Einen nahezu reibungslosen Durchlauf erlebt man bei "Wer wird Millionär?" selten. Kandidat Dietmar Bader hat am Montagabend so einen Lauf. Das gibt ihm Selbstvertrauen - doch das wird ihm schnell zum Verhängnis.

Dietmar Bader rast auf dem "Wer wird Millionär?"-Ratestuhl durch die Sendung, als hätte er in seinem üppigen Bart einen Spickzettel mit den Lösungen versteckt. Welcher Garten seinen Namen zu Ehren eines deutschen Arztes erhielt? Der Schrebergarten natürlich. Wer mit KfW etwas anfangen kann? Häuslebauer, weiß Herr Bader - aus eigener Erfahrung.

Er marschiert derart zügig von Frage zu Frage, dass sich sogar Günther Jauch über das Tempo seines Rategastes, von dem er sich optisch an Ho Chi Minh erinnert fühlt, beschwert.

So geht es weiter, bis zur 16.000-Euro-Frage. Erst hier braucht Dietmar Bader von seiner Schwägerin Hilfe - und die gibt als Telefonjoker ein ähnliches Tempo vor. Wer die Tochter von Kaia Gerber ist? Das Model Cindy Crawford, ganz klar - sie weiß die Antwort noch bevor sie die vier Auswahlmöglichkeiten bekommt.

Bei 32.000-Euro verzockt

Wie gefährlich "Wer wird Millionär?" für zu selbstüberzeugte Kandidaten sein kann, weiß Günther Jauch nach 17 Jahren WWM nur zu gut. Bei der 32.000 Euro-Frage muss das auch Dietmar Bader erfahren - allerdings am eigenen Leib.

Welcher europäische Traditionsverein nach einem Abstieg in die 4. Liga wieder in der ersten Klasse ist? "Irgendwas mit Italien", glaubt Bader gelesen zu haben. Er tippt auf Juventus Turin - und liegt damit falsch. Gemeint waren die Glasgow Rangers.

Die beiden unbenutzten Joker in der Tasche helfen ihm da nicht mehr. Er geht mit immerhin 16.000 Euro nach Hause. (abi)