Der Kurs des Euro ist am Mittwoch nach der Veröffentlichung von US-Verbraucherpreisdaten auf den höchsten Stand seit Anfang Juli gestiegen.

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Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0345 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie nur knapp über 1,02 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0252 (Dienstag: 1,0234) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9754 (0,9771) Euro.

Die überraschend deutlich gesunkene US-Inflationsrate hat den Dollar zu allen wichtigen Währungen belastet. Die Inflation schwächte sich laut Arbeitsministerium im Juli auf 8,5 Prozent ab. Im Juni hatte die Teuerung in der größten Volkswirtschaft der Welt noch bei 9,1 Prozent gelegen und damit auf dem höchsten Stand seit über 40 Jahren. Volkswirte hatten mit einem Rückgang der Inflation gerechnet, waren aber im Schnitt von einer etwas höheren Rate von 8,7 Prozent ausgegangen.

"Wahrscheinlich hat die Inflation den Höhepunkt überschritten", kommentierten Volkswirte der Commerzbank. Allerdings spiele der Einbruch des Benzinpreises eine entscheidende Rolle. "Der weitere Rückgang der Inflationsrate dürfte daher nur langsam vonstattengehen", so die Experten. Die US-Notenbank Fed dürfte daher den Leitzins auf der nächsten Sitzung erneut um 0,75 Prozentpunkte anheben. Die Fed wolle zunächst einige Monate in Folge mit merklich fallenden Inflationsraten sehen, schreibt die Commerzbank. Die Fed strebt eine Inflationsrate von lediglich zwei Prozent an.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84608 (0,84520) britische Pfund, 138,16 (138,26) japanische Yen und 0,9713 (0,9763) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1799 Dollar gehandelt. Das waren rund fünf Dollar mehr als am Vortag.  © dpa