• Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Baupläne der Ampel-Koalition bekräftigt.
  • Er glaube, dass das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen erreichbar sei.
  • Die Regierung will dafür 14,5 Milliarden Euro bis 2026 mobilisieren.

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält das Ziel der Ampel-Koalition von 400.000 neuen und bezahlbaren Wohnungen pro Jahr trotz erheblicher Zweifel der Branche für erreichbar. "Wir müssen das erreichen und wir müssen das lange und kontinuierlich fortsetzen, in dieser Größenordnung zu bauen. Ich glaube auch, dass das gehen wird", sagte er am Donnerstag in Berlin nach Beratungen des "Bündnisses bezahlbarer Wohnraum".

Die Nachfrage nach Wohnraum habe nicht nachgelassen, sagte Scholz. Es sei wichtig, Stück für Stück voranzukommen. Wenn das Ziel erreicht sei, dürfe man das Tempo nicht verlieren. "Selbstverständlich geht es nicht ohne umfassende Förderung."

Deshalb habe die Regierung entschieden, insgesamt 14,5 Milliarden Euro bis 2026 zu mobilisieren - "eine Rekordsumme", wie der Kanzler sagte. "Wir hoffen, dass die Länder ihren Beitrag dazu leisten, so dass das insgesamt auch gut funktionieren kann."

Geywitz: "Das ist ein Paket, das Gewicht hat"

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) sagte, es seien im Bündnis insgesamt 187 Maßnahmen erarbeitet worden. Deren Ziel sei es, bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt zu schaffen, das Klima zu schützen und die Bau- und Immobilienwirtschaft zu stärken.

"Das ist ein Paket, das Gewicht hat." Die Vereinbarungen seien ein wichtiger Zwischenschritt. "Es ist nicht das Ende des Prozesses. Das Ende des Prozesses ist erst erreicht, wenn wir die Kapazitäten im Baubereich in Deutschland so erhöht haben, dass wir 400.000 Wohnungen schaffen können." (dpa/ari)

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