Was passiert, wenn man elf C-Promis fernab der Zivilisation für zwei Wochen ins australische Dickicht schickt? Genau das erfahren wir, wenn es bei RTL wieder heißt "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". Auf was sich die Kandidaten im Dschungelcamp Down Under freuen dürfen, verraten die Highlights der letzten fünf Staffeln.

Am 13. Januar schickt der Kölner TV-Sender RTL wieder die Crème de la Crème der C-Prominenz für zwei Wochen zu Kakerlaken und Schlangen in den Urwald. Diesmal mit dabei:

  • Erotik-Model Micaela Schäfer
  • Ex-Hollywood-Star Brigitte Nielsen,
  • Ex-DSDS-Sänger Kim Debkowski und Daniel Lopes
  • Ex-"Tic Tac Toe"-Sängerin Jazzy
  • Ex-Bundesliga-Kicker Ailton
  • "Momo"-Darstellerin Radost Bokel
  • Magier Vincent Raven
  • Ochsenknecht-Sohn und Schauspieler Rocco Stark
  • Moderatorin Ramona Leiß
  • "Star Search"-Rocker Martin Kesici

Ob die sechste Ausgabe der Dschungel-Show trotz Uri Gellers Raben-Vater und eines großbusigen Nacktmodels an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann, bleibt allerdings abzuwarten. Schließlich hatte die RTL-Urwald-Soap im letzten Jahr mit Intrigen, Zicken-Zoff und einer heißen Dschungel-Romanze inklusive feuchtfröhlicher Liebesszenen unterm Wasserfall wirklich alles zu bieten, was das Zuschauerherz höher schlagen lässt.

Aber längst verglühte Promi-Sternchen tun ja bekanntlich alles, um wieder an einstige Erfolge anzuknüpfen - erst recht im RTL-Dschungelcamp ...

Die Ekel-Prüfungen

Sie nehmen etwa ein Bad mit Hunderten Kakerlaken, wie einst Daniel Küblböck. Dschungelcamp-Fans der ersten Stunde dürften die spitzen Schreie des Ex-DSDS-Paradiesvogels wohl noch gut in Erinnerung sein, die in der ersten Staffel durch den Urwald gellten, als sich kübelweise Ungeziefer über den Sangesknaben ergossen.

Dabei gehören Prüfungen wie diese noch zu den harmloseren Mutproben, die sich RTL für die abgehalfterte Prominenz ausdenkt. Kabarettistin Désirée Nick oder Heulboje Ross Antony mussten in Staffel zwei und drei da schon richtig die Zähne zusammenbeißen - schon allein, um Ekel-Speisen wie Känguruhoden und Krokodilpenis klein zu kriegen. Belohnt wurde der Einsatz mit einem hölzernen Zepter und einem Blumenkrönchen.

Auch DSDS-Transe Lorielle London konnte beim Runterwürgen eines schmackhaften Känguru-Penis-Colada ("Ist das Sperma?" - "Nee, Milch mit ein paar Känguru-Penis-Stückchen.") in Staffel vier den Zuschauern beweisen, was für eine harte Lady unter all dem Make-up steckt. Für sie reichte es letztlich immerhin zur Vize-Dschungelkönigin.

Den Prüfungs-Vogel abgeschossen hat aber Model Sarah "Dingens" Knappik. Die ehemalige Busenfreundin von Gina-Lisa Lohfink musste gleich zu rekordverdächtigen sechs Dschungelprüfungen antreten, bei denen sie unter anderem nach Schlangen fischen, durch dunkle Insekten-Tunnel kriechen, in schleimige Bottiche mit Fischabfällen abtauchen und als Riesenkakerlake verkleidet den heißen Draht meistern musste. Alles in allem eher weniger erfolgreich.

Zicken-Zoff und frühe Abgänge

Gefürchteter als Lager-Koller und Ekel-Prüfungen sind da nur die lieben Dschungel-Kollegen. So hielt es Busenwunder Dolly Buster gerade mal 36 Stunden neben Camp-Schlange Désirée Nick aus, die ihr mit bissigen Kommentaren ("Ich bin die Einzige hier, die normale Titten hat", "Denk an Dolly Buster: Die schluckt auch alles runter, was ihr zwischen die Lippen kommt ...") ordentlich zusetzte. Schließlich nahm die Porno-Queen Reißaus. Noch schneller das Weite suchte da nur noch Schauspieler-Sprössling Dustin Semmelrogge (Staffel eins), der wegen mangelnder Action nach nicht einmal zwei Tagen schon die befreienden Worte "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" rief.

Eher unfreiwillig musste dagegen DJ Tomekk 2008 das Camp verlassen: Als der Musikproduzent die Hand zum Hitlergruß hob und die erste Liedzeile der Deutschlandhymne trällerte, verstand der Kölner TV-Sender keinen Spaß und schmiss ihn kurzerhand raus.

Nicht vom RTL-Team, sondern von den eignen Dschungel-Mitinsassen regelrecht rausgemobbt wurde in der letzten Staffel Model-Zicke Sarah. Nach zahlreichen lautstarken Streitereien am knisternden Lagerfeuer (Matthieu Carrière zu Sarah: "Du bist sehr gefährlich!") und einer drohenden Camp-Meuterei ("Entweder es geht Sarah oder wir verlassen das Camp"), packte die Blondine schließlich entnervt ihr Köfferchen und flüchtete sich zurück in die gesittetere Zivilisation.

Die elf Anwärter auf den Thron vom amtierenden Dschungelkönig Peer Kusmagk sollten sich trotz der tropischen Temperaturen also warm anziehen, wenn es am Freitag zu Pritschen und Kakerlaken ins australische Hinterland geht. Obwohl - schlimmer als in den bisherigen Staffeln kann es für die neuen Kandidaten wohl nicht mehr werden. Schließlich hat schon Sarah "what happens when we break" Knappik nach eigenem Bekunden "die härteste Prüfung - auch von allen, die noch kommen" bereits im letzten Dschungelcamp absolvieren müssen.