Am Dienstag geht der Tarifstreit zwischen der Lufthansa und der Pilotenvereinigung "Vereinigung Cockpit (VC)" in eine neue Runde. Langstrecken- und Frachtflüge sollen bestreikt werden. Ist ein erneuter Ausstand maßlos oder hat er seine Berechtigung? Sollten die Piloten einlenken oder doch das Unternehmen?

Die Gewerkschaft der Piloten hat ihre Mitglieder dazu aufgerufen, am Dienstag von 8:00 Uhr morgens bis Mitternacht zum insgesamt 13. mal seit April 2014 die Arbeit niederzulegen. Die Piloten hatten in der vergangenen Woche die Gespräche mit dem Lufthansa-Management erneut für gescheitert erklärt.

Jeder Versuch des Unternehmens Lufthansa, die Gespräche wieder aufzunehmen, verlief erfolglos. Von dem Streik betroffen sind vor allem die Flughäfen München und Frankfurt. Die im laufenden Geschäftsjahr 2015 angefallenen rund 100 Millionen Euro an Zusatzlasten hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits verkraftet.

Die Folgen für das Unternehmen sollen aber im Rahmen bleiben. 90 von 174 geplanten Übersee-Flügen sollen stattfinden, da sich eine "vergleichsweise hohe Zahl" freiwilliger Cockpit-Besatzungen zum Dienst gemeldet hatte, so Lufthansa. Auch die sieben Frachtflüge der 100-prozentigen Lufthansa-Tochter Lufthansa-Cargo werden daher nicht ausfallen.

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