Das nächste Debakel im HSV-Trikot: Sina Gerisch verzockt sich beim WM-Spezial von "Wer wird Millionär" bei einer der ersten Fragen und geht komplett leer aus. Ein Bundeswehr-Offizier und Vertrauter von Angela Merkel enthüllt den Lieblingsverein der Kanzlerin. Fußballfragen werden beim WM-Spezial allerdings kaum gestellt.

Der Hamburger SV bot in den letzten Jahren allerhand Gelegenheiten zu Spott und Häme. Nach dem historischen ersten Abstieg aus der Bundesliga sollte man nun aber meinen, dass mittlerweile alle Witze über den HSV gemacht wurden und es nicht mehr schlimmer kommen könnte.

Diese Rechnung wurde allerdings ohne Sina Gerisch gemacht. Die eingefleischte HSV-Anhängerin setzte auf das ganze Elend am Montagabend noch einen drauf. Die 27-Jährige, in Hamburg als "Pöbel-Sina" bekannt, trat beim WM-Spezial von "Wer wird Millionär" an und schaffte im HSV-Trikot ebenfalls Historisches.

Gerisch verzockte sich nämlich schon bei der fünften Frage und ging tatsächlich mit null Euro nach Hause. Im Vergleich dazu wirken selbst die mickrigen 31 Punkte, die der HSV in der vergangenen Saison einspielte, ganz passabel.

Gerisch hatte noch alle Joker

Dabei hatte alles gut begonnen, Gerisch beantwortete die ersten Fragen souverän. Doch dann ging alles schief bei einer Frage, die eher als Scherz gemeint war.


Was mussten Ende April nicht nur Physiker zur Kenntnis nehmen?


A: GRAVITATION gilt nicht mehr

B: MAGNETISMUS außer Kraft,

C: ECHO wird abgeschafft

D: LICHTJAHR ist vorüber


Dass der Musikpreis Echo nach dem Eklat um die Rapper Kollegah und Farid Bang abgeschafft worden war, dürfte kaum jemand entgangen sein, der in den letzten Monaten Nachrichtensendungen geschaut oder Zeitungen gelesen hat.

Aber "Pöbel-Sina" hatte einen kompletten Blackout und schloss die Option Echo direkt aus. Stattdessen entschied sie sich dafür, dass das Lichtjahr vorüber sei.

Mehrfach versuchte Moderator Günther Jauch, Gerisch umzustimmen. "Sie hat noch alle vier Joker", sagte er immer wieder in Richtung des Publikums. Aber die HSV-Anhängerin ließ sich nicht von der fatalen Antwort abbringen.

Und so ging sie tatsächlich ohne einen einzigen Euro nach Hause. Gerisch war übrigens die neunte Kandidatin in der Geschichte von "Wer wird Millionär", die leer ausging. Zuletzt gab es ein solches Fiasko 2016.

WM-Spezial ohne Fragen zur Weltmeisterschaft

Jetzt könnte man fragen, was das alles mit einem "WM-Spezial" zu tun hat. So ziemlich gar nichts, muss die Antwort lauten. Zwar war Kunstrasen im Studio ausgelegt, die Auswahlfragen wurden von Matze Knop in seiner Rolle als Bundestrainer Jogi Löw vorgetragen, das Publikum trug DFB-Trikots und die Kandidaten hatten alle irgendeinen Fußballbezug.

Inhaltlich unterschied sich die Spezial-Ausgabe aber nur in einem Punkt von einer normalen "Wer wird Millionär"-Sendung. Und zwar durften die Kandidaten eine Gewinnstufe auswählen, bei der dann auf jeden Fall eine Fußballfrage gestellt werden würde.

Sina Gerisch entschied sich für die 8.000-Euro-Frage als Fußballfrage, war da aber längst ausgeschieden. Genau wie der zweite Kandidat Timo Ehlert, der ziemlich optimistisch die 500.000-Euro-Frage wählte. Der Sozialpädagoge, der selbst in der Kreisklasse Fußball spielt, verzockte schnell seine Joker und entschied sich dann, mit 16.000 Euro nach Hause zu gehen.

Inklusive Werbung war mittlerweile etwas mehr als eine Stunde vergangen, ohne dass sich auch nur eine Frage um Fußball gedreht hätte. Da half es auch wenig, dass Günther Jauch Ehlert die 500.000-Euro-Frage außer Konkurrenz stellte. Gewusst hätte der Kandidat übrigens nicht, dass Hannes Linßen der erste Bundesligaspieler war, der eine Gelbe Karte bekam.

Offizier plaudert Merkels Lieblingsverein aus

Immerhin gab es noch eine brisante Enthüllung. Für die sorgte der dritte Kandidat Steffen Böhmetzrieder, der Offizier bei der Bundeswehr ist und in dieser Funktion im Lagezentrum des Bundeskanzleramts arbeitet. Böhmetzrieder informiert Bundeskanzlerin Angela Merkel über das Geschehen in der Welt, aber auch über die Ergebnisse von Fußballspielen.

Das machte Jauch neugierig. Der Moderator wollte wissen, was der Lieblingsverein der Kanzlerin sei. Dieser sei "eher im Süden" beheimatet, gab sich der Offizier vorsichtig. Aber Jauch ließ nicht locker.

"Hält es die langjährige Kanzlerin mit dem langjährigen Meister?", wollte der Moderator wissen. "Könnte man so sagen", antwortete Böhmetzrieder. Angela Merkel ist also Bayern-Fan. Wäre das auch geklärt.

Böhmetzrieder ging schließlich mit 16.000 Euro nach Hause. Ob die Kanzlerin über seine Ausführungen so glücklich ist, steht auf einem anderen Blatt.

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