich der Kandidat. Doch nach dem Joker-Einsatz standen nur noch "Zuk-ker" und "Zu-cker" zur Wahl. Schönebergers Botschaft an die Lehrerin: "Liebe Frau Reinert, das war's! Ich möchte keinen Kaffee mehr mit Ihnen trinken."
"Welche Sommerprodukte werden in letzter Zeit zunehmend mit einer Anti-Sand-Eigenschaft beworben?" Das Publikum war bei der 8.000-Euro-Frage zu 98 Prozent für Sonnenschutzmittel. "Das wird mir immer peinlicher hier", gestand Jonas Schöneberger. Jauch wollte lieber über das Thema "Strunztuch" sprechen. Einstecktuch meinte der Mode-Banause.
"Ich mag es ganz gerne, weil es noch ein kleines Ablenkungsmanöver vom Gesicht ist", erklärte der Experte. "Für manche Leute sinnvoll", fügte er hinzu. Und erkundigte sich: "Ich hätte Einstecktücher dabei, wenn Sie eines brauchen." War das nun Hilfsbereitschaft oder eine subtile Beleidigung?
Mit 8.000 Euro stieg Jonas Schöneberger aus. Vorher wollte er Jauch noch beibringen, wie man einen noch schöneren Krawattenknoten bindet. 35 Jahre lang hatte Jauch den doppelten Windsor-Knoten geübt, es aber nie zur Perfektion gebracht. Der halbe Windsor des Kandidaten "sieht doppelt so gut aus wie meiner", gab er zu.
Auch Elias Gövert schrie vor Glück, als er auf die Bühne durfte. Modisch war er mit seiner umgedreht getragenen Cap nicht ganz so elegant gekleidet wie sein Vorgänger. Den wahren Grund für den Kopfschmuck verriet er allerdings erst sehr viel später.
Elias Gövert brauchte erst bei der 64.000-Euro-Frage den zweiten Joker. "In Deutschland gab es 2018 offiziellen Zahlen zufolge 5.555.520 ...?" Kirchenaustritte, Touristenübernachtungen, Straftaten, Unternehmensinsolvenzen?
Nach dem 50:50-Joker schob er den Zusatzjoker nach. Der riet ihm zu Recht zur Antwort "Straftaten". Befragt nach seinen geplanten Investitionen mit dem Gewinn lüftete Gövert zwar nicht seine Cap, jedoch sein Geheimnis: Die Mütze versteckt sein optisches Handicap. Die Haare lichten sich.
Deshalb wollte der Kandidat "die Jürgen Klopp-Variante" anwenden. "Die Nummer ist eine blutige Angelegenheit, das wissen Sie?", bohrte Jauch nach. Außerdem würde die Behandlung "pro Haar drei Euro kosten", hatte Jauch irgendwo aufgeschnappt. Die mitgereiste Freundin fand den Haarmangel "überhaupt nicht schlimm". So muss Liebe sein!
"Welches ist das letzte Lied auf dem letzten zu Lebzeiten von Freddy Mercury erschienenen Queen-Studioalbum Innuendo?" Die 125.000-Euro-Frage beendete die Reise für Elias Gövert. Er ging mit 64.000 Euro, einer Freundin, die ihn liebt und der Erkenntnis, dass Mercury zuletzt "The Show Must Go On" sang.
Für noch jemanden ging die Show nicht weiter: Tina Graupner erklomm nach der Auswahlfrage in Ekstase die Bühne. Eine andere Frau war auch kurz aufgestanden, setzte sich aber wieder, als Graupner ihr zuvorkam. Dann hallte eine Stimme durch den Saal: "Die falsche Dame freut sich gerade." Die richtige Dame gesellte sich dazu ...
... und gab der falschen voller Mitleid die Hand. Günther Jauch staunte: "Sie beschweren sich nicht mal, dass die falsche aufsteht?" Der Jubel der anderen habe sie eingeschüchtert, erklärte die richtige Kandidatin. "Das hatten wir auch noch nie", stellte der Moderator fest. Kurios war, wie es zu dem Missverstädnis kommen konnte.
"Um das noch mal klar zu machen: Sie sind Daria Patricia Tahmasebi Dezfouli", erklärte Jauch. Dann blickte er zu der anderen Dame, die mittlerweile mit den Tränen kämpfte: "Und Sie ... sind das nicht." Die echte Kandidatin fand: "Jetzt werden Sie aber ein bisschen gemein." Doch Jauch konnte noch viel gemeiner werden.
Bitter: Tina Graupner, die sich zu früh gefreut hatte, war bei der Auswahlfrage nur acht Hundertstel langsamer gewesen als die Siegerin. "Es war im Grunde ein Wimpernschlag, mehr nicht", trat der Moderator nach. Die unglückliche Nicht-Kandidatin jammerte: "Herr Jauch!" Jauch war dann gnädig und folterte lieber die echte Kandidatin mit fiesen Fragen.
4.000 Euro wert war die Antwort, welche Frucht über drei Keimporen verfügt, die man auch Augen nennt. "Die Kokosnuss hat doch so Dinger, wo man reinfassen kann", argumentierte die Kandidatin. "Sie meinen eine Bowlingkugel", scherzte Jauch. Verunsichert verballerte die junge Frau Telefonjoker und Publikumsjoker. Letzteres bestätigte ihr Bauchgefühl.
"Sie haben gesagt Bowlingkugel!", klagte sie. Der Moderator verteidigte sich: "Sie sind der Erste, der mich hier ernst nimmt!" Daria Patricia Tahmasebi Dezfouli ging mit 4.000 Euro. Jauch veräppelte noch einmal die falsche Kandidatin: "Ich weise noch mal auf die Regeln hin: Die von mir aufgerufene Person muss sich auf der Bühne ausweisen."
Wie viel Tilmann Meinshausen erspielen wird, blieb ungeklärt. Denn seine Glückssträhne wurde bereits nach der 2.000-Euro-Frage von der Tröte, die das Ende der Sendung signalisiert, unterbrochen. Drei Joker hat er noch. Für Meinshausen gilt also: Fortsetzung folgt.