"Wer wird Millionär?": Gynäkologin beichtet ihren bizarrsten Notfall

Günther Jauchs erste Gynäkologin auf dem Quiz-Kandidatenstuhl erzählte von einem bizarren Unfall mit Küchengerät. Dann knöpfte sich Frau Doktor den Bundesgesundheitsminister vor.

Bis zur 8.000-Euro-Frage lief es wie geschmiert, dann nahm Kerstin Schöfferle gleich zwei Joker: "In welcher Disziplin sollte der Leichtathlet Hop, Stepp und Jump beherrschen?" Zur Lösung Dreisprung verhalfen Telefonjoker und 50:50-Joker. Jauch meinte: "Vor Urologen hat es hier nur so gewimmelt", doch sie sei die erste Gynäkologin auf dem Stuhl.
Die Urologen hätten "teils erstaunliche Geschichten aus der Praxis" berichtet darüber, "was sie an Gegenständen irgendwo wieder vorholen sollen", wurde Jauch dezent deutlicher. Er hoffte, die Ärztin würde eigene Indiskretionen ausplaudern. Tat sie auch. Eine Dame hatte einen Unfall mit einem Quirlaufsatz, der sich an pikanter Stelle verkeilte.
Die Dame habe die kuriose Situation damit erklärt, dass sie vom Hocker in die offene Schublade gefallen sei. "Finde ich rührend", kommentierte Jauch. Die Gynäkologin nicht. Die empfahl für peinliche Momente: "Klappe halten. Nur so als Tipp." Das hätte sich Gesundheitsminister Jens Spahn sicher kurz darauf auch von der Ärztin gewünscht.
Sie würde gern mit ihrem Gewinn mit Jens Spahn essen gehen, bezweifelte aber "ob ihm das Essen noch schmeckt, wenn er mit mir gesprochen hat." Jauch gab zu bedenken, Spahn sei doch "ein absoluter Aktivposten in der Bundesregierung". Die Dame empfand Spahn eher als "Überaktivposten" mit wenig Nähe zu denen, die an der Front in der Medizin arbeiten.
"Wenn er eine Woche ein Praktikum in verschiedenen Arztpraxen gemacht hätte, würde er auch sagen: Was machen wir hier eigentlich?", war Kerstin Schöfferle (links von Jauch) sicher. Nächste Woche darf sie noch mal auf den Stuhl, denn die Sendung endete vor der 500.000-Euro-Frage. Ein Abendessen mit Jens Spahn sollte drin sein.
Sabrina Heinicke aus Wuppertal kannten regelmäßige Zuschauer noch aus der vorangegangenen Folge. Sie stand zu Beginn des Abends bei 16.000 Euro und war noch mit drei Jokern "bewaffnet". Jauch hatte letztes Mal über ihren Arbeitgeber geschimpft: Ikea sei ein Irrgarten ohne Entrinnen.
"Einen Wunsch finde ich seltsam", gab Jauch zu. Was die Dame mit dem erspielten Geld plant, wusste er von seiner Redaktion: "Meine Knutschkugel, mein erstes Auto, das ist ein uralter Citroen Saxo von 1999", erklärte Sabrina Heinicke. Den Wagen hatte sie wegen des Nachwuchs' verkauft. Jauch fragte, ob sie das Kind zur Adoption freigeben wolle.
Das nicht, aber jetzt könne sie ihn sich als Zweitwagen leisten. "Ich habe ihn geliebt", jauchzte sie, als ein Foto eingeblendet wurde. Jauch erkannte nichts Liebenswertes an dem Kleinwagen, doch die Dame schwärmte, er habe einen Tacho und sogar eine Uhr, und "wenn man die Heizung andreht, geht die nie wieder aus". Jauch blieb unterkühlt.
Die Kandidatin erklärte, sie habe ihr Traumauto für 250 Euro verkauft und wolle es nun unbedingt zurück. "Bescheidener war der Autowunsch hier noch nie", stellte Jauch fest. Schluss war bei 64.000 Euro. "Da können Sie das ganze Autohaus kaufen, wenn das voll ist mit 250-Euro-Saxos", glaubte Jauch.
"Wieso laufen Sie häufig gegen geschlossene Türen?" Diese Frage von Günther Jauch an den Fleischermeister Michael Gumpert war keine Quizfrage und wurde auch nicht honoriert. Dennoch sollte man sich die Antwort merken: "In meinem Beruf ist man schon mal eiliger unterwegs und ich bin von Natur aus ein bisschen tollpatschig."
Bei Türen ist die Tollpatschigkeit nicht weiter dramatisch. Waschmaschinen dagegen verzeihen bisweilen keine Fehler. Diese schmerzhafte Erfahrung hatte den Fleischexperten aus Brüggen nahe der niederländischen Grenze einen halben Finger gekostet. Jauch wollte das natürlich genauer wissen. Gumpert rutschte aus beim Reparieren.
Was ähnlich begann wie die Anekdote der Gynäkologin endete damit, dass der halbe Finger beim Probelauf im rotierenden Rad verschwand. "Ich war natürlich der Volldepp im Krankenhaus - der Fleischermeister der mit halbem Finger aus der Waschmaschine kommt." Die andere Hälfte verschwand wie ein Socken "irgendwie irgendwo in der Maschine".
Während der Zeigefinger und der Metzger getrennte Wege gingen, blieb der Mittelfinger erhalten. "Der war ja noch bisschen dran", so der Kandidat. "Boah!", Jauch drehte sich weg bei der Vorstellung. "Sieht zwar blöd aus und ich werde kein Handmodel mehr, aber er funktioniert", meinte Michael Gumpert. Bei 64.000 Euro brauchte er einen Joker.
"Welches Land grenzt nicht nur an EU-Mitgliedsstaaten?" Der Telefonjoker war Markleiter bei Gumperts Supermarkt und riet zu "Tschechien". Jauch riet deutlich ab, weil er den Kandidaten warnen wollte, doch der verstand den Fingerzeig nicht. Gumpert landete tollpatschig auf 500 Euro.