Nach dem "Wer wird Millionär-Winnetou-Spezial" startet die Rate-Show in die erste reguläre Folge des Jahres. Ein Arzt und ein Lehrer geben ihr Bestes und eine Studentin sorgt mit viel Glück, Hilfe und Fremdwissen für eine zähe Show.

"Wer wird Millionär" setzt heute Abend auf doppelte Spielzeit - mit doppelt so vielen Kandidaten. Doch wie lange und zäh sich diese Sendung tatsächlich anfühlt, hätte wohl keiner gedacht.

Die erste Einstiegsfrage ist mehr als geschenkt. Doch nicht jeder schafft es, die Ampelfarben in die richtige Reihenfolge zu bringen: Rot, gelb und grün.

"Winnetou"-Special von WWM kommt beinahe ganz ohne Winnetou aus.

Axel Othmer schafft es als schnellster. Der 45-Jährige ist Facharzt aus Hamburg und startet furios in die Rate-Runde. Bei 1.000 Euro bemerkt Jauch, dass es ihm "ein bisschen zu glatt läuft". Das wird sich noch ändern ...

Welche "maßgeschneiderte" Verpackung ist speziell für die Aufbewahrung weihnachtlicher Backwaren erhältlich?

  • Stollenbeutel
  • Prinzentaschen
  • Spekulatiussäcke
  • Zimtsterntüten

Dafür muss der Publikumsjoker her, weil Othmer wohl kein Backfan ist. Die ausgewählte Dame aus dem Publikum tippt auf die Stollenbeutel, doch der Kandidat ist nicht überzeugt. Zack - schiebt er den 50/50-Joker hinterher. Die backaffine Dame behält recht: Othmer hat die 8.000-Euro-Frage richtig beantwortet. Bei 16.000 Euro kommt er aber wieder in Stocken:

Wer sollte am ehesten von der seit 2014 geltenden RDKS-Pflicht gehört haben?

  • Gastwirte
  • Ärzte und Apotheker
  • Autofahrer
  • Hundebesitzer

Er zückt den Telefonjoker doch dieser kann ihm leider auch nicht weiterhelfen. Also wird der letzte Joker aufgerufen und das gesamte Publikum befragt. Das mehr als zweifelhafte Ergebnis favorisiert mit 39 Prozent die Gastwirte. Doch leider geht es für den Kinderarzt mit dem Fahrstuhl von 8.000 nach unten auf 500 Euro, denn die Antwort ist falsch! Die Autofahrer sollten von dem sogenannten Reifen-Druck-Kontroll-System gehört haben.

Zweite Chance für die anderen Kandidaten

Hazina Habibi aus Bochum schafft es als zweite Kandidatin auf den Stuhl. Sie ist Medizinstudentin und mit einem Jahr aus Afghanistan nach Deutschland gezogen. Sie scheint schüchtern und etwas unsicher, beantwortet die Fragen bis 500 Euro aber richtig. Doch bei 1.0000 Euro muss schon der erste Joker her. Oder doch nicht? Hazina ist sehr unsicher und zieht die Sendung in die Länge.

In welchem Zusammenhang trifft man am ehesten auf den Begriff "Muttersaft"?

  • Multinationale Konzerne
  • Elektroleitungen
  • Fruchtgetränke
  • Zubehör für Schrauben

Sie vertraut dem Publikum und Jauch erlöst sie aus ihrem Bangen: 51 Prozent liegen mit "Fruchtsaft" richtig. 1.000 Euro sind ihr sicher. Mit der nächsten Frage sollte sich die 26-Jährige aber gleich wieder in die Nesseln setzen. Jauch nimmt sie an der Hand und geht mit ihr jede Antwort durch, bis sie sich sicher ist, dass der aktuelle Beauty-Trend bei jungen Damen die "Granny Hair"-Frisur ist.

Weiter geht es im Bereich Automobil:

Wo im Auto befindet sich der Hubraum?

  • Tank
  • Motor
  • Getriebe
  • Hupe

Spielt die Kandidatin oder Jauch?

