Kehrwende im Drama um Griechenland: Die griechische Regierung stimmt der Verlängerung des Hilfsprogramm unter Überwachung der Troika-Gläubiger zu. Das meldet die "Zeit". Deutschland allerdings lehnt den Antrag der griechischen Regierung auf eine Verlängerung der Finanzhilfen wohl ab. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

"Zeit online" liegt der Brief vor, den Athen an Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem abgeschickt hat. Darin heißt es, dass Griechenland um die Verlängerung des Hilfsprogramms um sechs Monate unter Einhaltung der Rahmenvereinbarungen mit EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfond bittet. Bisher hatte die linksgerichtete Regierung von Alexis Tsipras eine Zusammenarbeit stets abgelehnt.

"Kein substanzieller Lösungsvorschlag"

Das Ringen um die Hilfen ist damit aber noch nicht vorbei. Aus deutschen Regierungskreisen heißt es, Deutschland lehnen den Antrag der griechischen Regierung ab. Der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin Jäger, sagte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Der Brief aus Athen ist kein substanzieller Lösungsvorschlag."

In Wahrheit ziele er auf eine Brückenfinanzierung, ohne die Anforderungen des Programms zu erfüllen: "Das Schreiben entspricht nicht den am Montag in der Eurogruppe vereinbarten Kriterien."

(ska/dpa)