• Haidach bei Salzburg ist einer der größten Untertage-Erdgasspeicher in Europa und dient der Versorgung Deutschlands.
  • Nun hat die Regierung in Wien beschlossen, dass dem Gazprom-Konzern die Nutzung entzogen werden kann.

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Österreich will die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen mit einem Maßnahmenpaket verringern. Unter anderem beschloss die Regierung in Wien am Mittwoch, dass dem Gazprom-Konzern künftig die Nutzung des für Deutschland wichtigen Speichers in Haidach entzogen werden kann.

Haidach bei Salzburg ist einer der größten Untertage-Erdgasspeicher in Europa und dient der Versorgung Deutschlands. Ein Teil des Gases wurde bislang von Deutschland in die österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg zurückgepumpt. Nun soll Haidach auch direkt an das österreichische Netz angeschlossen werden, wie Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) ankündigte.

Gewessler: "Wenn nicht Gazprom speichert, bekommen auch andere Zugang"

Ein Teil des Speichers wird von der Gazprom-Germania-Tochter Astora genutzt. Weil Gazprom Germania unter deutscher staatlicher Verwaltung steht, wird dieser Teil befüllt. Der andere Teil steht der Gazprom-Tochter GSA zur Verfügung und ist derzeit leer. "Wenn nicht Gazprom speichert, dann bekommen auch andere Zugang. Das ist absolut gerechtfertigt", sagte Gewessler. Laut einer geplanten Verordnung sollen Gasspeicher-Nutzer verpflichtet werden, ungenutzte Kapazitäten Anderen anzubieten oder zurückzugeben.

Außerdem will Österreich seine strategische Gasreserve mit Hilfe von nicht-russischen Anbietern um 7,4 Terawattstunden (TWh) auf 20 TWh aufstocken. Das entspricht dem Verbrauch von zwei Wintermonaten. Dadurch soll der russische Anteil an der Versorgung Österreichs von derzeit 80 auf 70 Prozent fallen. (dpa/mbo)  © dpa

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