Die hübsche Habibi bemerkt selbst, wie unsicher sie rüberkommt: "Ist schon bisschen peinlich?" "Ne es geht, ist so ein Grenzfall", versichert ihr Jauch. 50/50 her - und zack, der Hubraum ist natürlich im Motor! 4.000 Euro sind in der Tasche.
Jauch meint es nicht nur "gut" mit der Kandidatin, er meint es "sehr gut" mit ihr und wählt bei der nächsten Frage für sie den Einzel-Publikumsjoker aus. Vier Menschen erheben sich, drei Frauen, ein Mann. Habibi wählt den Mann, der auf das Ladenöffnungsgesetz tippt. Zum Glück stimmt es.

Intellektuelles Aufbäumen nötig, oder?

Für 16.000 Euro will Jauch wissen, was "twilight" bedeutet. Sie weiß es wieder nicht sicher. Papa Jauch sagt wieder was zu tun ist: Der Telefonjoker muss helfen. Der Moderator zeigt sich schon etwas zermürbt: Ein "intellektuelles Aufbäumen ist nötig." Das bringt ihre Schwester mit der richtigen Antwort: Die Abenddämmerung. Viele Mühen und unzählige Fragezeichen später steigt Habibi bei der 32.000 Euro-Frage (endlich) aus, denn sie weiß die Antwort nicht sicher. Doch die vermutete Antwort (Udo Lindenberg) wäre richtig gewesen. Jetzt darf sich Habibi ärgern und Jauch sich freuen.

Neue Runde, neues Glück

Realschullehrer Emrah Yigit ist am Zug und lässt auf eine weniger zähe Rate-Runde hoffen. Doch schon in der "schnellen" Runde kommt er das erste Mal ins Stocken: Und wie! Yigit scheint wohl noch nie von einem "Sektfrühstück" gehört haben. Den Publikumsjoker bei der 500 Euro-Frage zu zücken lässt auf nichts Gutes für die weiteren Fragen hoffen. Doch auf das Publikum ist wenigstens Verlass: 100 Prozent wissen die richtige Antwort - Seltenheitswert bei "Wer wird Millionär".

So sind die 500 Euro nach etwas Hin und Her im Sack! Weiter geht's.

Wer beginnt seine Rennen in der Regel aus einem sogenannten Starthaus?

  • Bahnradsportler
  • Ski-Alpin-Fahrer
  • Rallyepiloten
  • Marathonläufer

Yigit ist ratlos. Er fragt eine Vertreterin aus dem Publikum. Die Zuschauerin tippt auf Ski-Alpin-Fahrer. Der Lehrer bleibt zunächst skeptisch. Doch schließlich steht Jauch auf und spielt zusammen mit der Zuschauerin den Ski-Start vor. Emrah ist überzeugt.

Bei 4.000 Euro schwindet auch der Telefonjoker, der glücklicherweise weiß, dass eine Angina Pectoris von einer stechenden Brust herrührt - also der Herzschmerz. Weiter geht's mit den nächsten Fragen. Bei 16.000 Euro und nach einigem zocken sitzt der Kandidat zwar jokerlos aber noch voller Tatendrang Günther Jauch gegenüber und es geht aufwärts.

Mit "R" vorne oder nicht macht buchstäblich den Unterschied zwischen den Hauptbeschäftigungsgebieten von: Darwin und Robespierre - Zwischen Evolution und Revolution! Scharf und selbständig kombiniert - das wird mit 32.000 Euro belohnt!

Bei der 64.000 Euro-Frage weiß Yigit nicht mehr weiter - und steigt aus.

Es ertönt das Schlusssignal und entlässt den Zuschauer endlich aus dieser zermürbenden, langen und zähen Sendung.

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"Wer wird Millionär?"-Überraschungsspezial: Oma Ursula will nicht auf den Ratestuhl

Der Clou beim WWM-Überraschungsspezial: Die Kandidaten wussten vorher nichts von ihrem Glück, denn sie hatten sich nicht selbst angemeldet, sondern Bekannte oder Verwandte. Nicht jeder wusste das zu schätzen ...