Zum 22. Mal hat der Entertainer Frank Zander (74) Obdachlose zum Weihnachtsessen eingeladen. Rund 3.000 Wohnungslose feierten am Montag mit Zander im Neuköllner Hotel Estrel bei bester Stimmung und Gänsebraten.

Unterstützt wird Zander bei seiner Weihnachtsaktion traditionell von Sponsoren und anderen Prominenten. In diesem Jahr haben die Sänger Marianne Rosenberg und Lou Bega sowie Schauspieler Sven Martinek und Boxlegende Axel Schulz die Bedürftigen bewirtet.

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Axel Schulz als einer der langjährigen Teilnehmer verteilte Autogramme und schwärmte: "Das ist immer eine tolle Stimmung hier und man ist einfach näher am Menschen dran."

Politiker und Promis unterstützen Zander

Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) legte eine Schürze an und bediente die Gäste. Als erster Senatschef auf der jährlich stattfindenden Veranstaltung lobte er das Engagement Frank Zanders: "Ich freue mich, dass er so vielen Menschen helfen kann." Der neue Vorsitzende der europäischen Linken Gregor Gysi servierte ebenfalls Gänsebraten. Er äußerte sich kritisch zu Zwangsräumungen, die zu Obdachlosigkeit führten. "Ich finde, dass es Räumungen nur in andere Wohnungen geben darf und nicht auf die Straße", forderte Gysi.

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Frank Zander serviert Obdachlosen Gänsebraten

Beim traditionellen Fest des Sängers herrschte großer Andrang.

Zubereitet wurden die Gänsebraten wie immer von Köchen aus acht Berliner Hotels. Vor dem Eingang verteilten verschiedene Organisationen Geschenke an die Obdachlosen.

Ärger mit Veganern

In diesem Jahr hatte es im Vorfeld einigen Wirbel um Zanders Aktion gegeben. Grund dafür war ein Facebook-Post von Bär Läsker, Manager der Fantastischen Vier und bekennender Veganer. Läsker hatte sich darüber ereifert, dass Zander bei seinem traditionellen Weihnachtsessen Gänsebraten statt veganer Buletten serviert. Zwar hatte der Fanta-4-Manager seine Worte ziemlich schnell gelöscht und durch ein eher beschwichtigendes Statement ersetzt, sah sich aber, wie es heutzutage üblich ist, sofort einem sogenannten Shitstorm ausgesetzt. (dpa/dh)© dpa

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