(kle/ae) - Skandal beim Modekonzern Inditex: Das Unternehmen, zu dem die Textilkett "Zara" gehört, soll Menschen in Brasilien schwarz und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen beschäftigt haben.

Konkret geht es um eine Werkstatt in Americana, 130 Kilometer südlich von Sao Paulo. Dort sollen Bolivianer mit menschenunwürdigen hygienischen Verhältnissen konfrontiert gewesen sein, wie "Welt Online" berichtet. Das Unternehmen hat inzwischen zu den Vorwürfen Stellung bezogen. Laut Firmenaussage habe ein Zulieferer einen Auftrag an eine Werkstatt weitergegeben, in der die Arbeiter ohne Erlaubnis beschäftigt wurden. Der Konzern kündigte null Toleranz in dem Fall an und sicherte zu, Konsequenzen zu ergreifen, die sicherstellen, dass sich ein solcher Fall nicht wiederholt.

Wie viele andere Textilunternehmen auch lässt Inditex Kleidungsstücke in Südamerika produzieren.

Bereits 2007 geriet das Unternehmen in die Schlagzeilen, als den Mitarbeitern erst auf erheblichen Druck gestattet wurde, sich betrieblich zu organisieren.

Inditex betreibt über 5.000 Geschäfte in 78 Ländern und gilt in Spanien als Vorzeigeunternehmen. Der Gründer Amancio Ortega gehört zu den reichsten Menschen der Welt.