Der schwelende Handelsstreit zwischen USA und China hat den Dax nach Ostern wieder unter die Marke von 12 000 Punkten gedrückt.

Der Leitindex fiel am Dienstag im frühen Handel um 0,86 Prozent auf 11 992,41 Punkte. "Die Euphorie von Gründonnerstag ist schon wieder Vergangenheit", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Zuvor hatte China als Reaktion auf die von den USA verhängten Zölle zahlreiche US-Produkte mit höheren Abgaben für Einfuhren belegt. Dies hatte zu Wochenbeginn, als der Handel in Frankfurt wegen Ostern pausierte, bereits die richtungweisenden US-Börsen belastet. Der Dow war am Montag um fast 2 Prozent gefallen.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab am Dienstag außerdem um 0,77 Prozent auf 25 393,76 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte derweil fast 1 Prozent auf 2469,94 Zähler ein. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um gut ein halbes Prozent auf 3342,50 Zähler nach unten.

Vor allem bei Technologiewerten hatte sich der zuletzt spürbare Ausverkauf am Vorabend in New York fortgesetzt, was sich nun auch bei europäischen Branchenvertretern negativ bemerkbar machte. Ursprünglich ausgelöst vom Datenskandal bei Facebook, reißt die Serie an Belastungsfaktoren in der Branche nicht ab. Für Aufsehen sorgt neuerdings unter anderem US-Präsident Donald Trump mit öffentlichen Attacken gegen den Handelsriesen Amazon.

Für massiven Verkaufsdruck vor allem im Halbleiterbereich sorgte außerdem ein Bericht, wonach Apple ab dem Jahr 2020 eigene Prozessoren in seinen Mac-Computern einsetzen will. Nachdem die Aktien von Intel daraufhin am Montag in New York mehr als 6 Prozent eingebüßt hatten, folgten nun einige europäische Branchenwerte nach unten. Am Dax-Ende wurden Infineon-Papiere mit einem Minus von fast 2 Prozent in Mitleidenschaft gezogen.  © dpa