Radiomoderator Joe Kohlhofer terrorisiert Zuhörer und Kollegen zwei Stunden lang mit "Last Christmas" von Wham!. Dafür hat er sich seine Weihnachten jetzt versaut.

Das ist mal ein gelungener Weihnachtsstreich: Antenne-Kärnten-Moderator Joe Kohlhofer sperrt sich im Studio ein und beschallt seine Zuhörer zwei Stunden lang mit Wham!s "Last Christmas".

Insgesamt 24-mal spielt er das Lied zwischen acht und zehn Uhr - angeblich um die Kärntner in Weihnachtsstimmung zu bringen.

"Mein Handy geht über"

Irgendwann ruft Programmchef Timm Bodner an. Seit eineinhalb Stunden schon klingelt sein Telefon ununterbrochen.

"Mein Handy geht über", jammert er und versucht Kohlhofer unter Androhung von Konsequenzen zum Aufgeben zu bringen. Selbstverständlich erfolglos.

Tommy Schmid, stellvertretender Programmchef der Antenne Kärnten, bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion: Bodners verzweifelter Anruf ist echt. Was war passiert?

Geplante Aktion - von Joe Kohlhofer

Zum Start der Sendung sind drei Kollegen im Studio, danach kümmern sich die anderen beiden um Wetter und Nachrichten. "Als Showopener hatte er 'Last Christmas' einprogrammiert, zu Weihnachten so weit wenig ungewöhnlich", sagt Schmid.

Doch noch während des ersten Wham!-Durchgangs verkeilte Kohlhofer ein eigens zu diesem Zweck mitgebrachtes Holzstück so unter der Tür, dass sie sich nicht öffnen ließ. "Da ist nur eine Türschnalle und kein Schloss - vermutlich, damit sich keiner einschließt", sagt Schmid. "Wir sind einfach nicht reingekommen."

Kohlhofer muss Konsequenzen tragen

Eigentlich hatte Kohlhofer über die Feiertage und Neujahr einen dreiwöchigen Urlaub geplant. Den muss er nun zumindest für zwei Tage unterbrechen: Als Konsequenz für seine Aktion hat er zwei wundervolle Dienste aufgebrummt bekommen - Weihnachten und Silvester.

"Wir wollten nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen", sagt Schmid. Schließlich sei die Aktion auch medial sehr wirksam gewesen.

Über Stunden hing das Antenne-Team zu zehnt an den Telefonen, um alle eingehenden Anrufe zu beantworten. Viele der Rückmeldungen seien aber positiv gewesen.

Es ist nicht das erste Mal, dass so eine Geschichte passiert. Ob es doch nur ein PR-Gag war?