Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat nicht von der deutlichen Erholung der Wall Street profitieren können.

Der deutsche Leitindex notierte zuletzt 0,63 Prozent niedriger bei 11 926,26 Punkten, nachdem er am Vortag nur mit Ach und Krach über der Marke von 12.000 Zählern geschlossen hatte. Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 0,27 Prozent auf 25.270,56 Punkte.

Der Technologieindex TecDax büßte 0,39 Prozent auf 2457,28 Punkte ein. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um rund ein halbes Prozent abwärts.

Auf die Marktstimmung drückten Händlern zufolge die jüngsten Ereignisse im Handelsstreit zwischen den USA und China. Die US-Regierung hatte eine Liste chinesischer Hightech-Produkte veröffentlicht, die mit Strafzöllen belegt werden sollen.

Peking kündigte daraufhin eigene Sonderabgaben auf Einfuhren aus den Vereinigten Staaten an. Wie das Staatsfernsehen berichtete, werden zusätzliche Zölle auf 106 Waren wie Sojabohnen, Autos und Chemieprodukte aus den USA verhängt.

In der Konjunktur standen am Vormittag die Verbraucherpreisdaten der Eurozone auf dem Plan. Sie dürften von den Marktteilnehmern auf neue Impulse für den geldpolitischen Kurs der EZB abgeklopft werden.

Unter den Einzelwerten im Dax zeigten sich Autoaktien wie Daimler, BMW und VW nach der Vorlage von US-Absatzzahlen im Minus. Preisnachlässe und Wirtschaftsaufschwung trieben die US-Kundschaft im März nach einem schwachen Vormonat wieder verstärkt in die Autohäuser. VW und Audi hätten überdurchschnittlich profitiert, so ein Händler. Spitzenreiter im Leitindex waren Papiere von Merck KGaA mit einem Plus von 0,54 Prozent. Im TecDax zeigten sich die Aktien von Nordex mit einem Kursgewinn von 4,56 Prozent in guter Form.

Die Papiere von Siemens Healthineers setzten ihren Höhenflug mit einem Kurs von 35,225 Euro fort. Zuletzt notierten sie 0,54 Prozent besser bei 34,60 Euro. Damit gewannen die Mitte März bei 29,10 Euro erstmals gehandelten Titel der Siemens-Medizinsparte bereits knapp 20 Prozent an Wert. Siemens hatte 15 Prozent seiner Tochter für 28 Euro je Anteil an die Börse gebracht.  © dpa