(lp/mac) - Namen von Ikea–Möbeln haben uns oft zum Schmunzeln gebracht. Ganz Bayern lacht derzeit über die neueste Namenskreation des schwedischen Möbelhauses: Ikea will uns einen Armleuchter namens Söder verkaufen - eine zufällig gewählte Namensgleichheit mit dem bayerischen Finanzminister Markus Söder (CSU)? Doch dieser ist nicht der einzige Fall skurriler Namensgebung.

Auch in folgenden Produktnamen Ikeas stecken Botschaften: Ein Kinderbett hieß "Gutvik" – der Name schien Programm zu sein. Ikeas Pressesprecherin Sabine Nold ringt um eine Erklärung des Namens. Inspiriert sei dieser ausschließlich von dem gleichnamigen schwedischen Ort gewesen.

Als ein Plastiksessel "Kimme" getauft wurde, entging Ikea vielleicht das Bild, das sofort in einem emporschießt: Ein Sessel, dem sich ein Mensch mit seinem Wertesten nähert und ihn darauf platziert. Ähnliche Vorstellungen drängen sich einem bei dem Sessel "Poäng" auf, vielleicht noch um das Detail bereichert, dass es auf dem Stuhl eng zugeht.

Produktnamen gehen manchmal in die Hose

Ein legendäres Beispiel für unfreiwillige Komik bietet Mitsubishi. Der japanische Autobauer hatte einem Modell den Namen "Pajero" gegeben und anfangs versucht, ihn auch im spanischsprachigen Raum zu vermarkten. Übersehen wurde, dass der Name im Spanischen abwertend für onanierende Männer verwendet wird.

Ford fuhr eine ähnlich ungeschickte Marketingstrategie: Als sie den Namen "Pinto" für ihr Modell wählte, was in Brasilien so viel wie "kleiner Penis" bezeichnet. Ein wirklich grober Fehler, wenn man bedenkt, wie schwierig es gewesen sein muss, dort mit diesem Auto jegliche Minderwertigkeitskomplexe zu kaschieren.

Auch die Iren irren bisweilen und schätzen den Geschmack des deutschen Publikums nicht richtig ein: Wer kauft schon "Irish Mist", so der in deutschen Ohren eigenwillige Produktname, wenn er einen feinen, eleganten Whiskey kaufen möchte?

Die australische Fluggesellschaft "Emu" überrascht mit ihrem fast offenen Eingeständnis, dass ihrer Airline nicht zu trauen ist. Schließlich handelt es sich bei ihrem namensgebenden Tier um einen flugunfähigen Vogel.

Auch Übersetzungsfehler bei Slogans können Botschaften ergeben, die so gar nicht im Sinne des Unternehmens sind: Die schwedische Haushaltswarenfirma Electrolux bewarb ihre Staubsauger mit "Nichts saugt wie ein Electrolux". Das Ergebnis der missglückten Übersetzung brachte viele Amerikaner zum Lachen: "Nothing sucks like an Electrolux" - auf Deutsch: "Nichts ist so schei*** wie ein Electrolux."